Freitag, 10. August 2018

Klimapartnerschaft mit Sansibar: "Nicht vom grünen Tisch aus"

Die Landeshauptstadt hat derzeit Besuch aus Sansibar. Hintergrund ist die Klimapartnerschaft, die zwischen Potsdam und der afrikanischen Insel besteht und seit Jahren intensiv gepflegt wird.

Am heutigen Freitag stellten die Leiterin der Koordinierungsstelle Klimaschutz, Cordine Lippert, und Kilian Kindelberger, der Geschäftsführer der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft, gemeinsam mit Khamis Mwalim Khamis und Abdi Abdalla Ali aus Sansibar das Projekt „Nachhaltige Quartiersentwicklung zur Verbesserung der Dienstleistungen in Kikwajuni und Kilimani, Zanzibar“, vor.

„Die Klimapartnerschaft der Kommunen hat dazu beigetragen, dass in Sansibar die Gemeinde die Aufgabe zur Gestaltung der Wohngebiete übertragen bekommen hat. Mit der Schulung der Mitarbeiter stärken wir die Qualifikation des Personals und sichern damit die nachhaltige Qualität des Projektes. Dies geschieht nicht vom grünen Tisch aus. Die Bewohner sind von Beginn an in das Projekt eingebunden“, erklärte Lippert während der Vorstellung.

Kindelberger betonte die Bedeutung der Klimapartnerschaft und der Aktivitäten zur Quartiersentwicklung auf Sansibar. Die Zusammenarbeit erstrecke sich auch auf die Bereiche Schule, Berufsbildung, Sport und Film: „Allen Projekten gemein ist, das Know How auf sansibarischer Seite zu stärken, die Menschen und ihre Aus- und Weiterbildung zu fördern.“ Die Beteiligten orientieren sich hauptsächlich an dem Vorbild der Garenstadt Drewitz. Khamis und Ali von der Zanzibar Urban Municipal Council sind seit dem 22. Juli in Potsdam und bleiben noch bis kommenden Freitag, um ihr Wissen im Umgang mit Geografischen Informationssystemen zur Nutzung für Stadtplanungsprozesse zu vertiefen.

Bezuschusst durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Kilian Kindelberger mit Khamis Mwalim Khamis, Abdi Abdalla Ali und
Cordine Lippert (v.l.). Foto: Landeshauptstadt Potsdam/Christine Homann

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt die Projekte. Bis Mitte 2020 sollen in der von der DDR errichteten Siedlung „Kikwajuni“ die Außenanlagen neu gestaltet und die Vermüllung vor Ort eingedämmt werden. Durch die Wiederherstellung von Spielplätzen soll für die Kinder die Situation verbessert werden und nicht zuletzt sollen 35 Solarlaternen die Sicherheit im Gebiet erhöhen.

In dem Gebiet „Kilimani“ waren ursprünglich ähnliche Maßnahmen geplant. Doch es stellte sich heraus, dass es hier einmal einen Botanischen Garten gab, der 1870 von Sir John Kirk gegründet worden war. Demnach würde im Jahr 2020 sein 150-jähriges Bestehen gefeiert werden. Er gehört damit zu den ältesten Botanischen Gärten weltweit und soll reaktiviert werden.

Während ihrer Projektauftaktreise im März dieses Jahres haben die Projektmitarbeiter der Landeshauptstadt und der Universität Potsdam mit ihren sansibarischen Partnern gemeinsam Workshops mit den Bewohnern der Gebiete Kikwajuni und Kilimani durchgeführt. Die Einwohner freuen sich sehr über die Bestrebungen der Kommune, ihre Lebenssituation zu verbessern. Auch die Idee der Wiederherstellung des Gartens fand breite Unterstützung. Die Einwohner hoffen, dass hierdurch Arbeitsplätze entstehen. Sie haben bereits selbst eine kleine Gärtnerei gegründet und verkaufen am Straßenrand ihre Produkte.

Strategien zur Müllvermeidung

Die beiden Mitarbeiter der sansibarischen Verwaltung werden nach ihrer Rückkehr nach Sansibar beginnen, die Planungsunterlagen und die Gestaltungskonzepte für die beiden Projektgebiete zu erarbeiten. Dabei werden sie von der Universität Potsdam durch digitale Kommunikation unterstützt. Die Landeshauptstadt wird der Stadt Sansibar bei der Entwicklung von Müllvermeidungsstrategien helfen und die administrative Abwicklung des Projektes durchführen. 

Für Oktober 2018 planen die Beteiligten die nächsten Aktivitäten zur Umsetzung des Projektes vor Ort.

Donnerstag, 9. August 2018

Die Gemeinschaft formt sich: Nur noch wenige Einheiten frei

Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen, lautet ein bekanntes Sprichwort, das in Zeiten des demographischen Wandels wieder mehr an Bedeutung gewinnt. Vielerorts finden sich Gemeinschaften, Alte und Junge, Alleinstehende und Familien, um gemeinsam unter einem Dach zu leben und im Alltag voneinander zu profitieren. So auch in der Gartenstadt Drewitz. Hier führt die GEWOBA in Kooperation mit der Fachhochschule Potsdam das Projekt „Freude an Gemeinschaft“ durch. In den vergangenen Monaten hat sich eine Vielzahl an Interessenten gemeldet und gefunden, die in der Konrad-Wolf-Allee 39 bis 45 nicht nur wohnen, sondern als Gemeinschaft leben wollen.

Für das Projekt stellt die GEWOBA insgesamt 43 Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen in der frisch sanierten „Rolle“ zur Verfügung sowie einen Mehrzweckraum und eine Gemeinschaftswohnung, die von den künftigen Bewohnern als gemeinsames „Wohnzimmer“ genutzt werden kann. Wer Interesse an einer Wohnung in dem beispielhaften Projekt hat, sollte schnell sein, da nur noch wenige Einheiten frei sind.

Die Konrad-Wolf-Allee in der Gartenstadt Drewitz.
Foto: Miriam Labuske

Die neuen Mieter in der „Rolle“ sind angehende Studenten und Senioren, Familien und Alleinstehende, alteingesessene und Neu-Potsdamer. Kurz gesagt, die perfekte Mischung für eine Gemeinschaft, in der man sich  hinsichtlich der eigenen Stärken und Schwächen ergänzt. Die Fertigstellung der Wohnungen in der „Rolle“ ist Ende September geplant, die ersten Mieter können im Oktober ihre neue Bleibe beziehen.

Nachdem sich die Gemeinschaft – größtenteils – gefunden hat, geht es nun verstärkt darum, Regeln für das Leben in der Gemeinschaft zu bestimmen und die gegenseitige Unterstützung zu organisieren. Dabei helfen regelmäßige Treffen und Workshops mit den Mietern, der GEWOBA und der FH Potsdam. Um das „Wir-Gefühl“ zu stärken, wird ein Mehrzweckraum von der GEWOBA ausgebaut, der sowohl von der Gemeinschaft als auch von einem Netzwerk von sozialen Partnern genutzt werden kann. Koordiniert wird die Nutzung vom Verein Soziale Stadt Potsdam, der in der Gartenstadt das Begegnungszentrum „oskar“ betreibt. Im Mehrzweckraum können nicht nur Feste und Besprechungen stattfinden. Hier dürfen sich auch sportbegeisterte Bewohner und Drewitzer gemeinsam betätigen oder kreative Köpfe zusammen nähen, stricken oder basteln.

Mit dem Modellprojekt „Freude an Gemeinschaft“ fördert die GEWOBA das generationsübergreifende gemeinschaftliche Miet-Wohnen in der Landeshauptstadt. Es ist neben dem Mietwohnprojekt „Konvoi“ im Bornstedter Feld das zweite generationsübergreifende Angebot der GEWOBA, mit dem gemeinschaftliches Wohnen unterstützt wird.

Mittwoch, 25. Juli 2018

Umweltfest in der Gartenstadt - ganz ohne Strom

An diesem Freitag, dem 27. Juli, steigt an der "Wendeschleife" in Drewitz ein Umweltfest. Zwischen 13 und 18 Uhr wird es auf dem grünen Gelände an der Ecke Konrad-Wolf-Allee/Slatan-Dudow-Straße unter dem Motto "Nature unplugged" Projekte und Mitmach-Angebote zu den Themen Klimaschutz, Natur und Gesundheit geben, teilte das Begegnungszentrum oskar. mit. Mit dabei sind die Arche, der Kinderklub Junior des Sportclubs Potsdam und das Begegnungszentrum oskar.

Geplant sind zahlreiche kreative Spiel-, Bastel- und Musikaktionen zu Umweltthemen. Das Besondere dabei: Alles findet ohne Strom statt, so auch beim Sackhüpfen, Seifenblasen und Samenbomben-Basteln. Erfrischen können sich die Teilnehmer des kostenlosen Angebots an der Klima-Bar. Dort gibt es selbstgemachte Bio-Sommerlimonade.

Der Nachbarschaftstreff an der Wendeschleife wird vom oskar. in der warmen Jahreszeit für verschiedenene Projekte und Angebote genutzt. So findet in den Sommerferien am 1., 8. und 15. August ab 15 Uhr der Kurs "Freies Gärtnern und Basteln" statt, an dem nicht nur Kinder teilnehmen dürfen. Am 3. August kann ab 10 Uhr die Veranstaltung "Märchenteich" besucht werden. Am 8. August können interessierte Naturfreunde beim "Insektensommer" ab 10 Uhr eine Stunde lang Insekten in der Umgebung zählen. Die Ergebnisse werden in einer deutschlandweiten
Studie verwendet. Im Anschluss gibt es ein Honig-Picknick mit einem lokalen Imker.

Weitere Termine finden sich auf der Homepage des Begenungszentrums: www.oskar-drewitz.de 

Donnerstag, 19. Juli 2018

Stadt schließt Spendensammelstelle in Drewitz

Die Spendensammelstelle in der Slatan-Dudow-Straße in der Gartenstadt Drewitz wird voraussichtlich zum Ende des laufenden Jahres schließen. Das berichten die Potsdamer Neuesten Nachrichten und berufen sich dabei auf Stadtsprecher Jan Brunzlow.

Mike Schubert (SPD), aktuell OB-Kandidat für Potsdam, bei
der Eröffnung der Spendensammelstelle im November 2016.
Foto: Landeshauptstadt Potsdam

Ein neuer Standort sei noch nicht gefunden worden, es solle aber einen nahtlosen Übergang geben. Der genaue Zeitpunkt dafür stehe noch nicht fest. Es sei möglich, dass die Sammelstelle für kurze Zeit komplett geschlossen werden müsse, um den Umzug und den Transport der Spenden zu bewältigen, sagte Brunzlow den PNN.

Der Grund für die Schließung und den Umzug sei die veränderte Situation in Potsdam: „Das Projekt wurde zum Höhepunkt der Spendenbereitschaft für Geflüchtete eröffnet und diente unter anderem dazu, die Vielzahl von tollen Spenden zu koordinieren“, so Brunzlow. Inzwischen gebe es weitere Angebote freier Träger, „die Stadt muss diese Aufgabe nicht weiter aus eigener Kraft stemmen und womöglich als Konkurrenz zu Sozialträgern gesehen werden“.

Der Artikel und ein Kommentar dazu sind bereits online zugänglich.

Montag, 2. Juli 2018

Potsdamer Polizei startet Aktion gegen Fahrraddiebe

Am heutigen Montag kann man sich vor dem Haupteingang des Potsdamer Hauptbahnhofes von der Polizei sein Fahrrad codieren lassen. Das berichten die Potsdamer Neuesten Nachrichten.

Die Aktion findet dem Zeitungsartikel zufolge zwischen 15 und 18 Uhr statt. Acht Polizisten werden demnach mit einem Info-Mobil vor Ort sein und zusätzlich rund um das Thema Fahrrad beraten. Wer sein Rad codieren lassen möchte, braucht einen Eigentumsnachweis (zum Beispiel die Rechnung), einen Personalausweis und – sofern vorhanden – den ausgestellten Fahrradpass sowie die vorhandene Rahmennummer, schreiben die PNN.

E-Bike-Besitzer müssen ihren Batterieschlüssel mitbringen, da die Batterie vor der Codierung entfernt werden muss. Minderjährige können ihre Fahrräder nur im Beisein der Eltern oder mit deren schriftlicher Einverständniserklärung codieren lassen. Nicht codiert werden Fahrräder mit einem Carbonrahmen.

Bei der Codierung bekommen die Räder eine individuelle Buchstaben- und Zahlenkombination, die helfen kann, das Rad seinem Eigentümer zuzuordnen – zum Beispiel wenn es gestohlen wurde.

Freitag, 22. Juni 2018

Das ist das Programm des 9. Gartenstadtfestes

Die SommerSonnenWende in Drewitz ist in vollem Gange. Das Highlight der drei Tage voller Musik, Tanz und reihhaltigem (Bühnen-)Programm folgt aber noch, und zwar am morgigen Samstag mit dem 9. Gartenstadtfest.

Wir haben für Sie alle Programmpunkte, vorbeikommen lohnt sich für Groß und Klein:

- ca. 14:00: Eröffnung durch den Baubeigeordneten der Landeshauptstadt Potsdam, Bernd Rubelt

- ca. 14:05: Buntes Programm der Grundschule „Am Priesterweg“
- ca. 14:20: Tanzprogramm von der Schule der Künste „InteGrazia“
- ca. 15:15: Sweet Memory Cheerleader
- ca. 15:30: Gardetanz vom TSC POTSblitz e.V.
- ca. 15:50: Kindertheater „Herzstück“ mit dem Clown „Herr Balzer“
- ca. 16:35: Breakdance vom Club 18
- ca. 16:50: Die Worte und Taten des Herrn Konrad
- ca. 17:15: Kinderprogramm mit dem EWP Kinderklub-Maskottchen „Amelie“
- ca. 17:30: Verlosung der Gewinnspielpreise
- ca. 17:55: Klangrausch-Chor
- ca. 18:20: Sweet Memory Cheerleader
- ca. 18:50: Livemusik von STADTRUHE
- ca. 20:00: Rock & Pop mit Leifhaus
- ca. 22:00: Ende

Hinweis: Aufgrund der Vielzahl der Programmpunkte kann es - auch kurzfristig - zu zeitlichen Verzögerungen oder Verschiebungen kommen.

Kostenloses Frühstück für Schüler - auch in der Gartenstadt

Das kostenlose Frühstück für Schüler, deren Eltern auf finanzielle Hilfe angewiesen sind, wird ab August an insgesamt 14 Potsdamer Schulen angeboten. „Ich freue mich sehr, dass uns nicht nur die reine Frühstücksversorgung für die Kinder, sondern auch eine pädagogische Begleitung der Kinder innerhalb des Projektes gelingt. Bis zu 750 Schülerinnen und Schüler profitieren künftig von diesem Angebot“, sagt Noosha Aubel, Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport der Landeshauptstadt Potsdam.

Die Schüler erhalten ein kostenloses Frühstück, das durch den Caterer der Schule bereitgestellt wird. Pädagogisches Personal des Hortes oder der jeweiligen Schule steht als Ansprechpartner für die Schüler zur Verfügung. „Wir möchten, dass die Kinder nicht nur ein Essen erhalten, sondern dabei auch lernen, warum Vollkornbrot gesünder als Weißbrot und ein zuckerfreies Getränk besser als eine Limonade ist. Auch sollen die Schüler Ansprechpartner haben, die sie bei sozialen Fragestellungen
Japanische Schüler besuchten im
vergangenen Jahr die Grundschule in Drewitz.
kompetent unterstützten und mittelfristig auch die Eltern in diesen Prozess einbeziehen“, so Aubel.

Zum Schuljahresbeginn 2017/2018 startete an fünf Potsdamer Grundschulen das städtische Frühstücksprojekt. Dieses Projekt wird nun auf insgesamt 14 Potsdamer Schulen ausgeweitet. Neben zwei weiteren Schulen übernimmt die Landeshauptstadt Potsdam auch die Frühstücksversorgung an den Schulen, die zuvor langjährig durch die Spirellibande des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V. versorgt wurden.

Finanziert wird das Projekt durch die Landeshauptstadt. 375.000 Euro sind dafür im kommenden Jahr im Haushalt eingestellt. „Kein Kind sollte Hunger haben, während die Mitschüler essen, nur weil die Eltern sich kein Essen leisten können oder vergessen haben, ein Frühstück mit in die Schule zu geben. Die Bereitstellung von gesunden Lebensmitteln und die sozialpädagogische Begleitung ist ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung von Kinderarmut“, so die Beigeordnete.

An folgenden Schulen wird das kostenlose Frühstück ab dem Schuljahr 2018/19 angeboten:

- Grundschule im Bornstedter Feld
- Grundschule Hanna von Pestalozza (Groß Glienicke)
- Regenbogenschule Fahrland
- Grundschule am Priesterweg (Drewitz)
- Waldstadt-Grundschule
- Grundschule Am Pappelhain (Am Stern)
- Grundschule Am Humboldtring (Zentrum-Ost)
- Weidenhof-Grundschule (Schlaatz)
- Grundschule im Kirchsteigfeld
- Schule am Nuthetal (Schlaatz)
- Fröbelschule (Waldstadt II)
- Käthe-Kollwitz-Oberschule (Brandenburger Vorstadt)
- Pierre-de-Coubertin-Oberschule (Am Stern)
- Oberschule Theodor Fontane mit Primarstufe (Waldstadt II)

Donnerstag, 21. Juni 2018

SommerSonnenWende beginnt in wenigen Minuten

Zum Vergrößern bitte anklicken
Wochenlang wurde das Programm akribisch zusammengestellt, nun fällt der Vorhang. Die SommerSonnenWende beginnt am heutigen Donnerstag um 18 Uhr. Auch wenn der mittlere Teil, die Sonne, sich in den letzten Stunden etwas zurückgezogen hat, sind alle bereit und "heiß" auf das Großevent an der Wendeschleife.

Das dreitägige und reichhaltige Programm ist im Einzelnen in der Grafik rechts zu sehen.

Mehr Informationen zur "SommerSonnenWende" gibt es unter www.gartenstadtfest.com und der dazugehörigen Facebookseite.

Montag, 18. Juni 2018

Fahrradfreundliches Potsdam: Ausleihrekord für nextbike im April und Mai

Das Fahrradverleihsystem nextbike wird in der Landeshauptstadt unter dem Namen PotsdamRad immer beliebter. In den Monaten April und Mai 2018 wurden neue Ausleihrekorde erreicht. 8000 Ausleihvorgänge im April und mehr als 10 150 im Mai  - so viele wie noch nie seit der Einführung des öffentlichen Verleihsystems im Jahr 2010.

Bereits das Jahr 2017 war mit 51 374 Ausleihen das wachstumsstärkste Jahr seit der Einführung des Fahrradverleihsystems. Gegenüber dem Jahr 2016 konnten die Ausleihzahlen um mehr als 50 Prozent gesteigert werden. Seit April 2018 steht eine weitere PotsdamRad-Station mit sechs Leihrädern am P+R Parkplatz am Campus Jungfernsee und seit Mai eine virtuelle Station am Strandbad Templin zur Verfügung. Virtuelle Stationen sind örtlich fest definierte Standorte ohne Terminal beziehungsweise Fahrradständer, an denen die Räder ausgeliehen und wieder abgegeben werden können.

Foto: www.flickr.com/photos/nextbike-de
Der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, Bernd Rubelt: „Die Nutzerzahlen sprechen für sich. Es zeigt sich, dass Potsdam eine Stadt ist, in der man nachhaltig mobil sein kann. Wir sind fahrradfreundlich und haben ein gutes Straßenbahn- und Busnetz. Mit dem System der Leihfahrräder von nextbike können Potsdamerinnen und Potsdamer, aber auch Gäste der Stadt, das Fahrradfahren und die ÖPNV-Nutzung, sowie Park + Ride-Angebote  flexibel miteinander kombinieren. Es freut mich, dass wir die Zahl von PotsdamRad-Stationen auch in diesem Jahr erweitern können.“

Mit der im April in Betrieb genommenen Station am P+R-Parkplatz Campus Jungfernsee gibt es mittlerweile 33 Stationen (29 feste und vier virtuelle Stationen) in der Landeshauptstadt Potsdam mit mehr als 260 Leihfahrrädern. Erweitert wird das Angebot von nextbike um weitere Fahrräder an den Stationen Rathaus Ferch, Wimmerplatz Geltow, Schloss Caputh, Bahnhof Michendorf, Bahnhof Lienewitz, Bahnhof Wilhelmshorst und Parkplatz Wildenbruch.

Für Stammkunden der Potsdamer Verkehrsbetrieb GmbH (ViP) gibt es seit vielen Jahren ein besonders attraktives Verknüpfungsangebot zum Bus- und Schienennahverkehr: ViP-Abo-Kunden können täglich bis zu zwei Stunden kostenfrei mit den Leihfahrrädern von nextbike fahren. Aufgrund der Flexibilität und ständigen Verfügbarkeit ist das Fahrradverleihsystem eine zusätzliche, komfortable Option, um schnell ans Ziel zu gelangen.

Dienstag, 12. Juni 2018

Der Sommer in der Wendeschleife

Bis zur "SommerSonnenWende" ist es noch ein wenig hin, doch die Wendeschleife bleibt bis dahin nicht still. Das Programm der nächsten Wochen hält für jedermann etwas bereit:

Kosmetik aus dem Garten

Kosmetik- und Drogerieartikel gibt es im Handel in Hülle und Fülle, in allen Farb- und Duftvariationen, die man sich nur vorstellen kann. Doch enthalten diese meist zahlreiche Zusätze, die zwar in den Inhaltsstoffen vermerkt, dem Laien aber oft unbekannt sind. Dabei kann man Zahnpasta, Deostick und Co. ganz einfach selbst herstellen und das aus Produkten, die im heimischen Garten zu finden sind. Wie das geht, zeigt das Team der Wendeschleife am morgigen Mittwoch (13. Juni) ab 15 Uhr.

Trink dich fit!

Der inneren Schönheit widmet man sich dagegen am 20. Juni, ab 16 Uhr. Das oskar-Team stellt an der Wendeschleife zusammen mit allen Interessierten Wasserkefir und Kumbucha her.

Kräuterwanderung

Die heimische Pflanzenwelt kann bei der Kräuterwanderung am 27. Juni um 16 Uhr erforscht werden. Die Teilnehmer erhalten wissenswerte Infos über Kräuter und wie sie verwendet werden können. Treffpunkt ist an der Wendeschleife.

Daneben sucht das oskar-Team noch ehrenamtliche Bastler für die Fahrradselbsthilfewerkstatt auf der Wendeschleife. Dabei werden alle Materialien und ein Lagerort zur Verfügung gestellt. Auch die Vergütung mit einer Ehrenamtspauschale ist möglich. Interessenten können sich unter wendeschleife@oskar-drewitz.de melden.

Montag, 11. Juni 2018

Potsdam macht mit bei „StadtGrün naturnah“

Die Landeshauptstadt Potsdam ist eine von bundesweit 15 Kommunen, die vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ für die Teilnahme am Labeling-Verfahren „StadtGrün naturnah“ ausgewählt wurde. Das Bündnis zeichnet damit kommunales Engagement zur Förderung der biologischen Vielfalt aus. Honoriert werden beispielsweise die Verwendung heimischer Arten bei der Baumpflanzung oder die Anlage von Blühwiesen im innerstädtischen Bereich. Auch die Gartenstadt Drewitz mit ihren Parkanlagen kann hier als Beispiel angeführt werden.

Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, begründet die Teilnahme der Landeshauptstadt Potsdam an dem Verfahren mit folgenden Worten: „Menschen brauchen auch Grünflächen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld, um zufrieden und gesund zu sein. Besonders Kinder können hier ihren Drang nach Entdeckung und Abenteuer ausleben sowie heimische Pflanzen und Tiere beobachten. Eine entscheidende Rolle spielt auch die Sensibilisierung der Stadtbevölkerung für die Belange des Naturschutzes.“

Wohn- und Grünflächenanlagen in Drewitz.
Naturnahe Gestaltungsformen setzten jedoch häufig ein Umdenken nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in der Politik und bei den Bewohnerinnen und Bewohnern voraus, ergänzt Rubelt. Dieses Umdenken wolle die Landeshauptstadt Potsdam mit der Teilnahme am Labeling-Verfahren fördern und begleiten.

„StadtGrün naturnah“ soll hierzu Impulse und Unterstützung bieten: Eine Vor-Ort-Beratung durch das Bündnis und der Austausch mit den weiteren Teilnehmenden helfen bei der Planung und Umsetzung konkreter Maßnahmen. Kostenlose Informationsmaterialien sollen auch die Bürgerinnen und Bürger für mehr Natur in der Stadt begeistern. Das einjährige Labeling-Verfahren startete am 2. Mai. Die umgesetzten und geplanten Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt im innerstädtischen Bereich entscheiden am Ende, ob Potsdam das Label in Bronze, Silber oder Gold erhält. Danach vergibt das Bündnis das Label für jeweils drei Jahre. Anschließend muss es durch eine Rezertifizierung erneuert werden.
Die GEWOBA hat Am Stern kürzlich eine
Wildblumenwiese errichtet. Foto: Mustafa Görkem

Neben der Unterstützung durch die Stadtverordnetenversammlung werden die Aktivitäten der Landeshauptstadt Potsdam im Rahmen der Kampagne „StadtGrün naturnah“ auch durch den Nabu Kreisverband Potsdam e.V. fachlich und pädagogisch begleitet. So ist geplant, Kontakte zu Kindergärten und Schulen zu nutzen und die Kinder und Jugendlichen aktiv bei der Umsetzung der Maßnahmen einzubinden (Gestaltung von Hinweistafeln, Durchführung von Artenschutzmaßnahmen etc.).

Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert. Mehr zum Label „StadtGrün naturnah“ und dem Projektstart gibt es unter www.stadtgruen-naturnah.de.

Freitag, 8. Juni 2018

Gemeinsam FÜR Potsdam: Schnell bewerben noch bis zum 25. Juni!

Nach dem großen Erfolg des Förderwettbewerbs „Gemeinsam FÜR Potsdam“, den die ProPotsdam und Stadtwerke Potsdam im vergangenen Jahr erstmals zusammen ausgeschrieben haben, fiel Mitte Mai der Startschuss für die zweite Auflage des Wettbewerbs. „Insgesamt 13.968 Internet-Nutzer nahmen 2017 an der Abstimmung für die besten Nachbarschaftsprojekte in Potsdam teil. Durch die Kooperation beider städtischer Unternehmen ist es uns gelungen, eine größere Öffentlichkeit zu erreichen“, sagte ProPotsdam-Geschäftsführer Jörn-Michael Westphal bei der Vorstellung der neuen Wettbewerbs-Runde.

Der von beiden städtischen Unternehmen ausgerufene Wettbewerb würdigt das Engagement der zahlreichen ehrenamtlich engagierten Potsdamerinnen und Potsdamer. In diesem Jahr sind wieder alle Vereine in Drewitz, Fahrland, Waldstadt und Co. aufgerufen, ihre Ideen und Projekte, die das nachbarschaftliche und interkulturelle Miteinander fördern, vorzustellen und beim Wettbewerb einzureichen.

Das Preisgeld ist von 30.000 auf 60.000 Euro verdoppelt worden. Um die Fördermöglichkeiten für viele Vereine zu verbessern, wird der Wettbewerb außerdem in vier Kategorien unterteilt: Sport und Freizeit, Kultur und Kunst, Umwelt und Naturschutz, Nachbarschaft und Soziales. In jeder Kategorie werden sieben Projekte ausgezeichnet. Jede Kategorie ist mit 15.000 Euro dotiert.

„Mit der neuen Regelung werden wir in diesem Jahr vier Erstplatzierte haben und erreichen, dass noch mehr Vereine und Initiativen Spendengelder für ihre Projekte erhalten“, sagt Sophia Eltrop, Geschäftsführerin der Stadtwerke Potsdam GmbH.

Die Bewerbungsphase für den Förderwettbewerb läuft noch bis zum 25. Juni 2018. Beworben haben sich bislang acht Vereine. In den nächsten Tagen dürften viele weitere hinzukommen. Die Online-Abstimmung findet vom 30. Juni bis zum 16. September 2018 statt. Bewerben können sich eingetragene Vereine, gemeinnützige GmbHs, Stiftungen und sonstige Organisationen mit nachgewiesener Gemeinnützigkeit und mit Sitz in der Landeshauptstadt Potsdam, die ihre Spendengelder in Potsdam verwenden. Die Bewerbung erfolgt online über die Internetseite www.gemeinsam-fuer-potsdam.de.

Um die Wahl transparent zu gestalten, entscheiden die Internetnutzer per Online-Abstimmung, ob ein Projekt gefördert wird. Das bedeutet, dass die Vereine für sich werben können, um möglichst viele Stimmen für ihr Projekt zu genieren. ProPotsdam und Stadtwerke Potsdam stellen jedem Teilnehmer für die Bewerbung seines Projektes 1.000 Flyer zur Verfügung.

Alle Informationen zum Förderwettbewerb sind auf der Internetseite www.gemeinsam-fuer-potsdam.de zu finden.

Donnerstag, 7. Juni 2018

Die großen Herausforderungen stehen uns noch bevor

Die Landeshauptstadt Potsdam ist eine von bundesweit 41 Kommunen und Kreisen, die sich im Rahmen der Exzellenz-Initiative „Masterplan 100% Klimaschutz 2050“ der Nationalen Klimaschutzinitiative verschrieben haben. Ziel ist es, bis 2050 den Endenergiebedarf zu halbieren und CO2-Neutralität zu erlangen.

Geht es um Klimaschutz in Potsdam, führt an der Gartenstadt oft kein Weg vorbei. So war es auch im Gespräch zwischen Dr. Fritz Reußwig, Wissenschaftler am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, und dem Geschäftsführer der ProPotsdam GmbH, Jörn-Michael Westphal. Wir veröffentlichen an dieser Stelle einen Ausschnitt aus dem Gespräch, das in der aktuellen Ausgabe (06/2018) der ProPotsdam-Mieterzeitung „Wohnen in Potsdam“ erschienen ist.

Wohnen in Potsdam: Wenn es um Quartierskonzepte geht, wird die Gartenstadt Drewitz immer als Beispiel genannt. Was ist da das Besondere?
Dr. Fritz Reußwig (l.) im Gespräch mit Jörn-Michael Westphal.
Foto: Jessica Beulshausen



Dr. Fritz Reußwig: In Drewitz haben wir eine gute energetische Bilanz im Zusammenspiel der Komponenten Gebäudesanierung, Energieerzeugung, Freiraum, Städtebau und Verkehr erzielt. Und genau das brauchen wir auch in anderen Quartieren. Übrigens auch in noch entstehenden Wohnorten wie Krampnitz.

Jörn-Michael Westphal: In Krampnitz werden wir die Bewohner von Anfang an CO2-neutral mit Wärme versorgen können. Das werden wir dann weiter entwickeln, indem wir fossilfreie Energie erzeugen werden, also auch ohne den Einsatz von Erdgas. Das ist eine sehr fortschrittliche Lösung, die wir in enger Kooperation mit den Stadtwerken und der Stadtverwaltung erarbeiten und umsetzen werden. Solche Pilotprojekte sind sehr wichtig, um sich das Knowhow zu erarbeiten, das wir dann beispielsweise bei der Umgestaltung von anderen Wohngebieten, zum Beispiel des Schlaatzes brauchen werden.

Das gesamte Interview können Sie hier lesen.

Freitag, 1. Juni 2018

Bürgervertretung nimmt Fragen und Anliegen der Drewitzer entgegen

Die Bürgervertretung Drewitz nimmt sich am Mittwoch, den 6. Juni 2018, wieder Zeit für Sie und ist persönlich vor Ort. Zwischen 18 und 20 Uhr können die Drewitzer im Havel-Nuthe-Center ihre Fragen und Anliegen einbringen.

Als Bindeglied zwischen der Stadtverwaltung, den Wohnungsbaugesellschaften und den Anwohnern in Drewitz ist es das Ziel der Bürgervertretung, eine schnelle und unbürokratische Kommunikation zwischen allen Seiten zu ermöglichen.

Jeden 1. Mittwoch im Monat zwischen 18 und 20 Uhr ist die Bürgervertretung im HNC für Ihre Anliegen da oder gerne auch per E-Mail unter kontakt@buergervertretung-drewitz.de.

Donnerstag, 31. Mai 2018

PWG 1956 informiert über Maßnahmen im Quartier 8

Die im vergangenen Jahr begonnenen Sanierungsmaßnahmen im Wohnblock "Quartier 8" gehen trotz einiger Verzögerungen voran.

Da der Wohnblock aus insgesamt 270 Wohnungen besteht, wovon sich 170 im Eigentum der ProPotsdam, 70 der Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“ Potsdam eG und 30 der Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 eG befinden, ist die Umsetzung aller geplanten Arbeiten vor allem eine logistische Herausforderung.

Ein Blick auf das Quartier 8 aus dem Konrad-Wolf-Park.
Foto: Carolin Brüstel

Die PWG 1956 vermeldet in ihrem aktuellen Magazin, dass die Instandsetzung und Modernisierung der 30 ihr gehörenden Wohnungen in der Konrad-Wolf-Allee 2-6 abgeschlossen sei. Der mehrmonatige Bauverzug wird abgesehen von den Eigentumsverhältnissen mit "bei großen Instandsetzungen ohnehin bestehenden Schwierigkeiten, die im bewohnten Zustand realisiert werden", begründet. Die komplizierte Ausgangslage sei noch zusätzlich erschwert worden durch technische Aspekte und veränderte Wettbewerbsbedingungen.

Die Wiederherstellung eines Teils des Wohnumfeldes werde daher frühestens im vierten Quartal des Jahres abgeschlossen sein, heißt es weiter in dem Magazinsbeitrag.
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Mittwoch, 30. Mai 2018

SommerSonnenWende in der Gartenstadt: Drei Tage, drei Highlights

Dass man an der Wendeschleife in der Gartenstadt Drewitz ordentlich feiern kann, hat das Festival Rock am Löschteich bereits drei Mal bewiesen. Nun wollen auch die Veranstalter der Drewitzer Ausgabe der Fête de la Musique sowie des Gartenstadtfestes den besonderen, vor allem grünen Flair des Ortes nutzen und laden im Rahmen der ersten „SommerSonnenWende in Drewitz“ vom 21. bis 23. Juni zu gleich drei Veranstaltungen ein.

Die europaweite Fête de la Musique wird am 21. Juni natürlich auch in Drewitz gefeiert. Auf der Bühne werden ab 18 Uhr die Catchy Tunez ein paar Ohrwürmer zum Besten geben, gefolgt von der Rockband G.O.L.D., die ab 19.30 Uhr zu sehen und hören sein wird. Ab 21 Uhr wird dann geprüft, wie viele Musiker auf die Bühne passen. Behilflich ist dabei die Max Demian Band.

Das „Krötenkonzert“ am 22. Juni widmet sich dann den ganz kleinen Musikliebhabern. Am Nachmittag können dann „die Großen“ ab 15 Uhr beim „Tanztee im Grünen“ mit DJ Uwe eine flotte Sohle auf das Parkett beziehungsweise den Rasen legen.

Am Samstag, den 23. Juni, versammeln sich dann schließlich zahlreiche lokale Akteure und Künstler an der Wendeschleife, um gemeinsam mit allen Drewitzern und Besuchern der Gartenstadt das 9. Gartenstadtfest zu feiern. Auf der Bühne sorgt Clown Balzer dafür, dass garantiert kein Auge trocken bleibt. Die Breakdancer des Club 18 und die Sweet Memory Cheerleader zeigen dagegen spektakuläre Moves und Pyramiden. Abseits der Bühne laden die Arche, der Verkehrsclub Deutschland, die Mieterberatung Drewitz, die Kammerakademie Potsdam, die Stadtteilschule Drewitz und viele andere Akteure an Info- und Aktionsständen zum Verweilen und Mitmachen ein.

Mehr Informationen zur „SommerSonnenWende“ gibt es unter www.gartenstadtfest.com und www.facebook.com/DrewitzerSommersonnenwende.

Donnerstag, 24. Mai 2018

Schutzmaßnahmen im Konrad-Wolf-Park: Rosenblattwespe bedroht erneut Rosenbestand

Wie bereits im vergangenen Jahr ist es in den prägenden Rosenkulturen des Konrad-Wolf-Parks zu einem dramatischen Befall mit den Larven der Rosenblattwespe (Caliora aethiops) gekommen. Viele Pflanzen des 6.000 Exemplare umfassenden Bestandes sind bereits betroffen, die Tendenz ist stark steigend. Um den fortschreitenden Befall einzudämmen und einen Totalverlust des Rosenbestandes zu vermeiden, ist daher geplant, die betroffenen Rosen am heutigen Donnerstag und morgen mit dem Pflanzenschutzmittel NeemAzal -T/S behandeln zu lassen.

Das Pflanzenschutzmittel ist speziell zur Bekämpfung freilebender saugender und beißender Schadinsekten und Milben entwickelt worden. Neben dem naturbelassenen Inhaltsstoff des tropischen Neembaumes enthält das durch das Bundesamt für Verbraucherschutz zugelassene Pflanzenschutzmittel im Wesentlichen Pflanzenöle und Tenside auf der Basis nachwachsender Rohstoffe. NeemAzal -T/S ist zugelassen für den ökologischen Anbau, nicht bienengefährlich, schonend für die meisten Nützlinge und ist nicht mit Wasserschutzauflagen belegt.

Der Rosenbestand in der Gartenstadt wird derzeit durch Larven
der Rosenblattwespe bedroht. Foto Landeshauptstadt Potsdam
Die biologisch aktiven Substanzen des Neemöls, insbesondere das Azadirachtin A, wirken inaktivierend, fraß- und häutungshemmend sowie fruchtbarkeitsmindernd auf die Schadinsekten. Die Wirkstoffe des Neemöls dringen in die besprühten Blätter ein und werden nicht nur unmittelbar im Blatt verteilt sondern auch über die Leitungsbahnen innerhalb der Pflanze transportiert. Sie wirken in der Folge bereits innerhalb weniger Stunden inaktivierend auf die Schädlinge. Sie stellen ihre Nahrungsaufnahme und damit auch ihre pflanzenschädigenden Aktivitäten ein. Nach einigen Tagen können sie sich nicht mehr entwickeln und vermehren.

Die Larven der Rosenblattwespe richten in den Jahren, in denen sie in Erscheinung treten, beträchtliche Schäden an Gartenrosen an. Es gibt nur Weibchen, die sich in Form einer eingeschlechtlichen Fortpflanzung vermehren. Sie fliegen zweimal im Jahresverlauf, zum ersten Mal im Mai oder Juni. Die darauffolgende Generation fliegt dann bereits wieder ab Juli.

Der Bereich Grünflächen ist zuversichtlich, dass die Rosen nach der Behandlung relativ schnell neu austreiben und nach und nach ihre natürliche Schönheit wieder erreichen werden – so wie nach dem Befall im vergangenen Jahr und der Behandlung mit dem gleichen Mittel.

Dienstag, 1. Mai 2018

Grünes Kreuz: Durchfahrtsverbot ab Ernst-Busch-Platz wird geprüft

Am Freitag, den 20. April, fand in der Gartenstadt Drewitz ein Baustellenrapport statt. In einem vergangene Woche veröffentlichten Artikel stellten wir einige der Probleme und Vorschläge dar, die bei der Begehung thematisiert wurden. Im Folgenden nun weitere Aspekte, die an jenem Freitag zur Sprache kamen:

Beschädigung / Zerstörung der Grünanlagen durch Baumaßnahmen
Die Bürgervertretung wies auf Grünanlagen hin, die durch Baumaßnahmen rund um die Fritz-Murnau-Straße beschädigt worden sind. Zudem scheinen einzelne Büsche nicht fachgerecht beschnitten worden zu sein.

Beschädigte Gehwege
Die Bürgervertretung verwies zudem auf durch Baumwurzeln beschädigte Gehwegplatten. Hier ist eine Prüfung zur Beseitigung vorgesehen.

Grünes Kreuz
In der Wolfgang-Staudte-Straße fehlen die Poller im Bereich des Grünes Kreuzes, die eigentlich eine Durchfahrung verhindern sollen. Diese sollen wieder eingesetzt werden.

Eine Kennzeichnung der Wendemöglichkeit in der Wolfgang-Staudte-Straße vor dem Grünen Kreuz als Sperrfläche ist nicht vorgesehen.

Das Grüne Kreuz in Drewitz nimmt
Konturen an. Foto: Sandra Ohst
Die Bürgervertretung berichtete anhand von Fotos, dass im Zuge von Sanierungen und auch durch Umzüge LKWs unerlaubt im Grünen Kreuz parken. Die Poller zur Verhinderung der Befahrung scheinen widerrechtlich geöffnet worden zu sein. Es soll ein Durchfahrtsverbot ab dem Ernst-Busch-Platz geprüft werden.

Im Mai soll mit der Fertigstellung des Teilbereichs des Grünen Kreuzes zwischen den Häusern der ProPotsdam begonnen werden.

Café
Das Grundstück wurde bereits entsprechend abgesteckt, der Bauantrag ist eingereicht. „Wenn alles nach Plan verläuft, können wir Ende des Jahres Eröffnung feiern“, hatte Jörg Schröder, Geschäftsführer der DRK Behindertenwerkstätten Potsdam gGmbH, im Februar verkündet.

Bänke
Der Zustand der Bänke im Konrad-Wolf-Park ist noch einmal zu überprüfen. Vor Ort waren Verschleißerscheinungen deutlich sichtbar, die Bänke hängen zum Teil durch.

Montag, 30. April 2018

Fahrradwerkstatt und Pflanzenmarkt: Der Mai in der Wendeschleife

Anfang April feierte die Wendeschleife Saisoneröffnung, und auch im Mai wird das oskar. DAS BEGEGNUNGSZENTRUM IN DER GARTENSTADT DREWITZ die Grünfläche an der Ecke Konrad-Wolf-Allee/Slatan-Dudow-Straße für vielfältige Angebote nutzen, die sich die Drewitzer und benachbarte Potsdamer vormerken sollten.

Für den 5. Mai ist ein Pflanzentauschmarkt geplant. Zwischen 14 und 17 Uhr können Blumenfans hier ihre (alten) Lieblinge präsentieren und untereinander tauschen oder abgeben. Damit das Fachsimpeln über Blumen und Blätter leichter fällt, gibt es auch Kaffee und Kuchen.

Zwei Wochen später findet am 19. Mai ein Flohmarkt statt. Wer jetzt Platz schaffen möchte für die Sommergarderobe, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, denn ein Stand ist - genauso wie beim Planzentauschmarkt - kostenlos, muss jedoch angemeldet werden unter Tel.: 0331 / 2019704. Auch Tisch und Decke sind mitzubringen.

Für Fahrradfreunde wurde in diesen Tagen zudem eine dauerhafte Fahrradwerkstatt eingerichtet. Wer also mal einen Platten hat oder vor einem Wochenendausflug die Bremsen justieren oder die Kette reinigen möchte, sollte mal an der Wendeschleife vorbeischauen. Über weitere Aktionen und Veranstaltungen können sich Interessierte an der Infotafel auf der Wendeschleife informieren.

Freitag, 27. April 2018

Parken vor den Kitas: Vorabinfo soll für Entlastung sorgen

Am Freitag, den 20. April, fand in der Gartenstadt Drewitz ein Baustellenrapport statt. Folgende Probleme und Vorschläge wurden bei der Begehung besprochen:

Erneuerung der Fahrbahn und des Fußgängerweges Fritz-Lang-Straße

Foto: Sandra Ohst
Die Fertigstellung des Fußgängerweges vor dem Havel-Nuthe-Center verzögert sich aufgrund von Lieferproblemen bei der Pflasterfirma. „Hier ist, analog zum anschließenden Gehwegbelag im Wohngebiet, ein Betonpflaster vorgesehen, das derzeit leider nicht vorrätig ist und in der geringen benötigten Menge nicht extra produziert wird“, erklärte Stadtsprecher Stefan Schulz jüngst gegenüber der MAZ. Die Landeshauptstadt ist demnach bereits auf der Suche nach einer anderen Firma.

Der Straßenabschnitt mit dem „liegenden Polizisten“, einer Bremsschwelle durch Aufpflasterung, ist hingegen wieder geöffnet. Durch die noch ausstehende Fertigstellung des Gehweges wird es noch einmal zu einer – teilweisen – Sperrung der Fritz-Lang-Straße in diesem Bereich kommen.

Erneuerung Radweg in Richtung Stern
Die Anfang April begonnene Erneuerung des Radweges in Richtung Gaußstraße konnte dank der durchgehend guten Witterungsverhältnisse planmäßig fertiggestellt werden. Es sind noch Poller geplant, die Autos an der Durchfahrt hindern sollen. Zudem sollen die zuvor dort befindlichen Info-Tafel wieder aufgestellt werden.

Parken
Das Parken vor den Kitas ist nach wie vor ein Problem. Bei der Prüfung vor Ort ergab sich folgendes Bild:
  • Schillergymnasium / Kita Sportakus: Die auf maximal zwei Stunden beschränkte Parkdauer vor der Schule und Kita wird von Fahrzeugen mit Tagesparkkarten belegt. Die Parkplätze sind nicht für die Tagesparkkarten gedacht. Die Tagesparkkarten-Inhaber sind auf die Wohngebietsstellplätze zu verweisen. Eine entsprechende Anpassung der Schilder und Info der Schule ist notwendig.

  • Kita Storchennest: Auch vor die Kita Storchennest erweist sich die bisherige Parkregelung als nicht geeignet. Die Parkdauer soll in der Zeit von 6 bis 20 Uhr auf 30 Minuten begrenzt werden, entlang der Wolfgang-Staudte-Straße auf den öffentlichen Stellplätzen soll sie zwei Stunden betragen. Selbiges gilt für den Ernst-Busch-Platz.
Alle waren sich einig, dass das Ordnungsamt auf den städtischen Flächen stärker kontrollieren muss.

Bei größeren Veranstaltungen, wie einem Tag der Offenen Tür, ist die ProPotsdam Facility Management GmbH vorab zu informieren – ggf. ist dann ein Aussetzen der Kontrollen auf den Wohngebietsstellplätzen für den Zeitraum der Veranstaltung möglich.