Freitag, 12. Oktober 2018

Stichwahl am Sonntag: Wo kann man in Drewitz wählen?

Am Sonntag, den 14. Oktober, wählen die Potsdamerinnen und Potsdamer für die nächsten acht Jahre ihre neue Oberbürgermeisterin oder ihren neuen Oberbürgermeister. Bei der Stichwahl treten Martina Trauth für Die Linke und Mike Schubert für die SPD an. Mike Schubert hat den ersten Wahlgang mit 32,2 Prozent der Stimmen vor Martina Trauth (19,1 Prozent) gewonnen (hier lesen Sie, wie in Drewitz abgestimmt wurde).

In der Gartenstadt kann man unter anderem in der Stadtteilschule in der Oskar-Meßter-Straße oder im Katharinenhof an der Hans-Albers-Straße von seinem demokratischen Mitbestimmungsrecht Gebrauch machen. Weitere Wahllokale sind hier abgebildet: >>> https://lhp.maps.arcgis.com/apps/webappviewer/index.html?id=010f89b8485e4702b8e7b817510464dd.

Dort können Sie einfach Ihre Adresse eingeben, dann erscheint Ihr Wahllokal. Dieses finden Sie aber auch ganz einfach in Ihrer Wahlbenachrichtigung. Sollten Sie sie nicht mehr auffinden können, dürfen Sie trotzdem wählen. Gehen Sie einfach ins Wahllokal Ihres Wohnortes, wo Sie sich ausweisen müssen. Anhand des Ausweises und dem Wählerverzeichnis im Wahllokal erhalten Sie dort einen Stimmzettel. Die 131 Wahllokale in Potsdam werden am Sonntag von 8 bis 18 uhr geöffnet haben.

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs, der nach 16 Jahren Amtszeit, die am 27. November 2018 endet, nicht erneut antritt, ruft alle Wahlberechtigten auf, wählen zu gehen: „Mit Ihrer Stimme haben Sie die Möglichkeit zu entscheiden, wie es weitergeht in Potsdam. Wählen ist ein wichtiges demokratisches Recht, für das viele Menschen in den vergangenen 150 Jahren gekämpft haben. Wer wählt, zeigt auch: Ich finde Demokratie und Freiheit gut. Gerade in diesen aufgewühlten Zeiten ist es aus meiner Sicht wichtig, Haltung zu zeigen. Haltung für unser demokratisches Gemeinsam. Haltung heißt damit: Stimmen Sie ab!“.

Weitere Infos zur Wahl lesen Sie hier.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Jahrestagung in der Gartenstadt: „Wie können überforderte Nachbarschaften vermieden werden?“

Quartiere in den Wohngebieten, für deren Belange sich das „Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V.“ einsetzt, sind nicht die Ursache sozialer Konflikte, können aber zu Austragungsorten von Konflikten werden. Die Jahrestagung des Vereins mit dem Thema „Integrationsfähigkeit von Quartieren – wie können überforderte Nachbarschaften vermieden werden?“ findet am morgigen Donnerstag in den Räumlichkeiten des oskar., dem Begegnungszentrum in der Gartenstadt Drewitz, statt. Gastgeber ist die GEWOBA Potsdam, die Mitglied im in Berlin ansässigen Kompetenzzentrum ist.

Auf Basis der Praxisberichte aus der neu gegründeten AG Soziales des Kompetenzzentrums und der Ergebnisse der Untersuchung des Wissenschaftszentrums Berlin zur sozialen Segregation in deutschen Städten soll darüber diskutiert werden, was getan werden muss, um den im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien formulierten politischen Anspruch mit Leben zu erfüllen. Auf Seite 103 des Vertrags heißt es nämlich: "Wir sind uns darüber einig, dass die Integrationsfähigkeit unserer Gesellschaft nicht überfordert werden darf. Integrationsfähigkeit bemisst sich dabei nicht nur daran, wie die Aufnahme und Integration zugewanderter Menschen in die Gesellschaft gelingt, vielmehr beinhaltet sie auch unseren Anspruch, die Lebensbedingungen der hier lebenden Menschen gerade angesichts der zu bewältigenden Zuwanderung zu berücksichtigen (z. B. Versorgung mit Kita-Plätzen, Schulen, Wohnungen)."

Zudem ist im Rahmen der Veranstaltung, die um 10 Uhr beginnt und bis ca. 16 Uhr andauert, eine Rundfahrt durch die Potsdamer Siedlungen Waldstadt, Schlaatz, Am Stern, Kirchsteigfeld und Drewitz geplant.

Für den Programmteil ab 13 Uhr sind noch Anmeldungen möglich (hier geht es zum Programm und zum Anmeldeformular >>> http://www.gross-siedlungen.de/de/media/pdf/4104.pdf).

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Vegan brunchen in Drewitz

Wer am 13. Oktober in der Gartenstadt unterwegs ist, nichts loswerden und auch nichts tauschen, sondern nur etwas zu sich nehmen möchte, ist beim veganen Mitbring-Brunch genau richtig.

Denn während draußen beim 'TauschRausch' ordentlich verhandelt und gefeilscht wird, kann drinnen im oskar. in aller Seelenruhe gefrühstückt werden. Hier können Sie sich durchprobieren und Ihre eigene vegane Kreation präsentieren. Kaffee, Tee, Milchalternativen und Brötchen sind schon da.

Los geht es in der Oskar-Meßter-Straße 4-6 ab 10 Uhr. Wer mag, kann natürlich auch beide Highlights miteinander kombinieren.

Stadtteilschule öffnet ihre Türen

Die Grundschule Am Priesterweg in der Gartenstadt Drewitz lädt zum Tag der offenen Tür ein.

Am 13. Oktober sind Anwohner mit ihrem Nachwuchs, der im kommenden Sommer vor der Einschulung steht, eingeladen, sich selbst ein Bild zu machen und die Schule sowie ihr Team mal aus nächster Nähe kennenzulernen. Natürlich steht die Schule an diesem Tag aber auch allen anderen Interessierten offen.

Besucht werden kann die Schule an jenem Samstag zwischen 13 und 15 Uhr. Die Anschrift lautet Oskar-Meßter-Straße 4-6 in 14480 Potsdam-Drewitz.

Weitere Termine anderer Schulen in Potsdam finden Sie hier:
https://www.potsdam.de/event/tag-der-offenen-tuer-potsdamer-schulen.


Dienstag, 2. Oktober 2018

TauschRausch an der Wendeschleife!

Ihr habt viele Sachen in der Wohnung stehen, die ihr ewig nicht mehr benutzt habt? Dann raus mit dem alten Kram - macht Platz für neue Schätze! 

An der Wendeschleife in der Gartenstadt könnt ihr am 13. Oktober zwischen 10 und 14 Uhr tauschen was das Zeug hält - oder gegen eine Spende alte Sachen erwerben. Ob Kleidung, Pflanzen oder Deko... alles, was man noch anziehen oder nutzen kann, findet bei "TauschRausch" ein neues Zuhause und eine/n neue/n Besitzer/in. 


Der Aufbau erfolgt ab 9 Uhr. Der Stand ist kostenlos, Tische sind jedoch selbst mitzubringen.

Freitag, 28. September 2018

Monatsprogramm von oskar. und Wendeschleife erschienen

Der Oktober im Begegnungszentrum oskar. und an der Wendeschleife hält wieder einige Highlights für die Bewohner von Drewitz und ihre Nachbarn aus den anderen Stadtteilen Potsdams bereit.

Unter anderem stehen ein Ausflug ins historische und moderne Berlin, ein Tag der offenen Tür, der "TauschRausch" und das Kürbisfest an.

Zum Vergrößern anklicken.
Mehr dazu in den kommenden Wochen hier auf dem Gartenstadt-Blog.

Veränderung im Havel-Nuthe-Center geplant

Das Havel-Nuthe-Center in der Gartenstadt Drewitz ist eine wichtige Adresse des lokalen Gewerbes. Die Bewohner des Stadtteils gehen dort insbesondere hin, um ihre täglichen Einkäufe zu erledigen, Medikamente abzuholen, Blumen zu kaufen oder ihre Post abzuschicken.

Wie nun bekannt wurde, plant der im HNC ansässige "Norma", seine Verkaufsfläche zu erweitern. Wann dies jedoch geschehen wird, ist zur Zeit unklar. Die Gewerbefläche neben dem Supermarkt steht seit geraumer Zeit leer. Dort soll zudem ein weiteres Geschäft eröffnen.

Das HNC befindet sich in der Konrad-Wolf-Allee 1-3 (Haltestelle Hans-Albers-Straße).

Mittwoch, 26. September 2018

So hat Drewitz gewählt

Eine Wahl bringt im Nachgang stets unterschiedlichste Statistiken und Zahlen hervor. Mike Schubert (SPD) und Martina Trauth (parteilos für die Linke) haben es bei der Oberbürgermeister-Wahl in die Stichwahl geschafft. Wer sich am Ende durchsetzt, darüber wird am 14. Oktober entschieden.

Wie aber haben die Menschen in der Gartenstadt Drewitz gewählt?

Mike Schubert erhielt in der Gartenstadt 31,6 % der Stimmen, Martina Trauth 22,3, Dennis Hohloch (AfD) 19,5, Götz Friederich (CDU) 15,5, Lutz Boede (Die Andere) 7,2 und Janny Armbruster 3,9 %.

Die Wahlbeteiligung lag - ohne Berücksichtigung der Briefwahl - bei 30 Prozent und damit unter dem Gesamtschnitt.

Weitere Statistiken zur Wahl und den einzelnen Stadtteilen finden Sie unter: https://www.potsdam.de/sites/default/files/documents/bericht_23_09_2018_0.pdf. 

So sieht übrigens das vorläufige Gesamtergebnis aus:

Dienstag, 25. September 2018

"Maerker" wird gut genutzt - auch in Drewitz

Seit 2010 haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, der Verwaltung über das Portal "Maerker" Hinweise zu geben, wenn ihrer Meinung nach etwas falsch läuft in der Stadt. Vor wenigen Tagen wurde die statistische Auswertung des Portals für das Jahr 2017 vorgestellt. Demnach machen immer mehr Menschen davon Gebrauch.

Das Maerker-Portal habe sich seit der Einführung in Potsdam zu einem wichtigen Instrument der bürgernahen Verwaltung entwickelt, erklärte Maerker-Redakteurin Fanni Schmidt zur Bedeutung des Hinweis-Portals. "Die weiter steigenden Nutzerzahlen zeigen das Interesse der Öffentlichkeit am Geschehen im öffentlichen Raum. Wir sind sehr dankbar für die vielen wichtigen Meldungen aus der Einwohnerschaft."
Maerker-Redakteurin Fanni Schmidt vor dem Potsdamer Rathaus.
Foto:
Landeshauptstadt Potsdam, Frank Daenzer

Mittlerweile ist es die dritte Auswertung des Portals. Im Vergleich zu den Vorjahren 2015 und 2016 ist erkennbar, dass die Nutzung des Online-Portals weiter gestiegen ist – von 1065 Hinweisen im Jahr 2015 auf 2214 Hinweise im Jahr 2017. Im monatlichen Durchschnitt sind das 185 Meldungen im Jahr 2017, die von der Einwohnerschaft an die Verwaltung herangetragen wurden. Immer häufiger wird neben dem Online-Portal auch die Maerker-App genutzt.

Wie bereits in vergangenen Jahren sind im Jahr 2017 die meisten Hinweise zu Infrastrukturproblemen im öffentlichen Raum zum Themenfeld "Straßen und Wege" eingegangen. In diesen insgesamt 856 Hinweisen wird die Verwaltung unter anderem auf den schlechten Zustand von Straßen, falschparkende Autos, schlechte Verkehrsführung, Geschwindigkeitsüberschreitungen oder auch defekte Ampelanlagen aufmerksam gemacht.

Mehr als 150 Hinweise aus der Gartenstadt

Ein weiterer größerer Anstieg ist in der Maerker-Kategorie "Abfall/Müll" zu verzeichnen. 580 Hinweise wurden zu dieser Kategorie 2017 eingebracht. Schmidt: "Im Vergleich zu den Jahren 2015 und 2016 sind in der Kategorie Abfall und Müll insbesondere vermehrt Hinweise zu illegalen Müllablagerungen eingegangen. Davon betroffen sind leider auch die öffentlichen Grünflächen." Sie hat in der Einwohnerschaft eine verstärkte Sensibilisierung für das Thema Müll und Sauberkeit in der Stadt festgestellt. "Der Wunsch vieler Einwohnerinnen und Einwohner steigt, dass das Stadtbild von allen hier lebenden und handelnden Akteuren sauber gehalten wird."

Unterschiedlich ist das Interesse von Stadtteil zu Stadtteil. Mit jeweils mehr als 150 Hinweisen waren die nördliche Innenstadt, Bornstedt und die Wohngebiete Am Stern und Drewitz vertreten, es folgen Babelsberg und die Brandenburger Vorstadt. Vor allem aus dem schnell wachsenden Bomstedt seien auch mehr Beschwerden gekommen, hieß es. 

Zugleich betont die Redakteurin, dass die Auswertung kein repräsentatives Meinungsbild der Stadt abbilde und die steigenden Hinweise nicht automatisch den Schluss auf ein tatsächlich gestiegenes gesamtstädtisches Aufkommen von Müllansammlungen zulassee. Das Portal diene als geeignetes Instrument, um aktuelle alltäglich bewegende Themen in der Stadt festzustellen. Die Art und Anzahl der Hinweise zu bestimmten Themen seien jedoch vom Nutzungsverhalten abhängig.

Weitere Informationen und die gesamte Auswertung des Maerkers von 2017 finden Sie unter www.potsdam.de/maerker. Sie wolllen einen Hinweis geben? Dann können Sie das hier tun.

Freitag, 21. September 2018

So berichteten die Medien über den Besuch der Bundesjustizministerin in Drewitz

Einen Tag vor dem heutigen Wohngipfel im Bundeskanzleramt besuchte die Bundesjustizministerin Katarina Barley die Gartenstadt Drewitz. Eingeladen hatte sie der Arbeitskreis Stadtspuren. Der Besuch wurde aufmerksam von den Medien verfolgt.

So sendete der rbb gestern in „Brandenburg aktuell“ einen Bericht über den Besuch: https://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/archiv/20180920_1930/Berlin-Brandenburg-Nachrichten1.html. Drewitz wurde darin als „gelungenes Mieteinander verschiedener Mietparteien“ bezeichnet.

Potsdam TV berichtete ebenfalls darüber: https://www.potsdam.tv/mediathek/30925/Erst_Tristesse_jetzt_gruener_Wohnbezirk.html. In dem Beitrag kommt die Ministerin zur Wort und spricht von „einem langen Atem“, den die verschiedenen Parteien in einem einst tristen und heute attraktiven Stadtteil bewiesen hätten.

Weitere Meldungen liefen bereits am Mittwoch und am Donnerstag auf Antenne Brandenburg, jeweils mit kurzen Interviews mit Beteiligten.

Den gestrigen Besuch vermelden auch die PNN. Bei dem Besuch sei es vor allem um die Frage gegangen, wie trotz kostenintensiver Sanierung von Gebäuden der Mietpreis sozialverträglich gesichert werden könne.

Die Bundesjustizministerin äußerte sich selbst auch über twitter zu ihrem Besuch: Sie nannte die Gartenstadt Drewitz ein „beeindruckendes Beispiel für sozialverträgliche Sanierung.“

Donnerstag, 20. September 2018

Bundesministerin Barley besucht Gartenstadt Drewitz

Katarina Barley, Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, besuchte am heutigen Donnerstag die Gartenstadt Drewitz in Potsdam. Gastgeber war der Arbeitskreis StadtSpuren, dessen Mitgliedsunternehmen ihre Modernisierungsprojekte im Stadtteil vorstellten. Inhaltliche Schwerpunkte des Besuches waren die sozialverträgliche Gestaltung der Mieten nach der Sanierung von Wohngebäuden und die soziale Absicherung im Zusammenhang mit der energetischen Sanierung des Stadtteils.

85 bis 100% der Mieter bleiben nach der Sanierung

Die Bundesjustizministerin Katarina Barley wurde heute von Vertretern des Arbeitskreises StadtSpuren in der Gartenstadt Drewitz empfangen. Bei einem Rundgang durch den Stadtteil präsentierte der Arbeitskreis der Ministerin das von der sozialen Wohnungswirtschaft erarbeitete Gartenstadtkonzept zum energetischen Umbau des Stadtteils sowie die bereits erreichten Ergebnisse. Dabei gingen die Geschäftsführer und Vorstände der ProPotsdam, der Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“ Potsdam, der Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 und der Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft auf ihre selbstständig und gemeinsam durchgeführten Modernisierungsprojekte ein. Im Fokus der Gespräche und Erläuterungen stand die sozialverträgliche Gestaltung der Mieten, die nach Abschluss der Maßnahmen im Durchschnitt bei 6 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche liegen. Die Bundesministerin erkundigte sich nach Details der Mietpreisgestaltung, der Kommunikation mit den Mietern und deren Betreuung vor sowie während der Baumaßnahmen. Die Vertreter der sozialen Wohnungswirtschaft, die etwa zwei Drittel der Wohnungen in Drewitz bewirtschaften, bemerkten dabei, dass nach der Sanierung eines Gebäudes 85 bis 100 Prozent der Mieter in ihrer Wohnung bleiben oder wieder einziehen würden.

Die Vertreter des Arbeitskreises StadtSpuren stellten neben ihren eigenen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen weitere Projekte vor, die die soziale Qualität in Drewitz zum Positiven verändern. So stellten sie das neue Ärztehaus der ProPotsdam in der Konrad-Wolf-Allee und den von vier Eigentümern gemeinsam gestalteten Wohnhof in der Robert-Baberske-Straße vor. Gemeinsam mit der Bundesministerin besuchten sie die Stadtteilschule Drewitz, wo sie vom Leiter des Begegnungszentrums „oskar.“, Tim Spotowitz, begrüßt wurden.

Wohngipfel im Bundeskanzleramt am Freitag

Die anschließende Diskussion der Erfahrungen der Potsdamer Wohnungsunternehmen stand ganz im Zeichen des am nächsten Tag stattfindenden Wohngipfels im Bundeskanzleramt, bei dem es um die Mietpreisentwicklung und die Wohnungsknappheit in deutschen Ballungszentren gehen soll. Die Bundesministerin und die Vertreter der Potsdamer sozialen Wohnungswirtschaft waren sich einig, dass die Wohnungsversorgung eine zentrale soziale Frage und eine aktuell drängende politische Herausforderung darstellt. Der Arbeitskreis vertritt dabei die Auffassung, dass die Genossenschaften und kommunalen Gesellschaften die wirksamste Mietenbremse seien. Sie verwiesen dabei auf den deutlichen Abstand ihrer Durchschnittsmieten zu den weitaus höheren durchschnittlichen Miethöhen der privaten Vermieter in der Stadt Potsdam. Eine Stärkung des sozialen Sektors der Wohnungswirtschaft sei nach ihrer Auffassung der sicherste Weg, um der derzeitigen Notsituation auf Dauer zu begegnen. Dazu bedürfe es geeigneter Fördermittel, die sozial schwachen, aber auch normalverdienenden Haushalten zugutekommen müssten. Ebenso sei es notwendig, dass bebaubare Grundstücke der Kommunen, des Landes und des Bundes statt zu Höchstpreisen zu solchen Preisen veräußert werden, die einen sozialen Wohnungsbau ermöglichen.

An dem Rundgang durch die Gartenstadt und an der Diskussion zwischen Bundesministerin und Vertretern des Arbeitskreises nahmen auch der Sozialbeigeordnete der Landeshauptstadt Potsdam, Mike Schubert, und der Bereichsleiter Wohnen im Potsdamer Rathaus, Gregor Jekel, teil. Dr. Wolfgang Schönfelder und Kerstin Willisch vertraten den Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen.

Seitens des Arbeitskreises StadtSpuren nahmen Matthias Pludra und Klaus-Dieter Boshold (PWG 1956), Bodo Jablonowski (WG Karl Marx), Christof Harms-Spentza (pbg), Bert Nicke (ProPotsdam) und Carsten Hagenau (Koordinator des Arbeitskreises) teil.

Im Arbeitskreis StadtSpuren kooperieren Potsdamer Wohnungsunternehmen seit 1997 auf verschiedenen Themenfeldern. Mit rund 34.000 Wohnungen verfügen sie über rund 40 Prozent aller Mietwohnungen in Potsdam. In StadtSpuren wirken die kommunale GEWOBA WVP mbH, die GWG Bauverein Babelsberg eG, die Gewoba eG Babelsberg, die Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft eG, die Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 eG, das Studentenwerk Potsdam, die Wohnungsbaugenossenschaft 1903 Potsdam eG, die Wohnungsbaugenossenschaft „Daheim“ eG und die Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“ Potsdam eG mit.

Dienstag, 18. September 2018

Drewitz kickt!

Am 20. September - also an diesem Donnerstag - findet ab 16 Uhr auf dem Sportplatz des Kinderclub Junior des SC Potsdam in der Robert-Baberske-Straße 6 in Potsdam-Drewitz das jährliche "Drewitz kickt!" statt. Veranstalter ist u.a. das oskar. DAS BEGEGNUNGSZENTRUM IN DER GARTENSTADT DREWITZ.

Gesucht werden 4er-Mannschaften, die ihren Teamgeist auf den Drewitzer Bolzplatz tragen. Egal ob Alt oder Jung, Weiblein oder Männlein, Profi oder Couchpotatoe... In diesem Fall geht es um den Spaß am Kicken, Austauschen und Zusammensein.

Wer jetzt ein Zwicken in der Wade verspürt oder einfach nur seine Kollegen / Kolleginnen am Rande ihrer körperlichen Belastungsgrenze sehen möchte, der kann sich noch bis Donnerstag, 12 Uhr telefonisch unter 0331 / 201 97 94 oder per Mail unter info@oskar-drewitz.de anmelden.

Gespielt wird 2x5 Minuten auf Tartan. Bis jetzt gibt es sechs Teams. Weitere Teamanmeldungen sind aber gerne erwünscht. Auch Zuschauer sind natürlich herzlich willkommen.


Weltpremiere in Drewitz besteht ersten Test

Die erste fahrerlose Straßenbahn war am gestrigen Montag in Potsdam unterwegs.

Vom ViP-Betriebshof Fritz-Zubeil-Straße aus fuhr sie zur Wendeschleife zwischen Stern und Drewitz, am Havel-Nuthe-Center vorbei und zurück, insgesamt sechs Kilometer.

Ein Fahrer, der im Notfall hätte eingreifen können, war mit an Board. Die Bahn jedoch meisterte alle Hürden souverän, sodass eine Intervention nicht nötig war.

Die MAZ war dabei, ein Fahrbericht findet sich in der heutigen Ausgabe der Zeitung auf Seite 15.

Potsdam TV war ebenfalls vor Ort und hat ein Video gepostet:

Freitag, 14. September 2018

Gartenstadt Drewitz beim Potsdamer Umweltfest dabei

Ausprobieren, mitmachen, schmecken, fühlen und riechen – beim Potsdamer Umweltfest wird Umwelt- und Klimaschutz mit allen Sinnen erlebbar, wenn sich der Volkspark am Sonntag zum 9. Mal in Potsdams größte und grünste Erlebnismeile verwandelt.

125 Akteure aus der Region haben sich in diesem Jahr angemeldet und präsentieren am 16. September ab 11 Uhr einen grünen Marktplatz voller Ideen und einen lebendigen Aktions- und Informationstag rund um Umwelt, Mobilität und Nachhaltigkeit für alle – insbesondere aber für Familien und wissensdurstige Kinder.

Experten laden mit spannenden Aktionen und Mitmachangeboten ein, in entspannter Atmosphäre
Das Umweltfest im Volkspark Potsdam. Foto: Ingo Kniest
spielerisch Neues zu entdecken, Fragen zu stellen und persönlich ins Gespräch zu kommen. Anregungen und Tipps für das eigene, umweltbewusste Handeln zuhause, unterwegs oder beim täglichen Einkauf können dabei gleich mit nach Hause genommen werden.

Der Schwerpunkt des diesjährigen Umweltfests liegt auf alternativen Mobilitätsangeboten. So informiert unter anderem die Landeshauptstadt Potsdam über Radverkehrsthemen und den Ausbau der Elektro-Ladestationen. Elektroautos stehen für Probefahrten rund um den Volkspark bereit, Anbieter von Lastenrädern zeigen die Vielfalt der Modellvarianten und laden zu einer Proberunde mit Lasten- oder Elektrofahrrädern ein, die Initiative Potsdam autofrei stellt ihre Verkehrsvision für Städte mit weniger Autos vor.

Besonders interessant wird die Vorstellung des Projekts der Fachhochschule Potsdam in Kooperation mit der Landeshauptstadt und der ViP, mit dem Titel „Mobility as a Service for Potsdam“, das bereits die Mobilität von morgen beleuchtet. In diesem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt an der FH Potsdam wird bezogen auf den Stadtteil Bornstedter Feld untersucht, inwieweit sich der öffentliche Nahverkehr mit automatisierten Mikrobussen und Bike- und Carsharing-Angeboten zu einem neuartigen Mobilitätsangebot verknüpfen lassen.

Einen Ausblick auf ihre Klima- und Energiepolitik stellen die Kandidaten der diesjährigen Potsdamer Oberbürgermeisterwahl bei einer anregenden Podiumsdiskussion um 13 Uhr vor.

Doch auch die Themenpalette an den weiteren vielen Ständen ist vielfältig und sicher ist für jeden etwas dabei:

•             ViP-ABO-Tag – neben zahlreichen Informationen zum öffentlichen Personennahverkehr lädt der Verkehrsbetrieb alle Abonnenten der ViP zum alljährlichen ABO-Tag ein
•             Einfach mal kosten – es geht auch ohne Fleisch, vegetarische und vegane Küche zum Probieren
•             Müllvermeidung im Alltag – warum Mülltrennung und Recycling für uns alle wichtig sind
•             Nachhaltigkeit zuhause – wie Kosmetik ganz ohne Zusätze auskommen kann, weshalb Lebensmittel unsere Wertschätzung verdienen und wie sich Plastik im Haushalt reduzieren lässt
•             Fairer Handel – wie die Welt ein Stück gerechter werden kann
•             Ökologischer Stadtumbau – wie in Drewitz der Umbau zur Zero-Emission-City gelingt und Potsdam zum ökologischen Vorreiter wird
•             Krampnitz – Potsdams neuer Stadtteil stellt sich vor
•             Spannende Vielfalt – Brandenburgs Naturlandschaften sind vielfältig und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Warum die Vielfalt unseren Schutz verdient
•             Wild und von hier –Tierspuren lesen, Feuer machen und viel über die heimische Natur lernen. Brandenburgs Wildnisschulen zeigen, wie es geht
•             Klimaschutz 100% – Potsdam hat einen Masterplan Klimaschutz, die Koordinierungsstelle Klimaschutz stellt ihn gerne vor
•             Neue Energie – Sonne, Windkraft oder Wärmespeicher, woher kommt in Potsdam eigentlich der Strom?
•             Wild, klein und gestreift – warum Bienen so wichtig sind und wie wir das Überleben der Insekten sicherstellen können
•             Der giftfreie Garten – erfolgreich gärtnern ganz ohne Chemie
•             Bäume – wichtig für Mensch und Tier in Stadt und Landschaft
•             Upcycling – neue Werte in alten Resten entdecken und damit kreativ werden, Upcycling-Künstler leiten uns an
•             Elektrisch mobil – Autohäuser informieren mit Automodellen vor Ort und laden zu einer Probefahrt rund um den Volkspark ein

Zum ersten Mal präsentiert das Potsdamer Umweltfest ein Vortragszelt, bei dem Experten Anregungen rund um Mobilität und Fairen Handel geben. Beginn ist hier um 12:30 Uhr.

Präsentiert wird das Umweltfest von der Landeshauptstadt Potsdam, der ProPotsdam GmbH, den Stadtwerken Potsdam und dem Volkspark Potsdam sowie der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH. Selbstverständlich werden alle genannten Partner mit Ständen selbst vor Ort sein, interessante Einblicke in ihre Aktivitäten und damit schon einen Ausblick auf die künftige Entwicklung Potsdams geben.

Die ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH und alle weiteren in Potsdam fahrenden Verkehrsunternehmen unterstützen das Umweltfest mit einem besonderen Angebot. Am 16. September wird die Einzelfahrt (Potsdam AB) zur Tageskarte, Kinder bis 15 Jahre fahren kostenfrei. Einfach das Auto stehen lassen und die Tram 96 bis Haltestelle Volkspark Potsdam nutzen!

Für Gäste, die mit dem Fahrrad anreisen, stehen zusätzliche Fahrradstellplätze zur Verfügung.

Weitere Informationen und eine Übersicht zu den Teilnehmern sind unter www.potsdamer-umweltfest.de zu finden.

Ort: Volkspark Potsdam
Eintritt: Parkeintritt Erwachsene 1,50 €, Kinder 7-16 Jahre 0,50 €
Veranstaltungszeit: 11:00-17:30 Uhr

Donnerstag, 6. September 2018

,Café im Park‘ als neue Adresse im Quartier

1. Hammerschlag im Konrad-Wolf-Park
Quelle: Landeshauptstadt Potsdam / Christine Homann


Im Potsdamer Südosten, in der Gartenstadt Drewitz, wird es in absehbarer Zeit mit dem Café im Park eine weitere kleine Attraktion geben. Der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, Bernd Rubelt, informierte sich mit Vertretern der DRK-Behindertenwerkstätten über den Stand des Projektes. Zum Baustart vollzog er mit Mitarbeitern des DRK den symbolischen ersten Hammerschlag.

„Im Rahmen des Umbaus zur Gartenstadt soll mitten im jetzigen Stadtteilpark das ,Café im Park‘ als neue Adresse im Quartier entstehen. Schon der Masterplan zur Gartenstadt, der gemeinsam mit den Drewitzerinnen und Drewitzern in einem Werkstattverfahren erarbeitet und im Jahr 2011 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde, sah dieses Vorhaben vor. Seitdem wurden diverse Denkmodelle und Berechnungen angestellt, um dieses besondere, kleine Haus, das von so vielen Menschen gewünscht wird, realisieren zu können. Ich freue mich, dass die Umsetzung nun bevorsteht“, sagte der Beigeordnete.

Eine erste Idee für ein Café als besonderes Highlight in die renaturierten Flächen der einstigen Durchgangsstraße hatte es bereits 2009 von der zuständigen Landschaftsarchitektin Pia von Zadow gegeben. Die einstige Vision wurde im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Zwischenzeitlich hatten die DRK – Behindertenwerkstätten Potsdam in den Jahren 2012 bis 2016 das „i – Café“ in Drewitz versuchsweise gestartet. Die ProPotsdam stellte in der „Rolle“ an der Konrad-Wolf-Allee freie Gewerberäume zu einem kleinen Mietpreis zur Verfügung. Das gastronomische Angebot wurde seinerzeit gut angenommen. Alles, was es im Café gab, wurde in den Küchen der Behindertenwerkstätten hergestellt. Das „i – Café“ war bei seiner sanierungsbedingten und vereinbarten Schließung bereits eine „Institution“, sodass das DRK sich um eine andere Möglichkeit für ein neuen Cafébetrieb in Drewitz bemühte und um den Standort im Park bewarb.

„Die Idee der Gartenstadt wird mit diesem kleinen Vorhaben weiter komplettiert. Dabei spielt neben dem Gedanken der zusätzlichen gastronomischen Versorgung auch der soziale Aspekt eine wichtige Rolle. Die DRK-Behindertenwerkstätten bieten ihren Angestellten mit diesem Café Arbeitsmöglichkeiten, bei denen sie ihr Können unter Beweis stellen können. Neben der architektonischen Qualität, mit der sich das Café in die grüne Umgebung einfügt, ist das Projekt auch ein hervorragender Beitrag zur gelebten Integration, der ein freundliches und günstiges Angebot für alle im Herzen der Gartenstadt schafft.“

(Quelle: Landeshaupstadt Potsdam)

Mittwoch, 5. September 2018

Erste fahrerlose Tram der Welt steuert Drewitz an

In diesen Tagen wird in Potsdam die erste fahrerlose Tram der Welt getestet. Es handelt sich um ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Firma Siemens mit der ViP Verkehrsbetriebe Potsdam GmbH, dessen Ergebnisse vom 18. bis 21. September auf der Bahntechnikmesse Innotrans in Berlin vorgestellt werden.

Siemens, die die sogenannten Combino-Straßenbahnen produziert, hat dazu von der ViP ein sechs Kilometer langes Gleis zwischen den Wohngebieten Stern und Drewitz zur Verfügung gestellt bekommen. Siemens teilte mit, dass die autonome Tram nicht für den kommerziellen Einsatz ausgelegt sei. Bei der Testfahrt werden auch keine Fahrgäste anwesend sein.

Das Unternehmen erwartet von der neuen Technik mehr Sicherheit und eine höhere Verfügbarkeit der Fahrzeuge. Es werde in Potsdam aber immer ein Fahrer im Führerstand sitzen, der jederzeit eingreifen könne, versicherte eine Sprecherin.

"Ziel des Entwicklungsprojekts ist es, die technologischen Herausforderungen des autonomen Fahrens unter realen Einsatzbedingungen zu erfassen, Lösungsansätze dafür zu entwickeln und zu testen. Gemeinsam mit ViP ist bereits eine Fortführung der Zusammenarbeit im Gespräch", hieß es weiter in der Erklärung des Münchner Konzerns.

Dienstag, 4. September 2018

Vorbild Drewitz: Neue Gesellschaft soll Energiewende beschleunigen

Die Landeshauptstadt Potsdam plant nach eigenen Angaben eine neue Gesellschaft, um die Energiewende in den Wohnquartieren zu forcieren. Eine entsprechende Vorlage der Stadtverwaltung wird in der morgigen Stadtverordnetenversammlung diskutiert. Darüber berichten heute auch die PNN.

Der Umbau von Drewitz zu einem energetischen Stadtviertel
schreitet seit Jahren voran.
Eingehen sollen die Kooperation die Stadtwerke Potsdam und der ProPotsdam. Schwerpunkt ist die projektbezogene Arbeit an kommunalen Entwicklungs- und Sanierungsstandorten, wie dem Gebiet am alten Straßenbahn-Depot in der Heinrich-Mann-Allee und am Schlaatz. Die beiden kommunalen Unternehmen hätten bereits gute Erfahrungen beim Umbau der Gartenstadt Drewitz gesammelt, schreiben die Potsdamer Neuesten Nachrichten.

Hintergrund ist die Umsetzung des „Masterplanes 100 Prozent Klimaschutz“, der die Landeshauptstadt Potsdam, die kommunale Wohnungswirtschaft sowie die Stadtwerke vor gemeinsame große Herausforderungen stellt. „Die Energiewende kann nur mit den drei im Stadtwerkeverbund angesiedelten Sektoren Strom, Wärme und Mobilität gelingen“, sagte der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, Bernd Rubelt, vergangene Woche.

Baustart für das Café im Park

Es ist soweit. Die Vorarbeiten für die Planungen zum Café im Park im Konrad-Wolf-Park sind abgeschlossen. Das melden die DRK (Deutsches Rotes Kreuz) Behindertenwerkstätten Potsdam, die im vergangenen Jahr den Zuschlag für das 238 Quadratmeter große Grundstück erhalten hatten.

Für diesen Donnerstag (06.09.) ist unter dem Motto „Es geht los“ der Baustart samt erstem Hammerschlag geplant. Zugegen wird auch der Baubeigeordnete der Landeshauptstadt Potsdam, Bernd Rubelt, sein.

Der Entwurf für das neue Café.
Bild: DRK Behindertenwerkstätten gGmbH
Noch bis vor etwas mehr als zwei Jahren betrieb das DRK bereits das i-Café in Drewitz, ein Ort gelebter Inklusion, damals in der „Rolle“. Bedingt durch die Sanierung des Wohnblocks entlang der Konrad-Wolf-Allee musste das Café schließen. Nun soll es ein paar Meter weiter als Café im Park wieder auferstehen. Das DRK greift damit dessen soziale Idee erneut auf. Auch architektonisch wird sich das neue Café harmonisch in die Gartenstadt einfügen.

Jörg Schröder, Geschäftsführer der DRK Behindertenwerkstätten Potsdam, hatte zuletzt erklärt, dass die Eröffnung noch für das laufende Jahr geplant sei.

Freitag, 31. August 2018

Neueröffnung in der "Rolle": Noch keine 30 und schon selbstständig

An diesem Samstag, also zum 1. September, eröffnen Nicolas Klinke und Willi Kraul ihre Praxis für Physiotherapie. "Liquo" ist in der Konrad-Wolf-Allee 55 zu finden. Es befindet sich im Erdgeschoss des Ärztehauses. Für 15 Uhr ist ein Sektempfang geplant, ein "kleiner Tag der offenen Tür", so die Inhaber.
 
Klinke und Kraul, beide 29, kennen sich bereits seit zehn Jahren. Sie haben die Ausbildung zum
Willi Kraul (l.) und Nicolas Klinke
freuen sich auf die Herausforderung.
Fotos: Mustafa Görkem
Physiotherapeuten gemeinsam absolviert und auch in der selben Praxis gearbeitet. Derzeit besuchen sie im selben Semester zusätzlich das College Sutherland in Berlin und dürfen sich nach Abschluss des Dualstudiums bald als Osteopath bezeichnen. Jetzt schon aber macht sich die "verschworene Gemeinschaft" erstmals selbstständig.

Die Praxis bietet manuelle Therapie, Krankengymnastik, Massagen, Lymphdrainage, Ultraschall, Elektrotherapie, PNF, CMD, Wärme-/Kältetherapie und Hausbesuche an. Es sind vier Behandlungsräume und ein Kraft-/Fitnessraum vorhanden. Termine können bereits unter der Telefonnummer 0175 / 9889136 vereinbart werden. Auch per Mail ist eine Kontaktaufnahme unter physio-liquo@web.de möglich. Geöffnet hat die Praxis ab Montag von montags bis freitags von 8-18 Uhr.

"Wir sind natürlich etwas aufgeregt, aber im positiven Sinne. Wir kennen uns schon sehr lange und wir haben auch schon einen kleinen Kundenstamm aufgebaut, der uns hierher folgen wird. Das macht das Ganze natürlich etwas einfacher", erklärt Kraul.

Der Kraftraum.
Ein weiterer Vorteil: Die beiden leben oder haben schonmal in der Gartenstadt gewohnt und kennen sich im Kiez aus. Was denken sie über die Entwicklung von Drewitz? "Früher war hier viel Grau. Das hat sich enorm gewandelt. Heute ist es viel grüner geworden, das hat einen großen Einfluss auf die Lebensqualität", erinnert sich Klinke.

Damit diese erhalten bleibt oder sogar noch besser wird - dazu wollen sie nun einen Beitrag leisten mit ihrer Praxis. Für die Zukunft planen sie noch ein weiteres Projekt: Klinke und Kraul wollen "Gesundheitsvideos" aufnehmen, die dann über ihre Social media-Kanäle auf Facebook und Instagram veröffentlicht werden.

Donnerstag, 30. August 2018

"Das ist der Moment, wenn sich Drewitz wie der Nürburgring anfühlt"

Am Wochenende fand in Drewitz das Festival "Rock am Löschteich" statt. Mit von der Partie war auch die Band "Tilder". Für die Nachwuchsmusiker eine ganz neue Erfahrung. Wir sprachen im Nachgang mit Sänger und Hauptmann Anton Reppich.

Der Auftritt beim Rock am Löschteich war wahrscheinlich euer bislang größter. Wie war es?

Es war schon eine sehr geile Erfahrung, das kann man nicht anders sagen. Schon allein durch das Ambiente und die Atmosphäre. Da stehst du auf einmal auf einer richtigen Bühne mit Licht und Equipment, das du nicht aus dem Probenraum leihen musst. Da sind professionelle Leute, die dir deine Instrumente abnehmen und den Soundcheck machen. Das ist der Moment, wenn sich Drewitz wie der Nürburgring anfühlt.

Wann habt Ihr Tilder eigentlich gegründet und was bedeutet der Name?

Das war Anfang 2017. Zu Beginn waren wir nur zu zweit, wuchsen dann auf fünf an und schrumpften auf unsere jetzige Größe - sprich vier. In dieser Konstellation spielen wir seither. Der Name Tilder hat - ganz unspektakulär - keine wirkliche Bedeutung.

Wer ist alles Teil der Band und was verbindet Euch außer die Musik?

Lukas ist unser Schlagzeuger, Erik übernimmt das Klavier und den Bass, Johannes spielt Gitarre und ich bin der Sänger und spiele auch Gitarre. Lukas, Erik und Johannes kenne ich aus der Nachbarschaft. Man hat durch das ähnliche Alter und den Wohnort schon den gleichen Schlag. Was aber ungewöhnlich ist, ist der doch eher unterschiedliche Musikgeschmack, der sich auch auf unsere Musik auswirkt. Aber wenn alle dasselbe hören, kann ja auch nichts Neues dabei entstehen.

Erik, Lukas (beide 18), Anton (19) und Johannes (17) bilden zusammen "Tilder".

Welcher Richtung würdest Du denn Eure Musik zuordnen?

Anfangs war das nicht so leicht zu beantworten, da wir der Meinung waren, dass unsere Musik nicht wirklich einer einzigen Richtung zuzuordnen ist. Heute machen wir eindeutig Deutschrock.

Wie lange machst Du selbst schon Musik?

Uff, also Musik im Allgemeinen eigentlich schon seit meiner frühesten Kindheit. Der Feinschliff mit dem Gitarrenunterricht und dem Chor folgten dann ab der 3. Klasse.

Du hast gesagt, dass Du Dich schwertust mit dem Begriff „Schülerband“. Kannst Du das näher erläutern?

Schülerband, das klingt immer so repräsentativ, als wären wir die Gruppe, die von einer Schule kommt, gefördert wird und für deren Image auftritt. Eigentlich sind wir nur vier Potsdamer Jungs, die zusammen Musik machen wollen und dabei jünger als der Durchschnitt sind.
 

Nach dem Konzert ist vor dem Konzert. Welche Projekte stehen als nächstes an?

Als nächstes steht das 2. Airflair auf dem Bassinplatz an (31.8., Eintritt ist frei, Anm. d. Red.). Das wurde übrigens von einem Kumpel für Potsdamer Musiker ins Leben gerufen. Letztes Jahr waren wir auch schon dabei. Mittlerweile wird es von der Stadt gefördert.

Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg Euch!

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Mehr Bilder vom Samstag gibt's übrigens hier: https://bit.ly/2MFqdFl