Freitag, 15. Januar 2021

Auto landet im Sandkasten

Foto: Pixabay/fsHH
In der Nacht zum Donnerstag (14. Januar) wurde die Polizei zu einem kuriosen Einsatz in den Guido-Seeber-Weg gerufen. Ein Auto hatte sich in den Sandkasten eines Spielplatzes festgefahren. Als die Beamten eintrafen, versuchte der Fahrer noch immer vergeblich, sich aus der misslichen Lage zu befreien.

Der 31-Jährige war laut Polizeiangaben stark betrunken, ein Test ergab einen Atemalkoholwert von 1,86 Promille. Einen Führerschein besaß er nicht und auch der VW Caddy gehörte ihm nicht. Wie die Polizei nach Rücksprache mit dem Eigentümer herausfand, hätte der Wagen eigentlich in der Werkstatt sein sollen. Die genauen Hintergründe müssen die Ordnungshüter noch herausfinden.

Zudem ermittelt die Polizei wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis und unbefugten Gebrauchs eines Kraftfahrzeuges. Der Mann wurde vorläufig festgenommen.

Donnerstag, 14. Januar 2021

Eine filmreife Verwandlung

Die Familie Drygalla an der Rolle. Foto: Benjamin Maltry

 Kein Stadtteil hat in den letzten Jahren so sehr sein Gesicht zum Guten verändert wie Drewitz. Die Verwandlung der grauen Plattenbausiedlung in eine Gartenstadt findet internationale Beachtung. Zu den ehrgeizigsten Projekten zählt die 2019 abgeschlossene Rundumsanierung der sogenannten Rolle, einer rund 300 Meter langen Häuserzeile entlang der Konrad-Wolf-Allee.

Mutige Schnitte

Nie wäre Melanie Drygalla auf die Idee gekommen, dass sie hier einmal gerne wohnen würde: „Die Rolle kannte ich eigentlich nur als Pizza-Lieferantin. Schön war es hier nicht.“ Aber es kam anders: Im Sommer 2014 schulte sie ihren Sohn in Drewitz ein: „Unser Schwager hatte uns die gerade renovierte Stadtteilschule empfohlen“, erinnert sich die junge Mutter. Fortan war sie regelmäßig in Drewitz und konnte die Veränderungen verfolgen.

Im August 2015 begann der Umbau der Rolle, ein Ensemble aus sechs Gebäuden, das sich parallel zum Konrad-Wolf-Park erstreckt. Die ProPotsdam und eine unabhängige Mieterberatung halfen den Bewohnern, während der Bauzeit Ersatzwohnungen zu finden. Wer wollte, konnte sich vergrößern oder verkleinern, oder aber ganz woanders hinziehen. Die meisten entschieden sich, in das gewohnte Quartier zurückzukehren.

Die ProPotsdam ließ die Grundrisse der Wohnungen neu ordnen: „Vor der Sanierung gab es nur Zwei- und Dreiraumwohnungen“, erläutert Tino Schröder, als Teamleiter bei der ProPotsdam seit 2014 mit dem Projekt betraut. „Jetzt verfügen wir über 16 verschiedene Wohnungstypen, vom EinRaum-Appartement bis zur Fünfraumwohnung speziell für große Familien.“ Auch ein Wohnprojekt fand in der Rolle Platz, das ein Zusammenleben mehrerer Generationen ermöglicht. Die Gewerberäume wurden modernisiert. So erhielt die Sparkasse ein zeitgemäßes Domizil, auch ein Ärztehaus wurde eingerichtet.

Die Gestaltung der Fassaden plante Architekt Robert Lassenius als Referenz an den Namensgeber der Straße. Die oberste Etage zieren Filmtitel. Die in Weiß und verschiedenen Grautönen gehaltenen Fassaden spiegeln das Auf und Ab im Leben von Konrad Wolf wider. Die bunten Balkone stehen für die Genres, die der Regisseur mit seinen Werken bereichert hat. „Sicherlich eine ungewöhnliche Lösung, aber eine, die sich über einen starken Bezug zur Identität des Quartiers erschließt“, sagt dazu Ilka Pöschl, Architektin und Prokuristin der mit der Sanierung beauftragten RTW Architekten- und Ingenieursgesellschaft.


Neues Lebensgefühl 

Melanie Drygalla und ihr Mann Jens, die beide als selbstständige Fotografen arbeiten, beobachteten, wie sich die Rolle Bauabschnitt für Bauabschnitt herausputzte. „Wir dachten uns, vielleicht wäre es gut, hier Fuß zu fassen, jetzt, wo der Stadtteil so viel Potenzial entwickelt.“ Und so zogen sie im August 2017 in eine der in der Rolle neugeschaffenen Maisonette-Wohnungen: Im Erdgeschoss eröffneten sie ihr Fotostudio „D Image Factory“, in den Wohnräumen darüber fand das Paar mit seinen zwei Kindern ein neues Zuhause. Inzwischen ist eine weitere Tochter dazu gekommen.

„Die Räume oben wie unten sind schön geschnitten“, schwärmt Jens Drygalla. „Im Sommer wie im Winter ist es immer gut temperiert.“ Der fürs Wohlgefühl nötige Energieverbrauch ist seit der Sanierung um mehr als 50 Prozent gesunken. Die CO2-Emissionen sanken dank der Sanierung und der Umstellung auf die emissionsfreie Grüne Fernwärme auf null.

Die Umgestaltung der Gebäude und die Begrünung des Quartiers haben maßgeblich zu einem neuen Lebensgefühl in Drewitz beigetragen, finden die Drygallas. Viele ziehen an einem Strang, um das Quartier voranzubringen, darunter der neue Gewerbeverein, die Schulen und das oskar. als Stadtteil- und Begegnungszentrum. „Wir identifizieren uns sehr mit Drewitz“, bekundet Melanie Drygalla. „Hier wurden wir so gut aufgenommen, dafür wollen wir etwas zurückgeben.“

Quelle: EINSVIER/Redakteur Torsten Bless

Mehr zum Magazin EINSVIER findet Ihr hier auf der Seite der ProPotsdam. 

Dienstag, 12. Januar 2021

Raus in den Klimagarten

Foto: Pixabay/Bassman5420
Häufiger mal weg vom Sofa und raus an die frische Luft – das dürfte bei vielen zu den Vorsätzen fürs neue Jahr gezählt haben. Auch in Corona-Zeiten kann draußen in der Gartenstadt gewerkelt werden. Das Team der Wendeschleife lädt an jedem Dienstag von 14 bis 16 Uhr zum Gärtnern in die Beete im Klimagarten oder den neuen „Essbaren Innenhöfen“ ein.

Wegen der aktuellen Einschränkungen können derzeit bis zu vier Personen aus einem Haushalt kostenfrei mitmachen. Wer bei dem eher unangenehmen Wetter heute noch nicht teilnehmen mag, kann schon einmal für einen der nächsten Dienstage einen Termin unter der Mobilnummer 0176 32388706 oder der E-Mail-Adresse team@wendeschleife-drewitz.de ausmachen.

Mehr zum Projekt findet ihr hier.

Montag, 11. Januar 2021

Autofahrer im Drogenrausch

Foto: Pixabay/Ingo Kramarek
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei Verkehrskontrollen in ganz Potsdam hat die Polizei zwischen Freitag und Sonntag fünf berauschte Fahrrad-, E-Scooter- und Autofahrer aus dem Verkehr gezogen. In Drewitz erwischten die Ordnungshüter einen 25-Jährigen, der mit Ketamin und Cannabis in Blut und Hirn mit seinem Wagen unterwegs war. Bei ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Die Polizei fertigte eine Strafanzeige an, dann durfte der junge Mann – allerdings ohne Auto und Führerschein – erst einmal seiner Wege gehen.

Ebenfalls unter Cannabis-Einfluss war in Babelsberg ein 19-Jähriger mit unter Cannabis-Einfluss einen E-Scooter. In der Innenstadt radelte ein Betrunkener (18) mit mehr als zwei Promille auf der Berliner Straße. Eine 31 Jahre alte E-Scooter-Fahrerin wurde mit 0,85 Promille gestoppt. In Potsdam-West wollte sich ein 37-Jähriger auf einem E-Scooter gar mit 2,08 Promille unter die anderen Verkehrsteilnehmer mischen.


Freitag, 8. Januar 2021

Weihnachtsbaum ade


Foto: Pixabay/Bru-nO
So schade es auch ist – irgendwann muss auch der schönste Weihnachtsbaum aus dem Wohnzimmer weichen. Gesammelt werden die nadeligen Gesellen jedes Jahr von der STEP. Pro Straße sind jeweils zwei Abholtermine angesetzt.

Heute war zum ersten Mal Drewitz dran. Wenn ihr euch noch nicht von Kugeln und Lametta trennen konntet, gibt es am 22. Januar eine letzte Chance.

Um der STEP die Arbeit zu erleichtern, sollten die Bäume möglichst zusammen mit denen der Nachbarn am Abholtag bis spätestens 6 Uhr in Fahrbahnnähe bereitgelegt werden. Der Weihnachtsbaum sollte komplett abgeschmückt sein, damit er ohne Probleme verwertet werden kann.

Den kompletten Abfallkalender der STEP für 2021 findet ihr als PDF-Datei hier.

Donnerstag, 7. Januar 2021

Kostenloses Kindermittagessen

Foto: Pixabay/PublicDomainPictures
Kitas und Schulen bleiben noch mindestens diese Woche geschlossen. Doch sollten auch nächste Woche die Schotten noch dicht bleiben, soll es von der Stadt eine warme Mahlzeit für alle Kinder geben, deren Eltern das finanziell nicht so leicht stemmen können.

In ganz Potsdam profitieren 2 500 Kinder von einem kostenreduzierten oder kostenfreien Mittagessen. Die Landeshauptstadt will sich mit Essensanbietern und Fahrdiensten zusammentun, um die Schüler und Kita-Kinder an der Haustür zu versorgen. Der Lieferservice soll (wenn nötig) am nächsten Dienstag (12. Januar) und an den Werktagen so lange beibehalten werden, wie die Einrichtungen geschlossen sind.

Wenn ihr als Familie dafür in Frage kommt, könnt ihr euch bei der Landeshauptstadt Potsdam unter Tel. 0331 289 18 65 oder mittagessen@rathaus.potsdam.de melden. Bitte gebt die Vor- und Nachnamen und die Geburtsdaten eurer Kinder anzugeben, den Namen der Schule und/oder Kita und eine Lieferanschrift an. Wenn eure Anmeldung unvollständig ist, kann sie leider nicht berücksichtigt werden.

Mittwoch, 6. Januar 2021

Die neue EINSVIER ist da

Pünktlich zum neuen Jahr ist das ProPotsdam-Magazin neu erschienen. Diesmal dreht sich fast alles um das Thema Nachhaltigkeit, um beispielhafte Vorhaben und Initiativen für Umwelt, Klimaschutz und ein besseres soziales Miteinander. Wie man nachhaltig handelt und welche Vorteile das mit sich bringt, beweisen bereits viele engagierten Menschen in Potsdam. Die Landeshauptstadt hat sich vorgenommen, bis 2050 nahezu ohne Treibhausgase auszukommen und den Energieverbrauch radikal zu reduzieren. Das städtische Wohnungsunternehmen will dazu beitragen, Quartiere fit für die Zukunft zu machen.

Eine Doppelseite ist dabei Drewitz und seinem Wandel vom tristen Plattenbaugebiet zur Gartenstadt gewidmet. Aus tristen, grauen Klötzen wurde schöner Wohnraum, neu geschaffene Grünflächen verbessern die Lebensqualität enorm. Zu den ehrgeizigsten Projekten zählt die 2019 abgeschlossene Rundumsanierung der 300 Meter langen Rolle entlang der Konrad-Wolf-Allee.

In die Häuserzeile mit ihren bunten Balkonen ist das Fotografenehepaar Melanie und Jens Drygalla mit ihrem Fotostudio D Image Factory eingezogen, in den Wohnräumen darüber fand das Paar mit seinen mittlerweile drei Kindern ein neues Zuhause. Viele ziehen an einem Strang, um das Quartier voranzubringen, darunter der neue Gewerbeverein, die Schulen und das oskar. als Stadtteil- und Begegnungszentrum. „Wir identifizieren uns sehr mit Drewitz“, bekundet Melanie Drygalla. „Hier wurden wir so gut aufgenommen, dafür wollen wir etwas zurückgeben.“

Doch auch in anderen Teilen der Stadt tut sich Spannendes, zeigt die EINSVIER. So entsteht in Krampnitz ein neuer Stadtteil. Bis zu 10.000 Menschen werden hier einmal von grüner Energie, kurzen Wegen und einer gut ausgebauten Infrastruktur profitieren. Eine Zukunftsvision auf vier Seiten zeigt, wie das ehemalige Kasernengelände wurde, was es sein wird.

In Bornstedt werden nicht nur 274 Wohnungen gebaut. Das Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege richtet vier WGs speziell für ältere und hilfsbedürftige Menschen ein und trägt das Thema Demenz so in die Mitte der Gesellschaft.

Im Schlaatz kümmert sich Burghard Sell seit vielen Jahren um die Biber in der nahegelegenen Nuthe und den Schutz der Natur in der Stadt. Sebastian Möller, Projektleiter für Umwelt und Energie bei der ProPotsdam, hat sich für die EINSVIER auf den Weg gemacht und Alternativen zum eigenen Auto getestet. Viele Tipps zum nachhaltigen Kochen und umweltbewusstem Leben runden diese Ausgabe ab.

Die neue Ausgabe der EINSVIER könnt ihr hier herunterladen.