Freitag, 27. November 2020

Stadtbibliothek bietet wieder Bestell- und Abholservice an

Symbolfoto: ElasticComputeFarm/Pixabay
Die Stadt- und Landesbibliothek (SLB) bietet während der corona-bedingten Schließzeit nun wieder einen kontaktlosen Bestell- und Abholservice an. Das gilt ausschließlich für die Hauptbibliothek im Bildungsforum.

Bestellwünsche könnt Ihr ab sofort per E-Mail an bestellung@bibliothek.potsdam.de oder telefonisch von Montag bis Freitag unter 289 6666 in der Zeit von 13 bis 15 Uhr durchgeben. Die Medien stehen dann am nächsten Abholtag ab 14 Uhr zur Verfügung. Abholtage sind immer dienstags, donnerstags und freitags von 14 bis 18 Uhr. Die Abholung erfolgt am Seiteneingang der Bibliothek unter Vorlage des Bibliotheksausweises. Die bestellten Medien werden zwei Abholtage vorgehalten und gehen bei Nichtabholung in den Bestand zurück.

Für alle noch nicht angemeldeten Interessenten bietet die SLB außerdem bis zum 31. Dezember zur Nutzung der digitalen Angebote einen kostenfreien Bibliotheksausweis an.

Das Anmeldeformular findet Ihr HIER.

Weitere Informationen gibt es online unter www.bibliothek.potsdam.de.

 

Donnerstag, 26. November 2020

Wechsel bei der Bürgervertretung Drewitz

Bettina Hünicke
Bei der Bürgervertretung Drewitz gab es einen Wechsel: Mitglied Jasmin Schuhmann ist aus Zeitgründen ausgeschieden. Ihr folgt Bettina Hünicke als ordentliches Mitglied nach. Die Drewitzerin ist kein unbekanntes Gesicht im Stadtteil: Als Malerin und Grafikerin bannt sie auch Drewitzer Ansichten aufs Papier. Mehr über ihre Arbeit findet Ihr HIER.

Die nächste Sitzung der Bürgervertretung war eigentlich für kommenden Mittwoch, 2. Dezember, geplant. Aufgrund der aktuellen Situation muss diese jedoch ausfallen.

Zur Bürgervertretung gelangt Ihr HIER.


Mittwoch, 25. November 2020

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: Häusliche Gewalt ist allgegenwärtig – auch in Potsdam

Foto: Alexas Fotos/Pixabay
Zum heutigen Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen werden wieder überall in Deutschland Fahnen gehisst – so auch vor dem Potsdamer Rathaus, dem Sozialministerium und dem Landtag. Vor dem Parlamentsgebäude wird der Frauenpolitische Rat zudem eine „Rote-Schuhe-Aktion“ durchführen: 117 Paar Schuhe stehen symbolisch für die 117 Frauen, die im vergangenen Jahr in Deutschland von ihren (Ex-)Partnern ermordet wurden. Jeden dritten Tag fällt also in der Bundesrepublik eine Frau solch einem Femizid zum Opfer. In Brandenburg wurden 2019 9 Frauen durch ihren (Ex-)Partner oder Ehemann getötet.

Laut PNN verzeichnete die Polizei in Brandenburg in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 1.840 Fälle häuslicher Gewalt –22 Prozent mehr als im selben Zeitraum 2019. Laut den Zahlen des Landeskriminalamts lag Potsdam im vergangenen Jahr bei Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt mit 6,8 Prozent aller erfassten Fälle auf Platz zwei hinter Cottbus. Eine besondere Belastung ist die Situation für geflüchtete Frauen in Gemeinschaftsunterkünften, heißt es von Seiten des Autonomen Frauenzentrums Potsdam.

„Es ist wichtig, häusliche Gewalt immer wieder zu thematisieren, in den Medien differenziert darüber zu berichten und Frauen Mut zu machen", so Heiderose Gerber, Vorständin des Frauenzentrums. Gerade der Lockdown des Frühjahrs 2020 habe gezeigt, wie wichtig es ist, dass Nachbarinnen und Nachbarn sowie Angehörige aufmerksam sind, Unterstützung anbieten und im Zweifel die Polizei verständigen. Positive Entwicklungen sieht das Autonome Frauenzentrum in der medialen Berichterstattung, die zunehmend differenzierter wird. So hat auch der deutsche Presserat 2019 dazu aufgerufen, auf verharmlosende Begriffe wie „Familiendrama“ zu verzichten.

Im Potsdamer Frauenhaus fanden 2019 38 Frauen und 38 Kinder Schutz. Der Bedarf sei jedoch weit größer: 66 Frauen konnten nicht aufgenommen werden und wurden an andere Schutzeinrichtungen vermittelt. Besonders schwierig sei die Lage für Frauen mit mehr als drei Kindern, weil nicht nur im Potsdamer Frauenhaus, sondern auch in der Umgebung keine ausreichende Infrastruktur vorhanden ist.

Die Frauen, die im Potsdamer Frauenhaus waren, sind durchschnittlich jung: 43 Prozent von ihnen waren jünger als 30, 47 Prozent zwischen 30 und 40 Jahren alt. Rund zwei Drittel der Frauen suchten vor dem eigenen Ehemann oder Lebenspartner Schutz, weitere 11 Prozent vor ihrem Ex-Partner bzw. Ex-Mann. Die meisten Frauen wurden 2019 durch Beratungsstellen, Ärzte oder Jobcenter vermittelt, auch die Polizei brachte viele von ihnen ins Frauenhaus.

Die wichtige Rolle der öffentlichen Institutionen zeigte sich im Frühjahr 2020: Durch den Lockdown fielen die meisten dieser Kontakte weg, entsprechend weniger Anfragen erreichten das Frauenhaus: Die Belegung des Frauenhauses sackte im Lockdown auf 5 Frauen ab. Im bisherigen Rückblick auf das Jahr 2020 zeigt sich, dass 50% der Belegung im Januar und Februar, also vor dem Lockdown stattfand. Erst mit Aufhebung des Lockdowns stiegen die Zahlen wieder.

Beratungsstelle: Die Beratungsstelle für Frauen und Mädchen in der Garnstraße in Babelsberg führte 2019 insgesamt 691 Beratungen durch. Für den Großteil der Frauen war das Erstgespräch ausreichend, viele Frauen wurden aber auch mehrfach beraten. Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle standen entweder im persönlichen Gespräch in der Beratungsstelle zur Verfügung, beraten wurde aber auch per E-Mail, telefonisch, postalisch, sowie aufsuchend. Inhaltlich waren die Themen häusliche Gewalt sowie Trennung und Scheidung bestimmend. Außerdem wurden auch Menschen aus dem sozialen Umfeld sowie professionelle Helferinnen und Helfer beraten.

Die Frauennotwohnung des Vereins war während des Jahres 2019 fast voll ausgelastet. Sie wird vorrangig von Frauen mit einem längeren Betreuungs- und Begleitungsbedarf bewohnt sowie von Frauen mit älteren Söhnen.

Mehr zu Beratungs- und Hilfsangeboten für Frauen in Not findet Ihr unter https://frauenzentrum-potsdam.de.

 

Kontakte im Notfall

  • Im akuten Fall von häuslicher Gewalt erreicht Ihr das Frauenhaus unter 0331 96 45 16.
  • Opfer einer Vergewaltigung sollten sich auf jeden Fall medizinisch untersuchen lassen, auch wenn Sie selbst keine Verletzungen bemerken. Unter anderem bietet das Klinikum Ernst von Bergmann medizinische Hilfe für Vergewaltigungsopfer an. Weitere Informationen zu Handlungsmöglichkeiten und zur vertraulichen Spurensicherung und findet Ihr hier. https://www.hilfe-nach-vergewaltigung-brandenburg.de/
  • Bei Beratungsbedarf steht die Frauen- und Mädchenberatungsstelle unter 0331 97 46 95 zur Verfügung.
  • Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter 08000 116 016 ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben – 365 Tage, rund um die Uhr erreichbar.

 

Dienstag, 24. November 2020

Geschenkaktion für Arche-Kinder

Foto: Bob Dmyt/Pixabay
Ihr könnt helfen, an Weihnachten für leuchtende Kinderaugen zu sorgen: Die PNN berichten heute über eine Geschenkaktion der Berliner Agentur Mett & Gloria Events für die Drewitzer Arche-Kinder, die gemeinsam mit der Edeka-Filiale in der Medienstadt Babelsberg durchgeführt wird. Bis zum 12. Dezember haben die Potsdamerinnen und Potsdamer demnach die Möglichkeit, in der Supermarktfiliale in der Marlene-Dietrich-Allee Spielzeug im Wert von 15 bis maximal 30 Euro für eines der Kinder zu erwerben, die in dem Freizeittreff betreut werden. In dem Edeka-Markt sei dafür ein "Wunschbaum" aufgestellt worden, der mit Sternen geschmückt ist, auf denen jeweils der Wunsch eines Kindes steht. Laut PNN sind Mitarbeiter der Agentur vom 26. November bis 12 Dezember jeweils donnerstags und freitags von 13 bis 19 Uhr sowie samstags von 11 bis 17 Uhr vor Ort, um den Schenkern behilflich zu sein. Die gewünschten Spielsachen seien vor Ort, heißt es weiter.

Die Arche im Wohngebiet Drewitz bietet seit elf Jahren bis zu 80 Kindern und Jugendlichen einen Aufenthaltsort mit Mahlzeiten, Hausaufgabenbetreuung, Kultur- und Sportangeboten sowie niedrigschwelliger Betreuung, schreibt die Zeitung.

Mehr über die Arche erfahrt Ihr HIER sowie HIER auf Facebook.