Donnerstag, 20. September 2018

Bundesministerin Barley besucht Gartenstadt Drewitz

Katarina Barley, Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, besuchte am heutigen Donnerstag die Gartenstadt Drewitz in Potsdam. Gastgeber war der Arbeitskreis StadtSpuren, dessen Mitgliedsunternehmen ihre Modernisierungsprojekte im Stadtteil vorstellten. Inhaltliche Schwerpunkte des Besuches waren die sozialverträgliche Gestaltung der Mieten nach der Sanierung von Wohngebäuden und die soziale Absicherung im Zusammenhang mit der energetischen Sanierung des Stadtteils.

85-100 % der Mieter "werden nach der Sanierung eines Gebäudes in ihrer Wohnung bleiben oder wieder einziehen"

Die Bundesjustizministerin Katarina Barley wurde heute von Vertretern des Arbeitskreises StadtSpuren in der Gartenstadt Drewitz empfangen. Bei einem Rundgang durch den Stadtteil präsentierte der Arbeitskreis der Ministerin das von der sozialen Wohnungswirtschaft erarbeitete Gartenstadtkonzept zum energetischen Umbau des Stadtteils sowie die bereits erreichten Ergebnisse. Dabei gingen die Geschäftsführer und Vorstände der ProPotsdam, der Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“ Potsdam, der Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 und der Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft auf ihre selbstständig und gemeinsam durchgeführten Modernisierungsprojekte ein. Im Fokus der Gespräche und Erläuterungen stand die sozialverträgliche Gestaltung der Mieten, die nach Abschluss der Maßnahmen im Durchschnitt bei 6 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche liegen. Die Bundesministerin erkundigte sich nach Details der Mietpreisgestaltung, der Kommunikation mit den Mietern und deren Betreuung vor sowie während der Baumaßnahmen. Die Vertreter der sozialen Wohnungswirtschaft, die etwa zwei Drittel der Wohnungen in Drewitz bewirtschaften, bemerkten dabei, dass nach der Sanierung eines Gebäudes 85 bis 100 Prozent der Mieter in ihrer Wohnung bleiben oder wieder einziehen würden.

Die Vertreter des Arbeitskreises StadtSpuren stellten neben ihren eigenen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen weitere Projekte vor, die die soziale Qualität in Drewitz zum Positiven verändern. So stellten sie das neue Ärztehaus der ProPotsdam in der Konrad-Wolf-Allee und den von vier Eigentümern gemeinsam gestalteten Wohnhof in der Robert-Baberske-Straße vor. Gemeinsam mit der Bundesministerin besuchten sie die Stadtteilschule Drewitz, wo sie vom Leiter des Begegnungszentrums „oskar.“, Tim Spotowitz, begrüßt wurden.

Wohngipfel im Bundeskanzleramt am Freitag

Die anschließende Diskussion der Erfahrungen der Potsdamer Wohnungsunternehmen stand ganz im Zeichen des am nächsten Tag stattfindenden Wohngipfels im Bundeskanzleramt, bei dem es um die Mietpreisentwicklung und die Wohnungsknappheit in deutschen Ballungszentren gehen soll. Die Bundesministerin und die Vertreter der Potsdamer sozialen Wohnungswirtschaft waren sich einig, dass die Wohnungsversorgung eine zentrale soziale Frage und eine aktuell drängende politische Herausforderung darstellt. Der Arbeitskreis vertritt dabei die Auffassung, dass die Genossenschaften und kommunalen Gesellschaften die wirksamste Mietenbremse seien. Sie verwiesen dabei auf den deutlichen Abstand ihrer Durchschnittsmieten zu den weitaus höheren durchschnittlichen Miethöhen der privaten Vermieter in der Stadt Potsdam. Eine Stärkung des sozialen Sektors der Wohnungswirtschaft sei nach ihrer Auffassung der sicherste Weg, um der derzeitigen Notsituation auf Dauer zu begegnen. Dazu bedürfe es geeigneter Fördermittel, die sozial schwachen, aber auch normalverdienenden Haushalten zugutekommen müssten. Ebenso sei es notwendig, dass bebaubare Grundstücke der Kommunen, des Landes und des Bundes statt zu Höchstpreisen zu solchen Preisen veräußert werden, die einen sozialen Wohnungsbau ermöglichen.

An dem Rundgang durch die Gartenstadt und an der Diskussion zwischen Bundesministerin und Vertretern des Arbeitskreises nahmen auch der Sozialbeigeordnete der Landeshauptstadt Potsdam, Mike Schubert, und der Bereichsleiter Wohnen im Potsdamer Rathaus, Gregor Jekel, teil. Dr. Wolfgang Schönfelder und Kerstin Willisch vertraten den Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen.

Seitens des Arbeitskreises StadtSpuren nahmen Matthias Pludra und Klaus-Dieter Boshold (PWG 1956), Bodo Jablonowski (WG Karl Marx), Christof Harms-Spentza (pbg), Bert Nicke (ProPotsdam) und Carsten Hagenau (Koordinator des Arbeitskreises) teil.

Im Arbeitskreis StadtSpuren kooperieren Potsdamer Wohnungsunternehmen seit 1997 auf verschiedenen Themenfeldern. Mit rund 34.000 Wohnungen verfügen sie über rund 40 Prozent aller Mietwohnungen in Potsdam. In StadtSpuren wirken die kommunale GEWOBA WVP mbH, die GWG Bauverein Babelsberg eG, die Gewoba eG Babelsberg, die Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft eG, die Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 eG, das Studentenwerk Potsdam, die Wohnungsbaugenossenschaft 1903 Potsdam eG, die Wohnungsbaugenossenschaft „Daheim“ eG und die Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“ Potsdam eG mit.

Dienstag, 18. September 2018

Drewitz kickt!

Am 20. September - also an diesem Donnerstag - findet ab 16 Uhr auf dem Sportplatz des Kinderclub Junior des SC Potsdam in der Robert-Baberske-Straße 6 in Potsdam-Drewitz das jährliche "Drewitz kickt!" statt. Veranstalter ist u.a. das oskar. DAS BEGEGNUNGSZENTRUM IN DER GARTENSTADT DREWITZ.

Gesucht werden 4er-Mannschaften, die ihren Teamgeist auf den Drewitzer Bolzplatz tragen. Egal ob Alt oder Jung, Weiblein oder Männlein, Profi oder Couchpotatoe... In diesem Fall geht es um den Spaß am Kicken, Austauschen und Zusammensein.

Wer jetzt ein Zwicken in der Wade verspürt oder einfach nur seine Kollegen / Kolleginnen am Rande ihrer körperlichen Belastungsgrenze sehen möchte, der kann sich noch bis Donnerstag, 12 Uhr telefonisch unter 0331 / 201 97 94 oder per Mail unter info@oskar-drewitz.de anmelden.

Gespielt wird 2x5 Minuten auf Tartan. Bis jetzt gibt es sechs Teams. Weitere Teamanmeldungen sind aber gerne erwünscht. Auch Zuschauer sind natürlich herzlich willkommen.


Weltpremiere in Drewitz besteht ersten Test

Die erste fahrerlose Straßenbahn war am gestrigen Montag in Potsdam unterwegs.

Vom ViP-Betriebshof Fritz-Zubeil-Straße aus fuhr sie zur Wendeschleife zwischen Stern und Drewitz, am Havel-Nuthe-Center vorbei und zurück, insgesamt sechs Kilometer.

Ein Fahrer, der im Notfall hätte eingreifen können, war mit an Board. Die Bahn jedoch meisterte alle Hürden souverän, sodass eine Intervention nicht nötig war.

Die MAZ war dabei, ein Fahrbericht findet sich in der heutigen Ausgabe der Zeitung auf Seite 15.

Potsdam TV war ebenfalls vor Ort und hat ein Video gepostet:

Freitag, 14. September 2018

Gartenstadt Drewitz beim Potsdamer Umweltfest dabei

Ausprobieren, mitmachen, schmecken, fühlen und riechen – beim Potsdamer Umweltfest wird Umwelt- und Klimaschutz mit allen Sinnen erlebbar, wenn sich der Volkspark am Sonntag zum 9. Mal in Potsdams größte und grünste Erlebnismeile verwandelt.

125 Akteure aus der Region haben sich in diesem Jahr angemeldet und präsentieren am 16. September ab 11 Uhr einen grünen Marktplatz voller Ideen und einen lebendigen Aktions- und Informationstag rund um Umwelt, Mobilität und Nachhaltigkeit für alle – insbesondere aber für Familien und wissensdurstige Kinder.

Experten laden mit spannenden Aktionen und Mitmachangeboten ein, in entspannter Atmosphäre
Das Umweltfest im Volkspark Potsdam. Foto: Ingo Kniest
spielerisch Neues zu entdecken, Fragen zu stellen und persönlich ins Gespräch zu kommen. Anregungen und Tipps für das eigene, umweltbewusste Handeln zuhause, unterwegs oder beim täglichen Einkauf können dabei gleich mit nach Hause genommen werden.

Der Schwerpunkt des diesjährigen Umweltfests liegt auf alternativen Mobilitätsangeboten. So informiert unter anderem die Landeshauptstadt Potsdam über Radverkehrsthemen und den Ausbau der Elektro-Ladestationen. Elektroautos stehen für Probefahrten rund um den Volkspark bereit, Anbieter von Lastenrädern zeigen die Vielfalt der Modellvarianten und laden zu einer Proberunde mit Lasten- oder Elektrofahrrädern ein, die Initiative Potsdam autofrei stellt ihre Verkehrsvision für Städte mit weniger Autos vor.

Besonders interessant wird die Vorstellung des Projekts der Fachhochschule Potsdam in Kooperation mit der Landeshauptstadt und der ViP, mit dem Titel „Mobility as a Service for Potsdam“, das bereits die Mobilität von morgen beleuchtet. In diesem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt an der FH Potsdam wird bezogen auf den Stadtteil Bornstedter Feld untersucht, inwieweit sich der öffentliche Nahverkehr mit automatisierten Mikrobussen und Bike- und Carsharing-Angeboten zu einem neuartigen Mobilitätsangebot verknüpfen lassen.

Einen Ausblick auf ihre Klima- und Energiepolitik stellen die Kandidaten der diesjährigen Potsdamer Oberbürgermeisterwahl bei einer anregenden Podiumsdiskussion um 13 Uhr vor.

Doch auch die Themenpalette an den weiteren vielen Ständen ist vielfältig und sicher ist für jeden etwas dabei:

•             ViP-ABO-Tag – neben zahlreichen Informationen zum öffentlichen Personennahverkehr lädt der Verkehrsbetrieb alle Abonnenten der ViP zum alljährlichen ABO-Tag ein
•             Einfach mal kosten – es geht auch ohne Fleisch, vegetarische und vegane Küche zum Probieren
•             Müllvermeidung im Alltag – warum Mülltrennung und Recycling für uns alle wichtig sind
•             Nachhaltigkeit zuhause – wie Kosmetik ganz ohne Zusätze auskommen kann, weshalb Lebensmittel unsere Wertschätzung verdienen und wie sich Plastik im Haushalt reduzieren lässt
•             Fairer Handel – wie die Welt ein Stück gerechter werden kann
•             Ökologischer Stadtumbau – wie in Drewitz der Umbau zur Zero-Emission-City gelingt und Potsdam zum ökologischen Vorreiter wird
•             Krampnitz – Potsdams neuer Stadtteil stellt sich vor
•             Spannende Vielfalt – Brandenburgs Naturlandschaften sind vielfältig und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Warum die Vielfalt unseren Schutz verdient
•             Wild und von hier –Tierspuren lesen, Feuer machen und viel über die heimische Natur lernen. Brandenburgs Wildnisschulen zeigen, wie es geht
•             Klimaschutz 100% – Potsdam hat einen Masterplan Klimaschutz, die Koordinierungsstelle Klimaschutz stellt ihn gerne vor
•             Neue Energie – Sonne, Windkraft oder Wärmespeicher, woher kommt in Potsdam eigentlich der Strom?
•             Wild, klein und gestreift – warum Bienen so wichtig sind und wie wir das Überleben der Insekten sicherstellen können
•             Der giftfreie Garten – erfolgreich gärtnern ganz ohne Chemie
•             Bäume – wichtig für Mensch und Tier in Stadt und Landschaft
•             Upcycling – neue Werte in alten Resten entdecken und damit kreativ werden, Upcycling-Künstler leiten uns an
•             Elektrisch mobil – Autohäuser informieren mit Automodellen vor Ort und laden zu einer Probefahrt rund um den Volkspark ein

Zum ersten Mal präsentiert das Potsdamer Umweltfest ein Vortragszelt, bei dem Experten Anregungen rund um Mobilität und Fairen Handel geben. Beginn ist hier um 12:30 Uhr.

Präsentiert wird das Umweltfest von der Landeshauptstadt Potsdam, der ProPotsdam GmbH, den Stadtwerken Potsdam und dem Volkspark Potsdam sowie der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH. Selbstverständlich werden alle genannten Partner mit Ständen selbst vor Ort sein, interessante Einblicke in ihre Aktivitäten und damit schon einen Ausblick auf die künftige Entwicklung Potsdams geben.

Die ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH und alle weiteren in Potsdam fahrenden Verkehrsunternehmen unterstützen das Umweltfest mit einem besonderen Angebot. Am 16. September wird die Einzelfahrt (Potsdam AB) zur Tageskarte, Kinder bis 15 Jahre fahren kostenfrei. Einfach das Auto stehen lassen und die Tram 96 bis Haltestelle Volkspark Potsdam nutzen!

Für Gäste, die mit dem Fahrrad anreisen, stehen zusätzliche Fahrradstellplätze zur Verfügung.

Weitere Informationen und eine Übersicht zu den Teilnehmern sind unter www.potsdamer-umweltfest.de zu finden.

Ort: Volkspark Potsdam
Eintritt: Parkeintritt Erwachsene 1,50 €, Kinder 7-16 Jahre 0,50 €
Veranstaltungszeit: 11:00-17:30 Uhr

Donnerstag, 6. September 2018

,Café im Park‘ als neue Adresse im Quartier

1. Hammerschlag im Konrad-Wolf-Park
Quelle: Landeshauptstadt Potsdam / Christine Homann


Im Potsdamer Südosten, in der Gartenstadt Drewitz, wird es in absehbarer Zeit mit dem Café im Park eine weitere kleine Attraktion geben. Der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, Bernd Rubelt, informierte sich mit Vertretern der DRK-Behindertenwerkstätten über den Stand des Projektes. Zum Baustart vollzog er mit Mitarbeitern des DRK den symbolischen ersten Hammerschlag.

„Im Rahmen des Umbaus zur Gartenstadt soll mitten im jetzigen Stadtteilpark das ,Café im Park‘ als neue Adresse im Quartier entstehen. Schon der Masterplan zur Gartenstadt, der gemeinsam mit den Drewitzerinnen und Drewitzern in einem Werkstattverfahren erarbeitet und im Jahr 2011 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde, sah dieses Vorhaben vor. Seitdem wurden diverse Denkmodelle und Berechnungen angestellt, um dieses besondere, kleine Haus, das von so vielen Menschen gewünscht wird, realisieren zu können. Ich freue mich, dass die Umsetzung nun bevorsteht“, sagte der Beigeordnete.

Eine erste Idee für ein Café als besonderes Highlight in die renaturierten Flächen der einstigen Durchgangsstraße hatte es bereits 2009 von der zuständigen Landschaftsarchitektin Pia von Zadow gegeben. Die einstige Vision wurde im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Zwischenzeitlich hatten die DRK – Behindertenwerkstätten Potsdam in den Jahren 2012 bis 2016 das „i – Café“ in Drewitz versuchsweise gestartet. Die ProPotsdam stellte in der „Rolle“ an der Konrad-Wolf-Allee freie Gewerberäume zu einem kleinen Mietpreis zur Verfügung. Das gastronomische Angebot wurde seinerzeit gut angenommen. Alles, was es im Café gab, wurde in den Küchen der Behindertenwerkstätten hergestellt. Das „i – Café“ war bei seiner sanierungsbedingten und vereinbarten Schließung bereits eine „Institution“, sodass das DRK sich um eine andere Möglichkeit für ein neuen Cafébetrieb in Drewitz bemühte und um den Standort im Park bewarb.

„Die Idee der Gartenstadt wird mit diesem kleinen Vorhaben weiter komplettiert. Dabei spielt neben dem Gedanken der zusätzlichen gastronomischen Versorgung auch der soziale Aspekt eine wichtige Rolle. Die DRK-Behindertenwerkstätten bieten ihren Angestellten mit diesem Café Arbeitsmöglichkeiten, bei denen sie ihr Können unter Beweis stellen können. Neben der architektonischen Qualität, mit der sich das Café in die grüne Umgebung einfügt, ist das Projekt auch ein hervorragender Beitrag zur gelebten Integration, der ein freundliches und günstiges Angebot für alle im Herzen der Gartenstadt schafft.“

(Quelle: Landeshaupstadt Potsdam)

Mittwoch, 5. September 2018

Erste fahrerlose Tram der Welt steuert Drewitz an

In diesen Tagen wird in Potsdam die erste fahrerlose Tram der Welt getestet. Es handelt sich um ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Firma Siemens mit der ViP Verkehrsbetriebe Potsdam GmbH, dessen Ergebnisse vom 18. bis 21. September auf der Bahntechnikmesse Innotrans in Berlin vorgestellt werden.

Siemens, die die sogenannten Combino-Straßenbahnen produziert, hat dazu von der ViP ein sechs Kilometer langes Gleis zwischen den Wohngebieten Stern und Drewitz zur Verfügung gestellt bekommen. Siemens teilte mit, dass die autonome Tram nicht für den kommerziellen Einsatz ausgelegt sei. Bei der Testfahrt werden auch keine Fahrgäste anwesend sein.

Das Unternehmen erwartet von der neuen Technik mehr Sicherheit und eine höhere Verfügbarkeit der Fahrzeuge. Es werde in Potsdam aber immer ein Fahrer im Führerstand sitzen, der jederzeit eingreifen könne, versicherte eine Sprecherin.

"Ziel des Entwicklungsprojekts ist es, die technologischen Herausforderungen des autonomen Fahrens unter realen Einsatzbedingungen zu erfassen, Lösungsansätze dafür zu entwickeln und zu testen. Gemeinsam mit ViP ist bereits eine Fortführung der Zusammenarbeit im Gespräch", hieß es weiter in der Erklärung des Münchner Konzerns.

Dienstag, 4. September 2018

Vorbild Drewitz: Neue Gesellschaft soll Energiewende beschleunigen

Die Landeshauptstadt Potsdam plant nach eigenen Angaben eine neue Gesellschaft, um die Energiewende in den Wohnquartieren zu forcieren. Eine entsprechende Vorlage der Stadtverwaltung wird in der morgigen Stadtverordnetenversammlung diskutiert. Darüber berichten heute auch die PNN.

Der Umbau von Drewitz zu einem energetischen Stadtviertel
schreitet seit Jahren voran.
Eingehen sollen die Kooperation die Stadtwerke Potsdam und der ProPotsdam. Schwerpunkt ist die projektbezogene Arbeit an kommunalen Entwicklungs- und Sanierungsstandorten, wie dem Gebiet am alten Straßenbahn-Depot in der Heinrich-Mann-Allee und am Schlaatz. Die beiden kommunalen Unternehmen hätten bereits gute Erfahrungen beim Umbau der Gartenstadt Drewitz gesammelt, schreiben die Potsdamer Neuesten Nachrichten.

Hintergrund ist die Umsetzung des „Masterplanes 100 Prozent Klimaschutz“, der die Landeshauptstadt Potsdam, die kommunale Wohnungswirtschaft sowie die Stadtwerke vor gemeinsame große Herausforderungen stellt. „Die Energiewende kann nur mit den drei im Stadtwerkeverbund angesiedelten Sektoren Strom, Wärme und Mobilität gelingen“, sagte der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, Bernd Rubelt, vergangene Woche.

Baustart für das Café im Park

Es ist soweit. Die Vorarbeiten für die Planungen zum Café im Park im Konrad-Wolf-Park sind abgeschlossen. Das melden die DRK (Deutsches Rotes Kreuz) Behindertenwerkstätten Potsdam, die im vergangenen Jahr den Zuschlag für das 238 Quadratmeter große Grundstück erhalten hatten.

Für diesen Donnerstag (06.09.) ist unter dem Motto „Es geht los“ der Baustart samt erstem Hammerschlag geplant. Zugegen wird auch der Baubeigeordnete der Landeshauptstadt Potsdam, Bernd Rubelt, sein.

Der Entwurf für das neue Café.
Bild: DRK Behindertenwerkstätten gGmbH
Noch bis vor etwas mehr als zwei Jahren betrieb das DRK bereits das i-Café in Drewitz, ein Ort gelebter Inklusion, damals in der „Rolle“. Bedingt durch die Sanierung des Wohnblocks entlang der Konrad-Wolf-Allee musste das Café schließen. Nun soll es ein paar Meter weiter als Café im Park wieder auferstehen. Das DRK greift damit dessen soziale Idee erneut auf. Auch architektonisch wird sich das neue Café harmonisch in die Gartenstadt einfügen.

Jörg Schröder, Geschäftsführer der DRK Behindertenwerkstätten Potsdam, hatte zuletzt erklärt, dass die Eröffnung noch für das laufende Jahr geplant sei.

Freitag, 31. August 2018

Neueröffnung in der "Rolle": Noch keine 30 und schon selbstständig

An diesem Samstag, also zum 1. September, eröffnen Nicolas Klinke und Willi Kraul ihre Praxis für Physiotherapie. "Liquo" ist in der Konrad-Wolf-Allee 55 zu finden. Es befindet sich im Erdgeschoss des Ärztehauses. Für 15 Uhr ist ein Sektempfang geplant, ein "kleiner Tag der offenen Tür", so die Inhaber.
 
Klinke und Kraul, beide 29, kennen sich bereits seit zehn Jahren. Sie haben die Ausbildung zum
Willi Kraul (l.) und Nicolas Klinke
freuen sich auf die Herausforderung.
Fotos: Mustafa Görkem
Physiotherapeuten gemeinsam absolviert und auch in der selben Praxis gearbeitet. Derzeit besuchen sie im selben Semester zusätzlich das College Sutherland in Berlin und dürfen sich nach Abschluss des Dualstudiums bald als Osteopath bezeichnen. Jetzt schon aber macht sich die "verschworene Gemeinschaft" erstmals selbstständig.

Die Praxis bietet manuelle Therapie, Krankengymnastik, Massagen, Lymphdrainage, Ultraschall, Elektrotherapie, PNF, CMD, Wärme-/Kältetherapie und Hausbesuche an. Es sind vier Behandlungsräume und ein Kraft-/Fitnessraum vorhanden. Termine können bereits unter der Telefonnummer 0175 / 9889136 vereinbart werden. Auch per Mail ist eine Kontaktaufnahme unter physio-liquo@web.de möglich. Geöffnet hat die Praxis ab Montag von montags bis freitags von 8-18 Uhr.

"Wir sind natürlich etwas aufgeregt, aber im positiven Sinne. Wir kennen uns schon sehr lange und wir haben auch schon einen kleinen Kundenstamm aufgebaut, der uns hierher folgen wird. Das macht das Ganze natürlich etwas einfacher", erklärt Kraul.

Der Kraftraum.
Ein weiterer Vorteil: Die beiden leben oder haben schonmal in der Gartenstadt gewohnt und kennen sich im Kiez aus. Was denken sie über die Entwicklung von Drewitz? "Früher war hier viel Grau. Das hat sich enorm gewandelt. Heute ist es viel grüner geworden, das hat einen großen Einfluss auf die Lebensqualität", erinnert sich Klinke.

Damit diese erhalten bleibt oder sogar noch besser wird - dazu wollen sie nun einen Beitrag leisten mit ihrer Praxis. Für die Zukunft planen sie noch ein weiteres Projekt: Klinke und Kraul wollen "Gesundheitsvideos" aufnehmen, die dann über ihre Social media-Kanäle auf Facebook und Instagram veröffentlicht werden.

Donnerstag, 30. August 2018

"Das ist der Moment, wenn sich Drewitz wie der Nürburgring anfühlt"

Am Wochenende fand in Drewitz das Festival "Rock am Löschteich" statt. Mit von der Partie war auch die Band "Tilder". Für die Nachwuchsmusiker eine ganz neue Erfahrung. Wir sprachen im Nachgang mit Sänger und Hauptmann Anton Reppich.

Der Auftritt beim Rock am Löschteich war wahrscheinlich euer bislang größter. Wie war es?

Es war schon eine sehr geile Erfahrung, das kann man nicht anders sagen. Schon allein durch das Ambiente und die Atmosphäre. Da stehst du auf einmal auf einer richtigen Bühne mit Licht und Equipment, das du nicht aus dem Probenraum leihen musst. Da sind professionelle Leute, die dir deine Instrumente abnehmen und den Soundcheck machen. Das ist der Moment, wenn sich Drewitz wie der Nürburgring anfühlt.

Wann habt Ihr Tilder eigentlich gegründet und was bedeutet der Name?

Das war Anfang 2017. Zu Beginn waren wir nur zu zweit, wuchsen dann auf fünf an und schrumpften auf unsere jetzige Größe - sprich vier. In dieser Konstellation spielen wir seither. Der Name Tilder hat - ganz unspektakulär - keine wirkliche Bedeutung.

Wer ist alles Teil der Band und was verbindet Euch außer die Musik?

Lukas ist unser Schlagzeuger, Erik übernimmt das Klavier und den Bass, Johannes spielt Gitarre und ich bin der Sänger und spiele auch Gitarre. Lukas, Erik und Johannes kenne ich aus der Nachbarschaft. Man hat durch das ähnliche Alter und den Wohnort schon den gleichen Schlag. Was aber ungewöhnlich ist, ist der doch eher unterschiedliche Musikgeschmack, der sich auch auf unsere Musik auswirkt. Aber wenn alle dasselbe hören, kann ja auch nichts Neues dabei entstehen.

Erik, Lukas (beide 18), Anton (19) und Johannes (17) bilden zusammen "Tilder".

Welcher Richtung würdest Du denn Eure Musik zuordnen?

Anfangs war das nicht so leicht zu beantworten, da wir der Meinung waren, dass unsere Musik nicht wirklich einer einzigen Richtung zuzuordnen ist. Heute machen wir eindeutig Deutschrock.

Wie lange machst Du selbst schon Musik?

Uff, also Musik im Allgemeinen eigentlich schon seit meiner frühesten Kindheit. Der Feinschliff mit dem Gitarrenunterricht und dem Chor folgten dann ab der 3. Klasse.

Du hast gesagt, dass Du Dich schwertust mit dem Begriff „Schülerband“. Kannst Du das näher erläutern?

Schülerband, das klingt immer so repräsentativ, als wären wir die Gruppe, die von einer Schule kommt, gefördert wird und für deren Image auftritt. Eigentlich sind wir nur vier Potsdamer Jungs, die zusammen Musik machen wollen und dabei jünger als der Durchschnitt sind.
 

Nach dem Konzert ist vor dem Konzert. Welche Projekte stehen als nächstes an?

Als nächstes steht das 2. Airflair auf dem Bassinplatz an (31.8., Eintritt ist frei, Anm. d. Red.). Das wurde übrigens von einem Kumpel für Potsdamer Musiker ins Leben gerufen. Letztes Jahr waren wir auch schon dabei. Mittlerweile wird es von der Stadt gefördert.

Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg Euch!

***

Mehr Bilder vom Samstag gibt's übrigens hier: https://bit.ly/2MFqdFl

Samstag, 25. August 2018

Rock am Löschteich IV: Das ist das Programm

Der Vorhang fällt: Am heutigen Samstag steht die Gartenstadt ganz im Zeichen des Rock am Löschteich, das seine vierte Auflage feiert. In den vergangenen Tagen wurden an dieser Stelle die einzelnen Bands vorgestellt, wobei es bisher immer hieß, dass vier auftreten - diese Info ist überholt.

Denn wie Daniel Piechotka, einer der Organisatoren des Festivals und später auch selbst aktiv auf der Bühne, unserer Redaktion gegenüber mitteilte, ist auch ein Auftritt von "Tilder" geplant. Eine einmalige Erfahrung für die Nachwuchsmusiker um "Hauptmann" Anton Reppich, an die sie sich in Zukunft hoffentlich gerne erinnern werden.

Nun aber zum Ablauf des Tages:

15 Uhr - Tilder

16.15 Uhr - Kamoos (mehr dazu hier)

17.30 Uhr - Dead Kittens (mehr dazu hier)

19 Uhr - B6BBO (mehr dazu hier)

20.30 Uhr - Maggie's Farm (mehr dazu hier)

Gerockt wird bis 22 Uhr, der Eintritt ist frei.Veranstaltungsort ist die ehemalige Tram-Wendeschleife im Potsdamer Stadtteil Drewitz.

Neben dem musikalischen Programm bietet ein Foodtruck der Potsdamer Waschbar Kulinarisches. Zudem ist eine Siebdruckwerkstatt geplant, bei der man mitgebrachte T-Shirts und Stoffbeutel bedrucken lassen kann.

Freitag, 24. August 2018

"Pioniere der Powerpolka" rocken die Gartenstadt

Vier Bands treten morgen beim Rock am Löschteich IV an. Drei wurden an dieser Stelle in den letzten Tagen bereits vorgestellt, das Finale ist nun B6BBO vorbehalten.

Im Zeitalter immer größer werdender Worthülsen verschreibt sich B6BBO der entwaffnenden Einfachheit und schonungslosem Niveaulimbo. Die 6-köpfige Berufskapelle aus Berlin setzt auf handgemachte Tanzmusik zwischen Disko, Punk und Polka-Pop mit strammen Offbeats und eindeutigen Texten – schließlich geht es ums Tanzen, Feiern und Mett. Gewohnt bescheiden bezeichnet sich B6BBO daher auch als "Pioniere der Powerpolka".

Mehr über die Band kann man auf ihrer Homepage und auf der Facebook-Seite erfahren. 

(c) Jonathan Göpfert Fotografie

Studie: Parkplätze sind (r)eine Verschwendung

Mit der Zahl der Menschen nimmt auch die Zahl der Autos auf der Welt zu. Während ein Auto pro Familie früher die Regel war, ist das heute - vor allem in wohlhabenden Ländern - eher die Ausnahme.

Da Autos nicht nur im Verkehr, sondern auch im "Ruhezustand" Platz benötigen, wird das in Städten, in denen der Wohnraum immer knapper wird, zunehmend zu einem Problem. Statt Stellplätzen vor der Haustür oder am Straßenrand entstehen Parkhäuser oder Tiefgaragen. Längst gibt es auch Modelle wie car2go oder blablacar, bei denen man komplett auf ein Auto verzichten kann.
Die "Lösungen" fürs Parken werden immer ausgefallener.

Eine Studie in den USA, über die das Portal heise.de berichtet (hier geht es zum Link), ist nun zu dem Ergebnis gekommen, dass Städte auf ihrer gesamten Fläche dem Verkehr unnötig viel Raum als Parkplatz zur Verfügung stellen und gleichzeitig viel zu viel Geld dafür ausgeben, vor allem für Parkhäuser, zumal der Trend auch in den USA dahin geht, dass weniger Autos benutzt werden und die Zahl der Autos pro Haushalt sinkt. Eines der Probleme liege in der Stadtplanung. So werde bei jeder Baugenehmigung auch Parkplatz verlangt, ohne dass die Städte den Bestand aller Parkplätze erfassen.

Donnerstag, 23. August 2018

Die Wassernixe im Wandel

An diesem Samstag kommt es zur vierten Auflage vom Rock am Löschteich. Überall in der Gartenstadt und auch in anderen Stadtteilen Potsdams wird für das Festival auf Bannern und Flyern geworben.

Die Wassernixe mit wallender Mähne ist seit der Premiere 2015 zum Maskottchen für die beliebte Veranstaltung geworden, bei der die Organisatoren in diesem Jahr mit ca. 700 Besuchern rechnen. Während die Nixe im ersten Jahr noch "oben ohne" zu sehen war, erscheint sie dieses Mal mit einer qualmenden Zigarette. Entworfen wurde sie zum ersten Mal von Kiryk Drewinski, der sowohl als Künstler und Designer als auch als Musiker auftritt.

Das Motiv des diesjährigen Festivals. Copyright: Kiryk Drewinski
Daniel Piechotka von "Maggie's Farm" findet, dass sich das einstige Image von Rockmusikern bzw. Fans dieser Musikrichtung in den letzten Jahrens stark gewandelt hat. Längst würden heutzutage auf Konzerten nicht mehr so viel Alkohol und Zigaretten konsumiert. "Der Künstler hat hier ein wenig mit einem Klischee gespielt, aber das gehört dazu", so der Gitarrist der Band, die am Samstag ebenfalls auftritt.

Einen neuen, eigenen Akzent scheint Drewinski mit seinem Motiv auf jeden Fall gesetzt zu haben.

Mehr über's Festival kann man auch auf https://www.facebook.com/RockAmLoeschteich/ nachlesen.

Die Bands beim Rock am Löschteich IV: Das ist Dead Kittens

Es sind nur noch zwei Tage bis zum Rock am Löschteich und zwei Bands sind es auch noch, die wir an dieser Stelle vorstellen möchten.

Dead Kittens ist ein internationales Duo aus Holland und Israel. Euch erwarten Schlagzeug, Bass, Samples und eine Live-Show voller Anarchie und Irrsinn. Bandvergleiche fallen wie Dominosteine, aber alle aus der 90er Kiste zwischen Alternative und Punk, Hardcore und sonstigem Gitarrenwahnsinn. Auf der Bühne liefern die beiden eine große Party ab. Es wird gepöbelt, geschwitzt und geschimpft und dennoch sind alle immer happy!

Quelle: Dead Kittens
 
Hörprobe gefällig? Bitte sehr: https://soundcloud.com/user-424528116/lobotomy

Samstag, 18. August 2018

Auf der Bühne zuhause, in der Welt heimisch

Eine der Bands, die kommenden Samstag (25.8.) beim Rock am Löschteich IV in der Gartenstadt auftreten werden, ist Maggie's Farm. Sie spielen um 20.30 und bilden damit den Abschluss des Festivals.

Daniel Piechotka, auch Pike genannt, ist der Gitarrist der Band. Wir trafen ihn im Begenungszentrum oskar., wo er seit Januar 2018 u.a. für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Der gelernte Mediengestalter stand uns für ein Kurzinterview zur Verfügung.

Daniel, wann hast Du Deine Leidenschaft für Musik entdeckt?

Das war sehr früh. Mit 8 habe ich an Ostern meine erste Gitarre bekommen. Mit 13 habe ich dann meine erste Band gegründet.
Gitarrist "Pike" bei seiner Leidenschaft.
Foto: Janette Koch

Was ist die Geschichte von Maggie's Farm?

Die Band ist etwa 15 Jahre alt. Ihr Vorbild ist Rage Against The Machine, das Genre Crossover. Der Name selbst geht auf einen Song von Bob Dylan zurück. Über die Bedeutung gibt es verschiedene Ansichten. Eine davon greift das Thema Rassismus auf.

Ihr engagiert Euch auch gegen Rassismus und für eine offene, tolerante Gesellschaft. 

Ja in der Tat ist die Musik nur ein Teil unserer "Arbeit". Wir unterstützen mit unseren Einnahmen und Spenden viele Projekte in aller Welt. Vor Jahren z.B. haben wir den Bau einer Schule in Nepal finanziert. Leider ist seit dem großen Erdbeben dort der Kontakt abgebrochen. Aktuell wollen wir helfen, einen Proberaum für traumatisierte Kinder in Geltow auf die Beine zu stellen, damit sie sich dort musikalisch betätigen können.

Foto: Tobias Koch
Wie kommt es, dass Ihr beim Rock am Löschteich dabei seid?

Das war tatsächlich recht zufällig. Wir treten nicht so oft auf in Potsdam, in der Regel nur einmal pro Jahr. Dieses Jahr waren wir noch nicht vergeben, als wir angefragt wurden und haben zugesagt. Wir freuen uns sehr.

***

Mehr über Maggie's Farm kann man auf der Homepage der Band erfahren.

Donnerstag, 16. August 2018

Die Bands beim Rock am Löschteich IV: Das ist Kamoos

Dunkel, verzerrt, laut, auf den Punkt: Kamoos geht unter die Haut. Die Mitglieder von Voodoo Beach, Imaginary French, Full Moon Fiasco und Juliette and the Sin verbinden mit Kamoos die Grenzen des Rock´n Roll zu einem Postpunk-Wüsten-Nachttrip.

Kamoos spielt am 25. August als erste Band beim Rock am Löschteich. Auftakt ist um 16.15 Uhr. Einen Vorgeschmack, was euch erwartet, gibt's hier: https://soundcloud.com/user-505180601


Die Vorfreude bei Kamoos auf kommende Woche ist groß.
Quelle: facebook.com/KAMOOOOOOOOOOS
 

Mittwoch, 15. August 2018

PNN und MAZ berichten über Rock am Löschteich

Das Drewitzer Musikfestival erhebt sich aus den Wogen des Löschteichs und erwartet das Publikum mit großartigen Bands. Am 25. August ab 16 Uhr kommen Drewitzer mit anderen Musikbegeisterten der Region an einem Abend voller Energie, Freude, Ausgelassenheit und musikalischer Leidenschaft zusammen. Bei der vierten Auflage des Umsonst- und Draußenfestivals spielen vier Bands. Für das leibliche Wohl sorgt der Foodtruck der Waschbar Potsdam.

Auf dem Motiv der diesjährigen Veranstaltung ist eine
rauchende Wassernixe zu sehen. Copyright: Kiryk Drewinski
Auch die lokalen Medien berichten seit einigen Tagen über das Gartenstadt-Highlight im August, so auch heute. Auf Seite 9 heißt es in den PNN etwa: "Staubiger Post-Punk, Powerpolka und Polit-Crossover: Die Veranstalter des Festivals „Rock am Löschteich“ in Drewitz wollen ihrem Publikum bewusst ein verrücktes Programm bieten". Die MAZ schreibt auf Seite 15, dass es musikalisch spannend werde: "Kopf schütteln, Hüfte wackeln, Tanzbein drehen - alles ist erwünscht und wird von den Bands bestens bedient."

In den kommenden Tagen werden auf dem Blog die vier Bands und das komplette Programm des 25. August näher vorgestellt.

Neuer Antrag für Parkplätze in Drewitz

Es gibt ein neues Formular, mit dem PKW-Besitzer einen Stellplatzantrag in Drewitz stellen können. Während es bisher zwei unterschiedliche Anträge für den nördlichen und südlichen Bereich der Gartenstadt gab, wurden diese nun in einem Antrag zusammengefasst.

Das entsprechende Formular sowie alle weiteren Informationen zur Parkraumbewirtschaftung in Drewitz finden Sie hier. Interessierte können sich auch unter der kostenlosen Rufnummer 0800 2473651 an die GEWOBA wenden.

Freitag, 10. August 2018

Klimapartnerschaft mit Sansibar: "Nicht vom grünen Tisch aus"

Die Landeshauptstadt hat derzeit Besuch aus Sansibar. Hintergrund ist die Klimapartnerschaft, die zwischen Potsdam und der afrikanischen Insel besteht und seit Jahren intensiv gepflegt wird.

Am heutigen Freitag stellten die Leiterin der Koordinierungsstelle Klimaschutz, Cordine Lippert, und Kilian Kindelberger, der Geschäftsführer der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft, gemeinsam mit Khamis Mwalim Khamis und Abdi Abdalla Ali aus Sansibar das Projekt „Nachhaltige Quartiersentwicklung zur Verbesserung der Dienstleistungen in Kikwajuni und Kilimani, Zanzibar“, vor.

„Die Klimapartnerschaft der Kommunen hat dazu beigetragen, dass in Sansibar die Gemeinde die Aufgabe zur Gestaltung der Wohngebiete übertragen bekommen hat. Mit der Schulung der Mitarbeiter stärken wir die Qualifikation des Personals und sichern damit die nachhaltige Qualität des Projektes. Dies geschieht nicht vom grünen Tisch aus. Die Bewohner sind von Beginn an in das Projekt eingebunden“, erklärte Lippert während der Vorstellung.

Kindelberger betonte die Bedeutung der Klimapartnerschaft und der Aktivitäten zur Quartiersentwicklung auf Sansibar. Die Zusammenarbeit erstrecke sich auch auf die Bereiche Schule, Berufsbildung, Sport und Film: „Allen Projekten gemein ist, das Know How auf sansibarischer Seite zu stärken, die Menschen und ihre Aus- und Weiterbildung zu fördern.“ Die Beteiligten orientieren sich hauptsächlich an dem Vorbild der Garenstadt Drewitz. Khamis und Ali von der Zanzibar Urban Municipal Council sind seit dem 22. Juli in Potsdam und bleiben noch bis kommenden Freitag, um ihr Wissen im Umgang mit Geografischen Informationssystemen zur Nutzung für Stadtplanungsprozesse zu vertiefen.

Bezuschusst durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Kilian Kindelberger mit Khamis Mwalim Khamis, Abdi Abdalla Ali und
Cordine Lippert (v.l.). Foto: Landeshauptstadt Potsdam/Christine Homann

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt die Projekte. Bis Mitte 2020 sollen in der von der DDR errichteten Siedlung „Kikwajuni“ die Außenanlagen neu gestaltet und die Vermüllung vor Ort eingedämmt werden. Durch die Wiederherstellung von Spielplätzen soll für die Kinder die Situation verbessert werden und nicht zuletzt sollen 35 Solarlaternen die Sicherheit im Gebiet erhöhen.

In dem Gebiet „Kilimani“ waren ursprünglich ähnliche Maßnahmen geplant. Doch es stellte sich heraus, dass es hier einmal einen Botanischen Garten gab, der 1870 von Sir John Kirk gegründet worden war. Demnach würde im Jahr 2020 sein 150-jähriges Bestehen gefeiert werden. Er gehört damit zu den ältesten Botanischen Gärten weltweit und soll reaktiviert werden.

Während ihrer Projektauftaktreise im März dieses Jahres haben die Projektmitarbeiter der Landeshauptstadt und der Universität Potsdam mit ihren sansibarischen Partnern gemeinsam Workshops mit den Bewohnern der Gebiete Kikwajuni und Kilimani durchgeführt. Die Einwohner freuen sich sehr über die Bestrebungen der Kommune, ihre Lebenssituation zu verbessern. Auch die Idee der Wiederherstellung des Gartens fand breite Unterstützung. Die Einwohner hoffen, dass hierdurch Arbeitsplätze entstehen. Sie haben bereits selbst eine kleine Gärtnerei gegründet und verkaufen am Straßenrand ihre Produkte.

Strategien zur Müllvermeidung

Die beiden Mitarbeiter der sansibarischen Verwaltung werden nach ihrer Rückkehr nach Sansibar beginnen, die Planungsunterlagen und die Gestaltungskonzepte für die beiden Projektgebiete zu erarbeiten. Dabei werden sie von der Universität Potsdam durch digitale Kommunikation unterstützt. Die Landeshauptstadt wird der Stadt Sansibar bei der Entwicklung von Müllvermeidungsstrategien helfen und die administrative Abwicklung des Projektes durchführen. 

Für Oktober 2018 planen die Beteiligten die nächsten Aktivitäten zur Umsetzung des Projektes vor Ort.