Mittwoch, 21. August 2019

Kultur für Jeden: Kultur-, Bildungs- und Bürgerhäuser öffnen ihre Türen


Die volle Packung Kultur – und das für alle: Am Sonntag, 1. September öffnen unter dem Motto „Kultur für jeden“ Kultur-, Bildungs- und Bürgerhäuser in Potsdam ihre Türen. In der ganzen Stadt gibt es was zu erleben, und das Beste: Alle Angebote finden bei freiem Eintritt statt. Ob gemeinsames Frühstück mit Musikbeitrag, Freiluft-Yoga, Führungen, Theaterstücke, Reisen ins Weltall, Kino oder mehr: Da ist wirklich für Jeden etwas dabei.

In Drewitz ist das Begegnungszentrum oskar. mit von der Partie. Von 10 bis 12 Uhr wird dort zum Stadtteilfrühstück geladen. Dabei gibt es nicht nur Etwas für den Gaumen, sondern auch für die Ohren: Die Drewitzer MiMaMu-Kids machen mit und geben ein Konzert.

Tonkunst als ein Mittel der Heilung und der Integration: Der Potsdamer Verein MitMachMusik e.V. arbeitet mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung. Professionelle Musiker besuchen die jungen geflüchteten in ihren Unterkünften und musizieren mit ihnen.

Kultur für Jeden fand erstmals im vergangenen Jahr statt, Ermöglicht wird die Aktion durch die Kooperation von Büro KINDER(ar)Mut des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V. und Kultür Potsdam. Das komplette Programm könnt Ihr hier finden.

Ach ja: Wahlberechtigte Drewitzer, die an dem Aktionstag am Stadtteilfrühstück im oskar. teilnehmen, können das Angenehme gleich mit dem Nützlichen verbinden. Denn das Begegnungszentrum ist zugleich Wahllokal für die Brandenburger Landtagswahl.

Dienstag, 20. August 2019

Hundebesitzer nutzen zunehmend Tütenspender


Foto: birgl/Pixabay
Die von der Stadt Potsdam aufgestellten Hundekottütenspender und öffentlichen Abfallbehälter werden von Hundehaltern immer besser angenommen, um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu entsorgen. Dies zeige der ansteigende Verbrauch der bereitgestellten „roten Tüten“, teilte die Verwaltung kürzlich mit.

Demnach stünden flächendeckend insgesamt 147 dieser Hundekot-Tütenspender zur Verfügung. In der Gartenstadt sind laut einem Stadtsprecher sieben solche Aufsteller mit Hundekottüten zu finden sowie 40 „Auffangbehälter“, meist reguläre öffentliche Mülleimer. Der Hundekot solle mit der Tüte aufgenommen, verschlossen und in einen öffentlichen Abfallbehälter oder zu Hause in der Restmülltonne entsorgt werden. Hundekot gehöre aus gesundheitlichen Gründen (Wurmrisiko) nicht in die Biotonne, heißt es weiter.

Trotz der gestiegenen Nutzung gebe es dennoch weiterhin viele Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern über Hundehinterlassenschaften, „insbesondere in Grünanlagen, auf Spielplätzen, auf Grünstreifen und auf Gehwegen, aber auch in privaten Vorgärten“. Für die Reinigung müsse letztlich die Gemeinschaft aufkommen. Daher appelliert die Stadt an alle Hundebesitzer, darauf zu achten, wo ihre Vierbeiner ihr Geschäft erledigen – und dieses dann pflichtgemäß zu entsorgen.

Freitag, 16. August 2019

In die Pedale treten fürs Klima

Foto: Projekt_Kaffeebart/Pixabay
Vom 2. bis 22. September 2019 heißt es in Potsdam wieder: „Rauf aufs Rad!“. Auch in diesem Jahr nimmt die Landeshauptstadt an der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ des Klimabündnisses teil. Oberbürgermeister Mike Schubert übernimmt die Schirmherrschaft für die Aktion des Klima-Bündnisses und wird selbst für die Landeshauptstadt Potsdam in die Pedale treten.
 

Bei der Aktion geht es darum, einzeln oder als Team die meisten Fahrradkilometer zu sammeln und so aktiv CO² einzusparen. Gesucht werden neben den fleißigsten Teams und Radelnden auch Deutschlands fahrrad-aktivste Kommune und das fahrrad-aktivste Stadtparlament. Die Anmeldung für die Aktion ist bereits jetzt unter www.stadtradeln.de/potsdam möglich. Die Stadtradeln-App kann unter www.stadtradeln.de/app heruntergeladen werden.

Auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zur Hochschule, zum Einkaufen oder einfach in der Freizeit: alle Potsdamerinnen und Potsdamer oder Pendler sind gefragt. Ob im Freundes- und Bekanntenkreis, auf der Arbeit, im Verein, in der Schule oder Hochschule – Teams können überall gebildet werden. Alternativ können sich Interessierte auch beim offenen Team Potsdam anmelden.

Mit der App ist das Kilometerzählen noch einfacher: Die Nutzer tracken ihre Strecken ganz einfach per GPS und die App schreibt die Kilometer dem jeweiligen Team und der Kommune gut. In der Ergebnisübersicht sieht man dann auf einen Blick, wo der Nutzer, das Team und die Kommune stehen; im Team-Chat kann man miteinander kommunizieren, sich zu gemeinsamen Touren verabreden oder gegenseitig anfeuern.

An der Aktion „Stadtradeln“ in Potsdam beteiligten sich im vergangenen Jahr insgesamt 1.500 Radlerinnen und Radler in 90 Teams. Im Zeitraum vom 3. bis zum 23. September 2018 wurden insgesamt 314.069 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt und so 45000 Kilogramm CO² eingespart (Berechnung basiert auf 142 Gramm CO² pro Personen-Kilometer). Im Vergleich zum Jahr 2017 wurden etwa 60 000 Kilometer mehr geradelt. Deutschlandweit haben im Aktionszeitraum 2018 fast 300.000 Menschen in 18.820 Teams mehr als 59 Millionen Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt und somit mehr als acht Millionen Kilogramm CO² vermieden.

Mittwoch, 14. August 2019

Neue Regelungen für das Bildungs- und Teilhabepaket


Foto: Michal Jarmoluk/Pixabay

Am 1. Juli trat das sogenannte Starke-Familien-Gesetz in Kraft, dass Familien mit kleinen Einkommen stärken und deren Kindern faire Chancen für gesellschaftliche Teilhabe verschaffen soll. Aus der Rechtsverordnung mit der sperrigen Bezeichnung „Gesetz zur zielgenauen Stärkung von Familien und ihren Kindern durch die Neugestaltung des Kinderzuschlags“ resultieren neben der Anhebung des Kinderzuschlags auf 185 Euro auch neue Regelungen für das Bildungs- und Teilhabepaket. Diese gelten seit dem 1. August.
Für Familien, die Bildungs- und Teilhabeleistungen beziehen, hat sich folgendes geändert:


  • Der Eigenanteil für die Mittagsverpflegung entfällt. Bisher lag dieser bei einem Euro pro Mahlzeit.
  • Auch der Eigenanteil für die Schülerbeförderung (bisher fünf Euro) fällt weg.
  • Statt bisher zehn Euro gibt es nun pauschal 15 Euro pro Monat für die soziokulturelle Teilhabe. Dazu gehören beispielsweise Mitgliedsbeiträge in Vereinen, Unterricht in künstlerischen Fächern sowie die Teilnahem an zentral organisierten Freizeitaktivitäten.
  • Pro Schuljahr gibt es 150 statt wie bisher 100 Euro für die Ausstattung mit persönlichem Schulbedarf: 100 Euro für das erste Halbjahr, 50 Euro für das zweite.
  • Die Inanspruchnahme von Nachhilfe wird erleichtert. Kam es dabei bisher auf die Versetzungsgefährdung an, steht nun das Erreichen des Lernziels für das jeweilige Einzelfach im Fokus.


Einen Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket haben laut der Potsdamer Stadtverwaltung Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, die SGB II-Leistungen (Jobcenter) oder Sozialgeld, SGB XII-Leistungen (Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung), Asylbewerberleistungen, Kinderzugschlag oder Wohngeld beziehen.
Wer unsicher ist, ob seine Familie kinderzuschlagsberechtigt ist, kann sich an das Jobcenter oder die Verwaltung der Landeshauptstadt Potsdam wenden.
Die zuständige Stelle der Landeshauptstadt Potsdam für das Bildungs- und Teilhabepaket befindet sich in der Hegelallee 6-10, im Haus 2 (2. Etage) in 14467 Potsdam. Sprechzeiten sind dienstags von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr.