Donnerstag, 15. November 2018

Griechische Produzentin von "A taste of Drewitz" schwärmt von der Gartenstadt

Es ist ihr letzter Tag in der Gartenstadt und im oskar., dem Begegnungszentrum im Potsdamer Süden. Heute geht der sechswöchige Aufenthalt von Kleri Bakoura zu Ende. Dabei hinterlässt die Griechin einen Eindruck, als ob sie schon mehrere Jahre hier vebracht hat.

Dieser Eindruck kommt nicht von ungefähr, denn es waren ihre Eltern, die einen Teil ihrer akademischen Laufbahn in Deutschland verbrachten. So ist ihr das Land ein wenig vertraut.

Auch Kleri hat die akademische Laufbahn eingeschlagen. Die Kulturmanagerin war zuletzt in London und hat dort zwei Master-Studiengänge absolviert. Nach Drewitz hat sie als Fellow von START* gefunden. Dabei handelt es sich um ein griechisches Absolventenprogramm, das überall in Europa und vor allem in Deutschland gut vernetzt ist.

Kommen eine Syrerin, eine Kenianerin, eine Russin und eine Deutsche zusammen...

Gut vernetzt hat sich auch Kleri vor Ort. Ihr ging es darum, im Rahmen ihres Projekts "The heritage of taste" herauszufinden, wie gemeinsames Kochen und Essen Identität schafft. Sie begleitete syrische, kenianische, russische und deutsche Frauen bei der Zubereitung von Gerichten "aus der Heimat". Herausgekommen ist dabei auch ein Kurzfilm mit dem Titel "A taste of Drewitz", der letzte Woche beim Jubiläum der Stadtteilschule erstmals gezeigt wurde (hier geht es zum Film).

Und, schmeckt's? Katja Zehm vom oskar. probiert syrische
Spezialitäten. Foto: Screenshot aus "A taste of Drewitz"
Und wie schmeckt die Gartenstadt so? "Wunderbar", erklärt Kleri auf Englisch, wobei sie auch schon ein paar Wörter auf Deutsch drauf hat. Auch für das oskar. hat sie nur anerkennende Worte übrig. Das Begegnungszentrum bringe viele Menschen und Kulturen zusammen und trage dazu bei, Vorurteile abzubauen - oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Passend zu ihrer Arbeit hat sie zum Abschied "einen Korb voller Essen" und ein deutsches Kochbuch bekommen.

Was mag sie am meisten an der deutschen Küche? Es gibt keine zwei Antworten: "I love Bockwurst". Gleich zwei Gläser haben es auch in den Korb geschafft. "Ich hoffe, das reicht bis zum Ende des Jahres", lacht sie laut auf.

*Das Programm unterstützt kreative Köpfe dabei, kulturelle Initiativen anzuregen, die sich positiv auf die lokale Gemeinschaft auswirken. Durch die Förderung von Wachstum und Austausch im soziokulturellen Sektor zielt START darauf ab, neue Perspektiven für junge Fachkräfte in Griechenland zu schaffen und den sozialen Zusammenhalt in Europa zu fördern.

Mittwoch, 14. November 2018

And the oskar goes to...

Nein, der Glamour von Los Angeles und Hollywood war weit weg, als vergangene Woche die Grundschule "Am Priesterweg" und das Begegnungszentrum oskar. Geburtstag hatten. Und doch - ein wenig feierlich ging es schon zu.
Tim Spotowitz, kommissarischer Leiter des oskar., mit
Grundschulleiterin Elvira Eichbaum.
Wohin mit der Freude? Der "große" oskar.-Preisträger
Enrico Kern (r.).
Da war zum einen die Preisverleihung für besonderes Engagement. Jeweils ein großer und ein kleiner Oskar fanden ihre neuen Preisträger. Vom Begegnungszentrum wurde die Ehre Enrico Kern zuteil. Kern ist Küchenchef und habe sich in die Herzen hineingekocht, lobte ihn Laudatorin Katja Zehm, die auch sonst sehr zufrieden mit dem Abend war.

Den "Kleinen Oskar" überreicht bekam Sechstklässler Julian Peil. Er habe sich in besonderem Maße als Klassen- und Schulsprecher ausgezeichnet und engagiere sich auch in der Handball-Schulmannschaft, erklärte seine Klassenlehrerin Julia Sternkopf gegenüber der Märkischen Allgemeinen Zeitung.

Julian Peil nimmt den "kleinen oskar" entgegen.
Kleri Bakoura, Produzentin des Kurzfilms
"A taste of Drewitz".
Viele alte Weggefährten der Schule und des oskar.s, die gemeinsam die Stadtteilschule Drewitz
bilden, fanden an jenem Abend den Weg in die Gartenstadt, in der sich zuletzt auch Kleri Bakoura sechs Wochen aufhielt. Als Fellow des internationalen Projekts "START" hielt sie fest, wie sich Frauen aus Syrien, Kenia, Russland und Deutschland auf das Event vorbereiteten und die Gäste bekochten. Überhaupt drehte sie im Rahmen ihres Aufenthalts einen Kurzfilm zum Thema Essen, Gastronomie und Identität, der unter dem Titel 'A taste of Drewitz' am Ende der Feier erstmals gezeigt wurde.

Alles in allem schmeckte das Jubiläum insbesondere Grundschulleiterin Elvira Eichelbaum, die von Anfang an dabei ist und die 30 Jahre "überlebt" hat, wie sie sagt. Einige weitere sollen noch hinzukommen; der 8. November wird in der Rückschau sicher ein Tag sein, an den sie sich gerne erinnert.

Fotos: Jens Drygalla (D Image Factory)

Donnerstag, 8. November 2018

Große Feier in Drewitz: Das ist der Ablauf heute

Heute Abend wird es in der Gartenstadt feierlich. Wie berichtet, begehen zwei wichtige Einrichtungen - die Grundschule „Am Priesterweg“ und die Stadtteilschule Drewitz, die aus der Grundschule und dem Begegnungszentrum oskar. besteht - ihr Jubiläum.

Ab 18 Uhr werden in der Oskar-Meßter-Straße die ersten Gäste erwartet, die dann vom Kinder- und Klangrausch-Chor auf den festlichen Abend eingestimmt werden. Zwei Ausstellungen befassen sich zudem mit den Meilensteinen der Grund- und Stadtteilschule.

Ab ca. 18:40 Uhr richten der künftige Oberbürgermeister Mike Schubert, die Beigeordnete für Kultur, Bildung und Sport Noosha Aubel und Janina Kolkmann in ihrer Funktion als Leiterin des Staatlichen Schulamt Grußworte an die Gäste. Die Festrede übernehmen dann Grundschulleiterin Elvira Eichelbaum, die in der aktuellen Ausgabe der „Wohnen in Potsdam“ über das Jubiläum spricht, und der Leiter des oskar., Tim Spotowitz.

Im Anschluss, gegen 19:15 Uhr, werden, wie bei jedem Jubiläum, wieder oskar.s verliehen. Dabei werden ein Schüler der Stadtteilschule und eine ehrenamtlich engagierte Person geehrt.

Schließlich gibt es zum Ausklang des Abends Musik und die Premiere der Dokumentation „A taste of Drewitz“ von Kleri Bakoura (ca. 19:30-21 Uhr). Die Griechin arbeitet derzeit als Fellow im oskar. und untersucht, wie Essen und Gastronomie als identitätsstiftende Faktoren funktionieren (mehr dazu hier und bald mehr im Blog).

Mittwoch, 7. November 2018

„Den Müll, nicht das Gras!“

Ende Oktober war eine Delegation aus Potsdam in Sansibar. Der etwa einwöchige Besuch fand im Rahmen der Klimapartnerschaft zwischen der Landeshauptstadt und der Insel im Indischen Ozean statt.

Teilnehmer der Potsdamer Delegation und Anwohner
in Kikwajuni beim gemeinsamen Müllaufräumen.
Fotos: Kati Anton
Ein wichtiges Thema, wie in fast allen Teilen der Erde, ist auch in Sansibar der Müll und seine Reduzierung. Anwohner in Kikwajuni und Kilimani und die Potsdamer packten unter brütender Hitze gemeinsam an (welche Themen während des Aufenthalts noch besprochen wurden, lesen Sie hier).

Dass es in erster Linie darum geht, zunächst ein Bewusstsein für das Problem zu schaffen, wurde vor Ort auch Kati Anton klar, die den weiten Weg aus Brandenburg nach Afrika auf sich genommen hat. „Einige der Bewohner arbeiteten mit den Sensen im Gebüsch. Wir haben sie angesprochen, dass wir nicht das Gras wegmachen wollen, sondern den Plastikmüll. Das hat dann aber ganz gut geklappt“ – so gut, dass der bereitgestellte Container bereits nach den ersten zwei Stunden voll gewesen sei, erklärte die Sprecherin der Bürgervertretung Drewitz dem Gartenstadt-Blog gegenüber.

Auch Kinder packten bei der Aktion mit an.
Begleitet wurde die gemeinsame Aktion der Umwelt zuliebe von stimmungsvoller Musik. „Auffällig war außerdem die hohe Anzahl an Kindern, die mitgeholfen haben“, befand Anton. Ein gutes Zeichen für die Zukunft – und die angesprochene Bewusstseinsbildung.

Dienstag, 6. November 2018

Zentrale Spendensammelstelle schließt: Noch mehr als 20.000 Artikel da

Die Zentrale Spendensammelstelle der Landeshauptstadt Potsdam schließt, wie auf dem Blog bereits berichtet, zum Ende dieses Jahres. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss seinerzeit die Laufzeit zu befristen, somit wird der letzte Ausgabetag am 7. Dezember 2018 sein.

Seit November 2016 befindet sich die Zentrale Potsdamer Spendensammelstelle in Drewitz im Willy-A.-Kleinau-Weg 3. Eingerichtet wurde die erste Sammelstelle bereits im Dezember 2015, damals in Potsdam-West, um die Vielzahl der Sachspenden für Geflüchtete und Hilfebedürftige aufzunehmen und zu koordinieren.

Kleiderspenden würden bereits seit Oktober dieses Jahres nicht mehr angenommen. Das berichtet die Stern*Drewitz-Zeitung in ihrer aktuellen Ausgabe. Trotzdem seien noch mehr als 20.000 Artikel verfügbar. Hilfebedürftige können deshalb weiterhin Kleidung für Mädchen und Jungen sowie für Jung und Alt, für Sommer und Winter aber auch Haushaltstextilien, Schulmappen und Spielwaren abholen. Dank der spendenbereiten Potsdamer Bürgerinnen und Bürgern seien in den letzten zwölf Monaten fast 70.000 Artikel abgegeben und an Hilfebedürftige weitergereicht worden.

Geöffnet hat die Ausgabe montags, dienstags und freitags von 8 bis 12 Uhr. Übriggebliebene Spenden sollen ab dem 8. Dezember an Träger verteilt werden, die vergleichbare Unterstützungen anbieten.

"Diese Verbesserung spiegelt sich auch bei den Kindern wieder"

Am Donnerstag wird nicht nur die Grundschule „Am Priesterweg“ 30. Gleichzeitig feiert die Stadtteilschule Drewitz ihren 5. Geburtstag. „Wohnen in Potsdam“ fragte Schulleiterin Elvira Eichelbaum und ProPotsdam-Geschäftsführer Jörn-Michael-Westphal, ob sich ihre Intentionen und Erwartungen für den Stadtteil erfüllt haben.

Der Eingang der Stadtteilschule Drewitz. Am Donnerstag wird
hier großes Jubiläum gefeiert. Foto: Miriam Labuske
Frau Eichelbaum, Herr Westphal, Sie haben beide wesentlich dazu beigetragen, dass die Stadtteilschule Drewitz entstanden ist. Was waren Ihre Intentionen, Frau Eichelbaum, Sie aus Sicht der Schule, und Herr Westphal, Sie aus Sicht der Wohnungswirtschaft?

Jörn-Michael Westphal: Als wir damit begonnen haben, für Drewitz die ersten grundsätzlichen Überlegungen anzustellen, um den Stadtteil zur Gartenstadt zu entwickeln, standen wir auch mit Frau Eichelbaum in Kontakt. Sie erzählte uns damals von den alltäglichen Herausforderungen in der Grundschule „Am Priesterweg“.

Wie sahen diese aus?

Elvira Eichelbaum: Das war sehr vielschichtig. Als Lehrerkollegium waren wir konfrontiert mit aggressiven Kindern, die sich regelmäßig prügelten. Erzieherische und auch Ordnungsmaßnahmen halfen nichts, denn die Ursache war, dass die Kinder echte Sorgen hatten, die sie mit in die Schule nahmen.

Westphal: Frau Eichelbaum machte uns darauf arufmerksam, dass es dringende Handlungsbedarfe an der Schule gab, die auch uns als Wohnungsunternehmen betrafen. Diese Bedarfe hingen eng mit der Art und Weise zusammen, wie wir bzw. die Stadt die Belegung des Stadtteilt organisiert hatte. Wir haben festgestellt, dass das Einzugsgebiet der Schule nicht mehr eine durchmischte Bevölkerungsstruktur aufwies. Dies spiegelte sich auch in der Zusammensetzung der Schulklassen wider.

Eichelbaum: Hinzu kam noch der Zustand des Schulgebäudes. Das Haus wurde ursprünglich nicht für eine Grundschule, sondern für eine Polytechnische Oberschule gebaut. Die Räume waren somit nicht wirklich für Schulanfänger geeignet. Nach all den Jahren war auch die Bausubstanz marode und eine Sanierung dringend erforderlich. Wir haben uns an die Stadtverwaltung und Wohnungswirtschaft gewandt und ihnen vom Alltag in der Schule berichtet.

Westphal: Beim Szenarioworkshop zur weiteren Entwicklung des Stadtteils im Jahr 2009 wurde  allen Beteiligten klar, dass die Schule ein ganz wichtiger Faktor im Wohngebiet ist. Ich habe Frau Eichelbaum, damals wahrgenommen als starke Stimme der Kinder in der Stadtteilentwicklung. Das ist sie noch heute. Dass aus der Konrad-Wolf-Allee mit ihren vielen Stellplätzen ein Park mit Aufenthaltsqualität und Spielmöglichkeiten für Kinder wurde, ist auch ein Verdienst von Frau Eichelbaum.

Wie ist dann die Idee zur Stadtteilschule entstanden?

Eichelbaum: Uns als Lehrerkollegium war klar, dass wir die Probleme in der Schule nicht allein bewältigen können. Hier mussten ganz viele ran und mit viele meine ich Akteure aus dem Stadtteil. So hatten wir die Idee, eine Stadtteilschule einzurichten.

Westphal: Aber was ist eigentlich eine Stadtteilschule? Im Zuge dieser Frage haben wir festgestellt, dass jeder andere Vorstellungen hatte. In einem zweiten Szenarioworkshop in 2011 mit Akteuren aus dem Wohngebiet haben wird dann herausgearbeitet, dass eine Stadtteilschule eine Grundschule mit integriertem Begegnungshaus ist. Das war damals Neuland, das wir betreten wollten. Ein Dorf oder eine Kleinstadt lebt davon, dass es ein Gemeindehaus gibt, wo sich die Einwohner treffen und begegnen können. Das Gleiche gilt für Drewitz. Für den Stadtteil war es wichtig, dass Räumlichkeiten für Begegnungen vorhanden sind und da bot sich eine Grundschule natürlich hervorragend an.

5 Jahre später. Haben Sich ihre Intentionen und Erwartungen erfüllt?


Eichelbaum: Ganz klar, ja! Schon als die Schule saniert, umgebaut und eröffnet wurde, wussten wir, dass hier alles anders wird. Hier konnten wir den Kindern ganz andere Angebote machen, auch zusammen mit anderen Partnern, Vereinen und Institutionen. Genau diese Unterstützung haben wir gebraucht. Diese Verbesserung spiegelt sich auch bei den Kindern wider. Es gibt längst nicht mehr diese Aggressionen wie damals. Die Kinder sind sehr offen geworden, neugierig und zeigen gern, was sie alles können. Auch die Eltern identifizieren sich jetzt mehr mit der Schule.

Westphal: Betrachtet man den ganzen Stadtteil, muss man schon sagen, dass sich ganz Drewitz  verändert hat, auch wenn noch nicht alle Wohnungen saniert sind. Mit der Gestaltung des Parks und des Grünen Kreuzes, mit der Sanierung der Grundschule und der Eröffnung der Stadtteilschule sind sichtbare Veränderungen eingetreten. Sie geben dem Stadtteil auch ein neues Image. Wir bemerken dies auch bei vielen Potsdamern, die Drewitz mit sehr viel Aufmerksamkeit betrachten und als Vorbildprojekt für andere Stadtteile benennen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Stadtteilschule?

Westphal: Zunächst sollte man das, was erfolgreich läuft, fortführen und auch weiter stärken. Dazu gehört zum Beispiel die Umweltbildung an der Schule, die maßgeblich für den guten Ruf der Priesterweg-Grundschule sorgt. Das Thema Integration sollte in der Stadtteilschule noch verstärkt angegangen werden.

Eichelbaum: Von meiner Seite her möchte ich sagen, dass wir uns als Schule sehr wohl in der Gartenstadt fühlen und allen Unterstützern dnaken, die uns auf diesem Wege begleitet haben und noch begleiten. Ich wünsche der Schule, dass Sie noch lange so bestehen wird. Ich wünsche den Lehrern Ausdauer und Kraft. Es ist auch wichtig, dass die Akteure im Stadtteil weiterhin in Kontakt stehen, dass man über Probleme redet und sie klärt.

***

Mehr zum Jubiläum am 8. November erfahren Sie hier.

Freitag, 2. November 2018

LOCALIZE – 10 Jahre Festival für Stadt, Kultur und Kunst

Im Juli 2015 machte das Festival LOCALIZE die Gartenstadt Drewitz zum wichtigsten Kulturquartier der Stadt. Zwei Aufgänge in der Konrad-Wolf-Allee, deren Sanierung unmittelbar bevorstand, waren für vier Tage ein Ort der Kunst und der Begegnung. Mit einem Programm aus Ausstellungen, Workshops, Konzerten, Film und Performance wurden die Räume des Festivalorts zur Leinwand, zu einem architektonischen Irrgarten und zur Bühne eines bis heute unvergessenen Balkonballetts.

Es war das 8. Festival dieser Art, dass die Macher von LOCALIZE seinerzeit veranstalteten, jedoch das erste in einem Plattenbaugebiet. In den Potsdamer Neuesten Nachrichten hieß es seinerzeit: „Das Localize-Festival zieht in diesem Jahr ins echte Potsdam“ (7. Juli 2015). Begeistert berichtete die Zeitung vom Programm, dass zahlreiche Künstler gemeinsam mit vielen Drewitzern gestalteten: „Es entsteht eine kurzweilige Einigkeit von Kunst und Örtlichkeit“ (18. Juli 2015). Zu den Mitwirkenden zählten auch die Kammerakademie Potsdam und das Begegnungszentrum oskar. Die ProPotsdam hatte die beiden Aufgänge zur Verfügung gestellt.

Nun begeht LOCALIZE einen runden Geburtstag: Am 24. November feiert LOCALIZE sein 10-jähriges Bestehen und lädt alle ein, die an den bisherigen Festivals beteiligt waren, das Pop Up-Programm der Geburtstagsfeier mitzugestalten. In einer Mitteilung des Vereins heißt es: „Wir wollen mit Euch zurück und nach vorn schauen. Von den Anfängen 2008 bis zur geplanten Neuauflage des Festivals im August 2019. Wir freuen uns auf Eure Ideen, Vorschläge, Input, Geburtstagsständchen und Beteiligung.“ Wer mitmachen will, soll bis zum 16. November eine Mail an kontakt@localize-potsdam.de senden.

Die Geburtstagsfeier findet am 24.11.2018, 16 Uhr in der Gewölbehalle im Kutschstall, Am Neuen Markt 9 statt.

Mehr über den Verein und das Festival ist zu erfahren unter:

www.localize-potsdam.de
facebook.com/localize-potsdam
instagram.com/localizepotsdam

Donnerstag, 1. November 2018

Eisfans aufgepasst: Café im Park sucht Spender

Vor knapp zwei Monaten erfolgte der Baustart, demnächst werden die Tiefbauarbeiten für das zukünftige Café im Konrad-Wolf-Park durchgeführt.

Ein vollständiges Kellergeschoss wird entstehen, darüber das Erdgeschoss, das ebenerdig direkt vom Grünen Kreuz erreichbar sein soll. Im Sommer kann dann auch die Terrasse genutzt werden.

Im Erdgeschoss ist der übliche Cafébetrieb geplant, erweitert um ein Eisangebot. Ein Obergeschoss ist auch vorgesehen, hier können künftig Familien- und Vereinsfeiern sowie andere Feierlichkeiten stattfinden. Ein Aufzug wird für Barrierefreiheit sorgen, denn alle Etagen des Cafés sollen für alle Besucherinnen und Besucher erreichbar sein. Die Eröffnung ist für das nächste Jahr vorgesehen.

Damit das Café als Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Behinderungen seine Gäste nach der Fertigstellung im kommenden Jahr mit Softeis verwöhnen kann, ist allerdings eine Softeismaschine nötig. Daher haben die DRK Behindertenwerkstätten Potsdam eine Spendenaktion ins Leben gerufen und freuen sich über Unterstützung.

Gespendet werden kann an:

DRK Behindertenwerkstätten Potsdam
IBAN: DE30 1605 0000 3504 0188 00
Kennwort: Eismaschine

Wer Fragen zum Projekt hat, kann sich unter der Rufnummer 0331-23 74 70 an Jörg Schröder, den Geschäftsführer, wenden.

Dienstag, 30. Oktober 2018

Gartenstadt Drewitz im russischen Programm der Deutschen Welle

Die Deutsche Welle berichtete am 25. Oktober in der aktuellen Nachrichtensendung ihres russischsprachigen Programms über die Sanierungen in der Gartenstadt Drewitz. Den Beitrag hat der russische Journalist Vladimir Esipov recherchiert und gedreht.

Hintergrund seiner Recherche ist der Umgang mit ähnlichen Siedlungen im Zentrum von Moskau: Hier werden ganze Quartiere in Plattenbauweise großflächig abgerissen, um Platz für Luxuswohnungen zu schaffen. Diese Art der Quartiersentwicklung ist nach Berichten verschiedener Medien mit der Vertreibung der angestammten Bevölkerung verbunden.

Der Filmbeitrag über Drewitz kann in der Mediathek der Deutschen Welle angesehen werden. Schon im Vorspann der Nachrichtensendung sind Bilder aus Drewitz zu sehen, richtig los geht es dann ab Minute 8:30.

Und hier geht es zur Sendung:
https://www.dw.com/ru/сигнал-путину-олегу-сенцову-вручили-премию-сахарова-dw-новости-25102018/av-46048193

Viel Spaß beim Zuschauen!

Druckfrisch: Die neue Ausgabe der Stern*Drewitz ist da

In diesen Tagen werden die Drewitzer und die Bewohner des Sterns die aktuelle Ausgabe der Stadtteilzeitung in ihren Postkästen finden.

Diesmal berichtet die Stern*Drewitz über den Besuch der Bundesjustizministerin Katarina Barley in Drewitz, die Ergebnisse des Qualifizierungsprojektes für Langzeitarbeitslose „Work In Potsdam – Arbeit + Klima“ und die Eröffnung des Seniorenzentrum Sternenblick.

Wer außerdem wissen will, wie es mit dem Café im Konrad-Wolf-Park weitergeht, der liest es in dieser Ausgabe. Und wer bislang nicht wusste, dass die Grundschule „Am Priesterweg“ ihren 30. Geburtstag feiert, der erfährt es bei der Lektüre des neuen Heftes.

Wie immer gibt es dazu jede Menge Tipps und Hinweise für Veranstaltungen und Freizeitangebote, diesmal auch schon für die vorweihnachtliche Zeit.

Hier geht es zur aktuellen PDF-Ausgabe der Zeitung.

Samstag, 27. Oktober 2018

Wie geht es der Bürgervertretung auf Sansibar?

Im Rahmen der Klimapartnerschaft zwischen Potsdam und Sansibar befindet sich eine Potsdamer Delegation seit einigen Tagen auf der Insel im Indischen Ozean.

Zur Delegation der Landeshauptstadt zählen Prof. Ariane Walz von der Universität Potsdam, Dr. Michael Burkhart vom Botanischen Garten in Potsdam und der Uni Potsdam, Cordine Lippert, die Leiterin der Klimaschutzstelle der Landeshauptstadt Potsdam, Pia von Zadow, die Landschaftsarchitektin unter anderem der Gartenstadt Drewitz, der Botaniker Uwe Scharf und Kati Anton, die Sprecherin der Bürgervertretung Drewitz und Leiterin des dortigen Montessori-Kinderhauses.

Wir erreichten Kati Anton via Whatsapp. Sie schickte uns eine Zusammenfassung der bisherigen Tage und einige Eindrücke aus Sansibar.

"Am vergangenen Sonntag sind wir um 9 Uhr vom Flughafen Tegel gestartet. Am nächsten Morgen um 1.15 Uhr sind wir auf Sansibar gelandet.

Montag, 22.10.2018

Nach nur wenigen Stunden Schlaf ging es am Montag in das Büro zum Lord Mayor, dem Bürgermeister von Sansibar. Nach einer Begrüßung fingen wir dann gleich mit der Arbeit an.
Aus der Stadt kann schnell mal ein Staat werden -
und für die korrekte Aussprache nimmt man im Englischen einfach ein "u".
Mzee Khamis Juma, der Projektkoordinator auf sansibarischer Seite, und andere besprachen die kommenden Tage und vereinbarten unter anderem die Tagesabläufe – wie laufen die geplanten Workshops, welche Technik wird gebraucht, in welchen Räumen findet alles statt und wie sieht die Beteiligung der Bürgerschaft aus?

Nach drei Stunden Besprechung ging es nach einem kurzen Mittagessen nach Kikwajuni und im Anschluss nach Kilimani zum ehemaligen Botanischen Garten zur Ortsbesichtigung. In beiden Gebieten stehen Entwicklungen bzw. Erneuerungen an, welche gemeinsam mit den Bürgern und Bürgerinnen vollzogen werden sollen.
Prof. Ariane Walz (links unten), Cordine Lippert (links oben)
und Pia von Zadow bei Herrn Mzee.
Dienstag, 23.10.2018

Am Morgen trafen wir uns mit Herrn Mzee, um die Planungen zu den Projekten Kikwajuni (Partnerstadtteil von Drewitz) und Kilimani (Botanischer Garten) zu konkretisieren und die vorbereiteten Materialien zu besprechen.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es an die Arbeit zum Workshop. Dieser fand im Hotel „Ocean View“ statt. Jeder wusste, was zu tun ist.

Müll, wo er nicht hingehört.
Herr Mzee eröffnete den Workshop. Es nahmen ca. 50 Personen teil und die lokale Presse war auch vor Ort. Nach dem Vortrag der Bürgervertretung, indem es darum ging, wie bei uns in Drewitz Bürgerbeteiligung funktioniert und dass wir eben auch ein Müllproblem in unserem Stadtteil haben, wurden die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich zu beteiligen. Auf zwei riesigen Plänen, welche Frau von Zadow mitgebracht hat, konnten die Teilnehmer ihre Ideen und Anregungen zusammentragen. Es wurde sehr sachlich und vor allem in einer erstaunlichen Ruhe diskutiert. Ich hatte den Eindruck, dass jeder zu Wort gekommen ist und man untereinander die Vor- und Nachteile beispielsweise des Spielplatzes im Park Kilimani besprochen hat.

Anschließend konnten wir bei einem kleinen Imbiss weiter ins Gespräch miteinander kommen. Der Abend wurde mit der Vereinbarung, vor Ort einen „Gärtnerkurs“ zu veranstalten, und der Übergabe von mitgebrachten Gartenscheren durch Dr. Burkhart, Frau von Zadow und Frau Lippert in gemütlicher, ja schon fast feierlicher Runde beendet.

An Ideen mangelte es den Teilnehmern offenbar nicht.
Mittwoch, 24.10.2018

Am Mittwochvormittag wurden die bisherigen Ergebnisse zu einem finalen Plan zusammengetragen. Am Nachmittag ging es nach Kikwajuni zum Workshop. Es wurde lebendig diskutiert, danach ging auch dieser Tag für alle zufriedenstellend zu Ende.

Donnerstag, 25.10.2018

Wir haben uns in der Stadtverwaltung getroffen, um die Ergebnisse vom Workshop in Kikwajuni auszuwerten. Es ist eine Menge an Ideen zusammengekommen.
Kati Anton (re.) nimmt als Sprecherin
der Bürgervertretung Drewitz an der Reise
teil und versorgt uns mit Updates und Fotos.

Es gab einen Brief an die Verwaltung mit den Anmerkungen der Bewohner. Auch diese wurden beachtet und besprochen.

Auch hier gibt es ein Problem mit den Straßen, sie sind sehr schmal und die Parkplätze passen nicht zu den Autos. Derzeit parken die Autos eher kreuz und quer im Stadtteil.

In der Besprechung kam zum Vorschein, dass Jasmin eine wichtige Pflanze für das Einkommen der Bewohner von Kikwajuni ist. Die Bewohner der Insel kaufen in Kikwajuni Jasminblüten für Hochzeitszeremonien. Die Bewohner auf ganz Sansibar bzw. Unguja Island schätzen den Jasmin von Kikwajuni.

Anschließend wurde noch die Verteilung der Straßenlampen besprochen. Bis Ende März sollen die Angebote verglichen sein, sodass die Lampen ab April in Auftrag gegeben werden können. Es wird mit sechs Monaten Bauzeit gerechnet."

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Grünes Kreuz: Neuer Zeitplan für Vollendung steht fest

Landeshauptstadt investiert in Höhe von 500.000 Euro

Das Grüne Kreuz, gemeinsam mit dem Konrad-Wolf-Park das Herzstück der Gartenstadt Drewitz, wird nach Informationen der Landeshauptstadt Potsdam im kommenden Frühjahr fertiggestellt sein.

Die zentrale Verkehrsachse des in den 1980er Jahren errichteten Stadtteils wurde in den vergangenen Jahren zu einem attraktiven Wohngebietspark mit diversen Spiel- und Aufenthaltsangeboten sowie Naherholungsfunktionen umgebaut und stellt das Schlüsselprojekt der komplexen Stadtteilentwicklung dar. Zuletzt war es zu Verzögerungen und mehrfach zu neuen Ausschreibungen gekommen.

Die anspruchsvollen Planungen für den dritten und letzten Bauabschnitt sehen auch hier die für Drewitz typischen Gestaltungselemente vor, die es nur in diesem Stadtteil gibt. „Die Anfertigung dieser speziellen Betonsitzelemente musste extra beauftragt werden und führte durch Lieferschwierigkeiten des Betonwerkes zur Zeitverzögerung“, teilte die Stadtverwaltung mit.

So sah die Baustelle des 3. BA Mitte Oktober aus. Auf-
genommen wurde das Foto aus dem Konrad-Wolf-Park heraus.
Foto:
Mustafa Görkem
Geplant ist, dass der Garten- und Landschaftsbau seine Arbeit einschließlich der Baumpflanzungen bis Ende 2018 beendet. Ende Februar sollen dann – bei mildem Winter – weitere (Strauch-)Pflanzungen folgen, bevor dann für April der Abschluss der Maßnahmen vorgesehen ist. Die Bauleitung und -begleitung liegt beim Planungsbüro Höhn Landschaftsarchitektur, die Bauausführung hat die HTB Wenzlow Holz- und Tiefbaugesellschaft mbH übernommen.

Die Landeshauptstadt investiert in die Fertigstellung des Grünen Kreuzes etwa eine halbe Million aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“. Über mögliche Einschränkungen für Anwohner wegen der geplanten Baumaßnahmen werde die Drewitzer Bevölkerung zeitnah informiert.

Jens Drygalla, Inhaber der „D Image Factory“ in der Konrad- Wolf-Allee 27, freut sich sehr, dass es nun voran geht mit dem 3. Bauabschnitt, noch mehr auf das Ende der Bauarbeiten: „Die Leute denken sich oft, dass wir geschlossen haben oder selbst sanieren. Dabei haben und hatten wir immer offen“, so Drygalla, der den Laden zusammen mit seiner Frau seit gut einem Jahr führt.

Großes Jubiläum in der Gartenstadt

Illustration: Julia Maltry
Die Grundschule „Am Priesterweg“ und oskar. DAS BEGEGNUNGSZENTRUM IN DER GARTENSTADT DREWITZ feiern am 8. November gemeinsam 30 Jahre Schule in Drewitz und ein halbes Jahrzehnt Stadtteilschule.

Geplant sind u.a. eine Ausstellung, die die Entwicklung der Schule und vom oskar. zeigt, ein offizieller Empfang und natürlich auch ein internationales Buffet. Zudem werden wie bei jedem Jubiläum wieder oskar.s verliehen. Dabei werden ein Schüler der Stadtteilschule und eine ehrenamtlich engagierte Person geehrt. Los geht es an dem Freitagabend um 18 Uhr.

Im August 2013 wurde nicht nur die Wiedereröffnung der Grundschule gefeiert, sondern auch die Eröffnung der Stadtteilschule Drewitz, einer Einrichtung, die in Deutschland zum damaligen Zeitpunkt einmalig war. Sie beherbergt seitdem nicht nur die Grundschule des Stadtteils unter ihrem Dach, sondern auch den Drewitzer Stadtteiltreff „oskar. DAS BEGEGNUNGSZENTRUM IN DER GARTENSTADT DREWITZ“.

Die Stadtteilschule ist eines der Leuchtturmprojekte der Gartenstadt Drewitz. Die Gesamtkosten für die Sanierung und den Umbau der Grundschule und des Begegnungszentrums beliefen sich auf über 6 Millionen Euro. 

Montag, 22. Oktober 2018

Kostenfrei frühstücken in der Gartenstadt

Den Tag im oskar. beginnen

Ob jung oder alt – alle sind zum gemeinsamen Frühstück eingeladen. Am Mittwoch, den 7. November, geht es los: Ab dann haben die Bewohner*innen der Stadtteile Drewitz, Am Stern und Kirchsteigfeld immer mittwochs und freitags die Möglichkeit, gemeinsam ein kostenfreies Frühstück zuzubereiten und zu genießen.

Bei Kaffee, Tee und belegten Broten können die Gäste zusammensitzen, über den Alltag reden und neue Kontakte knüpfen. Regelmäßig werden die Treffen genutzt, um die Gäste über verschiedene Themen zu informieren, beispielsweise über Mutter-Kind-Kuren, die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes und andere menschenfreundliche Angebote.

Also schon mal vormerken: immer mittwochs und freitags, jeweils von 8:30 bis 11 Uhr, immer im oskar.

Organisiert wird das Stadtteilfrühstück vom AWO Bezirksverband Potsdam e.V., Büro KINDER(ar)MUT und dem Verein Soziale Stadt Potsdam e.V. , oskar. Das Begegnungszentrum in der Gartenstadt Drewitz mit Unterstützung des Quartiersmanagements von Stadtkontor.

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Stadtteilschule der Gartenstadt bald Modell für andere Schulen?

Die im Jahre 2013 eingeweihte Stadtteilschule der Gartenstadt in der Oskar-Meßter-Straße könnte bald zum Vorbild für neue und andere Schulen in Potsdam werden. Das jedenfalls ist laut den Potsdamer Neuesten Nachrichten der Plan des neuen Oberbürgermeisters der Stadt, Mike Schubert (SPD).

Die Stadtteilschule Drewitz befindet sich in der
Oskar-Meßter-Str. 4-6. Foto: Miriam Labuske
Dieser hatte im Wahlkampf nicht nur damit geworben, im Bereich Schule auf eine Standard-Typen-Architektur setzen zu wollen, um Bauzeiten zu verkürzen und nicht immer wieder auf Container-Übergangslösungen angewiesen zu sein, sondern auch weitere Stadtteilschulen wie in Drewitz zu entwickeln.

Das besondere an der Stadtteilschule (mehr zur Schule lesen Sie hier) ist die kombinierte Nutzung von Schule und Bürgerhaus. Neben der Grundschule am Priesterweg ist dort nämlich noch das oskar., das Begegnungszentrum in der Gartenstadt Drewitz, ansässig. Beide Institutionen werden unter einer Adresse geführt, sind aber programmatisch, wirtschaftlich und juristisch voneinander unabhängig. Das Konzept basiert auf einem Neben-, Für- und Miteinander.

Mieterberatung Drewitz jetzt auch Am Stern

Seit 2011 gibt es die kostenlose und eigentümerunabhängige Mieterberatung in Drewitz. Bereits im Pilotprojekt der ProPotsdam von 2011-2014 betreute und beriet die Mieterberatung alle betroffenen Bewohner.

Seit Anfang 2015 unterstützt sie die Mieter während des Umbaus und der Modernisierung der „Rolle“ in der Konrad-Wolf-Allee 13-63 und betreut seit 2017 die Bewohner der ProPotsdam bei der umfassenden und energetischen Sanierung der Häuser im Quartier 8. Nun werden auch die Mieter in der Gaußstraße 51 - 58 durch die Mitarbeiter der Mieterberatung beraten und betreut.

Die Mieterberatung wurde hierzu von der Stadt Potsdam mit der Durchführung eines Sozialplanverfahrens beauftragt. In diesem Zusammenhang informiert und betreut die Mieterberatung die Bewohner der betreffenden Wohnhäuser vor, während und nach der Sanierung ihrer Wohnungen. Dies umfasst unter anderem die Organisation von Mieterversammlungen gemeinsam mit der ProPotsdam, Mietergespräche mit allen von den Baumaßnahmen betroffenen Haushalten, das Bereitstellen von Informationen über Hilfen, Unterstützungsleistungen und Umsetzwohnungen sowie die Erarbeitung von Modernisierungsvereinbarungen und Sozialplänen.

So sollen insbesondere durch die individuelle Betreuung soziale Härten für die betroffenen Bewohner vermieden und ein Verbleib im vertrauten Wohnumfeld ermöglicht werden. Bei diesem Abstimmungsprozess erfolgt eine enge Zusammenarbeit zwischen der Mieterberatung, der ProPotsdam und der Stadt Potsdam.
Die Mieterberatung bietet zweimal wöchentlich im Hertha-Thiele-Weg 11 in Drewitz eine offene Beratung an. Alle Drewitzer Bewohner sowie die Mieter der Gaußstraße können das kostenlose Beratungsangebot vor Ort nutzen. Schwerpunkte sind insbesondere Fragen rund um das Thema Modernisierung sowie zur Stadtteilentwicklung, u. a. zur Stellplatzbewirtschaftung und den Umbauarbeiten am Grünen Kreuz. Aber auch Themen wie Betriebskostenabrechnungen, Mängel in der Wohnung, Mieterhöhungen usw. spielen eine Rolle bei der Beratung der Mieter.

Die Sprechzeiten sind immer Montag von 16 bis 19 Uhr und Mittwoch von 9 bis 12 Uhr. Weitere Informationen finden Sie unter www.mieterberatungdr.de.

Dienstag, 16. Oktober 2018

Halloween naht: Kürbisfest in der Gartenstadt

Die Herbstferien und Halloween stehen vor der Tür, und die Kürbisköpfe rollen…

Im Havel-Nuthe-Center (Konrad-Wolf-Allee 1-3) könnt ihr am Montag, den 29. Oktober, ab 15:00 Uhr eure Kürbisse mit herrlichen Gesichtern und Grimassen versehen. Ein Fanfarenzug führt euch dann vom HNC direkt zur Wendeschleife. Dort erwartet euch ein riesiger Kessel mit feurig Gebrautem und genug Feuer, um alle Anwesenden mit Stockbrot und Wärme zu versorgen.

An der Wendeschleife werden außerdem die Beete abgeerntet und winterfest gemacht.

Montag, 15. Oktober 2018

Krampnitz orientiert sich an Drewitz

Was das Thema "Verkehr" im zukünftigen Stadtteil Krampnitz angeht, orientiert man sich im Potsdamer Rathaus offenbar an der Gartenstadt Drewitz. Das jedenfalls berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung und bezieht sich dabei auf Aussagen von Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos).

Rubelt sprach auf einer Veranstaltung des Stadt-Forums zur Bilanz der Eingemeindungen in Potsdam. Auch bei den für Krampnitz geplanten 0,5 PKW-Stellplätzen pro Haushalt sei Drewitz das Vorbild.

Die Arbeiten auf dem ehemaligen Kasernengelände im Norden Potsdams gehen voran. Geplant ist, dass ab 2021 die ersten der 10.000 geplanten Einwohner dort einziehen.

Schubert gewinnt auch in Drewitz - aber knapper als im Gesamtergebnis

Mike Schubert hat die gestrige Stichwahl gewonnen und wird damit Nachfolger von Oberbürgermeister Jann Jakobs. Laut vorläufigem Endergebnis setzte sich der SPD-Politiker gegen seine Konkurrentin Martina Trauth, die als Parteilose für die Linke antrat, mit 55,3 Prozent der Stimmen durch.

Auch in der Gartenstadt konnte Schubert eine Mehrheit erzielen, allerdings fiel diese im Vergleich zum Gesamtergebnis knapper aus. Er vereinigte 492 von 956 Stimmen auf sich, das sind 51,46 %. Trauth kam entsprechend auf 48,54.

Während sich also der Stimmenanteil Schuberts in Drewitz mit dem in Gesamt-Potsdam vergleichen lässt, sieht es bei der Wahlbeteiligung anders aus. Diese lag in der Gartenstadt bei 18,3 % - im Gegensatz zu 37,8 % insgesamt.

An diesem Donnerstag tagt der Kreiswahlausschuss, dann wird das endgültige Wahlergebnis veröffentlicht. Bleibt es beim Wahlsieg Schuberts und wird kein Einspruch eingelegt, wird er am 28. November 2018 vereidigt.

Freitag, 12. Oktober 2018

Stichwahl am Sonntag: Wo kann man in Drewitz wählen?

Am Sonntag, den 14. Oktober, wählen die Potsdamerinnen und Potsdamer für die nächsten acht Jahre ihre neue Oberbürgermeisterin oder ihren neuen Oberbürgermeister. Bei der Stichwahl treten Martina Trauth für Die Linke und Mike Schubert für die SPD an. Schubert hat den ersten Wahlgang mit 32,2 Prozent der Stimmen vor Trauth (19,1 Prozent) gewonnen (hier lesen Sie, wie in Drewitz abgestimmt wurde).

In der Gartenstadt kann man unter anderem in der Stadtteilschule in der Oskar-Meßter-Straße oder im Katharinenhof an der Hans-Albers-Straße von seinem demokratischen Mitbestimmungsrecht Gebrauch machen. Weitere Wahllokale sind hier abgebildet: >>> https://lhp.maps.arcgis.com/apps/webappviewer/index.html?id=010f89b8485e4702b8e7b817510464dd.

Dort können Sie einfach Ihre Adresse eingeben, dann erscheint Ihr Wahllokal. Dieses finden Sie aber auch ganz einfach in Ihrer Wahlbenachrichtigung. Sollten Sie sie nicht mehr auffinden können, dürfen Sie trotzdem wählen. Gehen Sie einfach ins Wahllokal Ihres Wohnortes, wo Sie sich ausweisen müssen. Anhand des Ausweises und dem Wählerverzeichnis im Wahllokal erhalten Sie dort einen Stimmzettel. Die 131 Wahllokale in Potsdam werden am Sonntag von 8 bis 18 uhr geöffnet haben.

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs, der nach 16 Jahren Amtszeit, die am 27. November 2018 endet, nicht erneut antritt, ruft alle Wahlberechtigten auf, wählen zu gehen: „Mit Ihrer Stimme haben Sie die Möglichkeit zu entscheiden, wie es weitergeht in Potsdam. Wählen ist ein wichtiges demokratisches Recht, für das viele Menschen in den vergangenen 150 Jahren gekämpft haben. Wer wählt, zeigt auch: Ich finde Demokratie und Freiheit gut. Gerade in diesen aufgewühlten Zeiten ist es aus meiner Sicht wichtig, Haltung zu zeigen. Haltung für unser demokratisches Gemeinsam. Haltung heißt damit: Stimmen Sie ab!“.

Weitere Infos zur Wahl lesen Sie hier.