Mittwoch, 10. April 2019

Verkehrsuntersuchung zur Gartenstadt Drewitz: Bilanz fällt sehr positiv aus

Ziele des Masterplans für lebenswertes Quartier bestätigt

Die Stadtverwaltung Potsdam informierte gestern Abend gemeinsam mit der ProPotsdam GmbH alle interessierten Bewohnerinnen und Bewohner der Gartenstadt Drewitz bei einer Informationsveranstaltung über die aktuellen Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung im Quartier. Insgesamt kann festgestellt werden, dass die Ziele und Eckpunkte, die mit dem Gartenstadtkonzept verbunden waren, auch im Handlungsfeld Verkehr erreicht wurden.

Die Gartenstadt Drewitz ist mittlerweile ein Vorzeigeprojekt, in dem die überdimensionierte Konrad-Wolf-Allee in einen Park mit Naherholungsfunktion umgewandelt wurde. Die beiden Stadthälften nördlich und südlich der Konrad-Wolf-Allee werden heute durch das grüne Kreuz miteinander verbunden. Mit der Umgestaltung einher geht die Aufwertung und Sanierung der Wohnbebauung und die Erstellung eines Verkehrskonzepts für die Gartenstadt, welches nun untersucht wurde.

Die Ergebnisse, die in der Veranstaltung vorgestellt wurden, lassen sich wie folgt zusammenfassen:
  • Des Wohngebiet Drewitz ist verkehrstechnisch gut erschlossen; es gibt eine gute ÖPNV-Anbindung – den Potsdamer Hauptbahnhof erreicht man in 18 Minuten, den Regionalbahnhof Rehbrücke in 12 Minuten. Die Bus- und Straßenbahnhaltestellen entsprechen den derzeitigen Qualitätsansprüchen: sie verfügen über einen Witterungsschutz mit Sitzplätzen, einen barrierefreien Zugang zur Haltestelle und den Fahrzeugen (Bordhöhe), Querungsanlagen und dynamische Fahrgastinformationen an den Straßenbahnhaltestellen und der Bushaltestelle Hans-Albers-Straße. Ergänzend hängen Abfahrtspläne, Tages- und Nachtliniennetzen und Hinweise zum ViP-Taxi-Ruf-Service aus. Die Fahrgastzahlen im Gebiet sind gestiegen.

  • Die Verkehrsflächen und Knotenpunkte in der Konrad-Wolf-Allee wurden umgebaut und damit 2,5 ha Fahrbahn entsiegelt. Damit einher geht die Reduzierung der Stellplatzzahl entlang des Grünen Kreuzes. Eine Tempo-30-Zone ist flächendeckend in der Gartenstadt eingerichtet, die Straßen und Wege im Bereich des grünen Kreuzes barrierefrei ausgebaut. Der Parkplatz vom Havel-Nuthe-Center ist um eine zweite Zufahrt direkt zur Konrad-Wolf-Allee ergänzt worden. Schleichverkehre werden durch punktuelle Sperrungen in der Sternstraße und Conrad-Veidt-Straße unterbunden.

  • Der Durchgangsverkehr durch das Quartier an der Hauptverkehrsstraße ist um 72 % zurückgegangen und insgesamt wurde die Verkehrsbelastung durch den motorisierten Individualverkehr im gesamten Untersuchungsgebiet halbiert. Das zeigt, dass durch den Rückbau und die Umwidmung von überdimensionierten Verkehrsflächen die Aufenthaltsqualität gesteigert und Wohnen attraktiver gestaltet werden kann – ohne die Erreichbarkeit und Mobilität einzuschränken. Dadurch konnte unter anderem auch die klimatische Situation in der Umgebung verbessert werden, in dem Lärm- sowie Schadstoffemissionen im Stadtteil vermindert wurden.

  • Die Situation für Fußgänger und Radfahrer im Quartier hat sich seit 2010 bis heute verbessert, insbesondere im Bereich der Konrad-Wolf-Allee und des Grünen Kreuzes. Verbesserungsmöglichkeiten werden noch in der Aufwertung bestehender und Schaffung neuer und sicherer Fahrradabstellmöglichkeiten gesehen.  

  • Der KfZ-Bestand in Drewitz ist rückläufig und für 1.798 PkW stehen heute insgesamt 2.033 Stellplätze zur Verfügung, die mieterunabhängig in der Bewirtschaftung der ProPotsdam liegen. Eine Schaffung von zusätzlichen öffentlichen Stellplätzen in Drewitz wird als Ergebnis der Untersuchung nicht empfohlen, da ein hohes Stellplatzangebot in der Gartenstadt vorhanden ist. Punktuelle Anpassung der Parkraumbewirtschaftung sind möglich uns sollen geprüft und diskutiert werden. Langfristig sollte es eher der Anspruch einer Gartenstadt sein, mehr Raum für andere Nutzungen und Funktionen des öffentlichen Raumes (Aufenthaltsqualität, mehr Platz für Fuß- und Radverkehr) zur Verfügung zu stellen.

Freitag, 5. April 2019

Wahl zur Bürgervertretung Drewitz 2019: Schlussspurt für interessierte Kandidatinnen und Kandidaten

Am 26. Mai 2019 wird die Bürgervertretung Drewitz neu gewählt. Wer kandidieren möchte, sollte sich jetzt beeilen. Denn der Bewerbungsschluss steht unmittelbar bevor.


Alle Bewohner ab 16 Jahren, die im Stadtteil Drewitz gemeldet sind oder dort arbeiten, können sich als Kandidat oder Kandidatin aufstellen und wählen lassen. Zudem können sich Gewerbetreibende und Vereine aus Drewitz ebenfalls mit einem oder mehreren Vertretern als Kandidaten zur Wahl stellen.

Bis zum 15. April kann man sich im oskar. DAS BEGEGNUNGSZENTRUM IN DER GARTENSTADT DREWITZ melden. Es liegen zudem Postkarten im Stadtteil aus, die Sie ausgefüllt mit Ihrem Wunsch, sich als Kandidat zur Wahl stellen zu wollen, in den oskar.-Briefkasten werfen können. Weitere Infos unter www.potsdam.de/neuwahl-der-buergervertretung-drewitz.

Dienstag, 2. April 2019

Café im Park: Das ist der Stand der Dinge

Seit September wird im Konrad-Wolf-Park fleißig gebaut, der Rohbau ist schon fast fertig - die Rede ist vom Café im Park, das nach Angaben von Geschäftsführer Jörg Schröder in diesem Sommer eröffnen soll. Einen genauen Termin gebe es aber noch nicht, sagte er jetzt gegenüber den PNN. Im Januar hatte er verlauten lassen, dass das Gartenstadtfest im Juni angepeilt werde.

Das Café wird komplett barrierefrei, es fehlt nur noch das Dach und das Markenzeichen des Cafés, die Kaffeetasse. Betrieben wird es - wie schon das 2016 geschlossene i-Café in der "Rolle" - wieder von Menschen mit Behinderung.

Schröder ist überzeugt, dass die früheren Stammgäste des i-Café auch die neue Stätte mit Leben füllen werden.

Montag, 1. April 2019

Gartenstadt Drewitz: Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung stehen fest

Informationsveranstaltung am 9. April im oskar.

Die Stadtverwaltung Potsdam lädt gemeinsam mit der ProPotsdam GmbH alle interessierten Bewohnerinnen und Bewohner der Gartenstadt Drewitz zu einer Informationsveranstaltung zum Verkehr im Quartier ein. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 9. April, von 18 bis 20 Uhr im oskar. Begegnungszentrum der Gartenstadt Drewitz, Oskar-Meßter-Straße 4-6, Potsdam, statt. Es wird über die aktuellen Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung im Quartier berichtet. Dabei wird gleichzeitig die Veränderung der Verkehrssituation in den Jahren 2010 und 2018 dargestellt.

Die Konrad-Wolf-Alle mit der "Rolle".
Foto: Miriam Labuske
Die Stadtverwaltung wurde mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 8. November beauftragt, eine Evaluierung der Verkehrsführungen und des Parkraumbewirtschaftungskonzeptes in der Gartenstadt Drewitz durchzuführen. Dafür hat die Verwaltung die Bewertung der geschaffenen Verkehrssituation und der damaligen Prognosen zur verkehrlichen Entwicklung beauftragt.

Es wurde insbesondere untersucht, inwieweit folgende Ziele des Handlungsfeldes Verkehr des Gartenstadtkonzeptes erreicht wurden:

•             Entlastung der Konrad-Wolf-Allee vom Durchgangsverkehr
•             hohe Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit nach Umbau der Konrad-Wolf-Allee und der Knotenpunkte
•             Barrierefreiheit im Hauptnetz des Fußgängerverkehrs
•             Verhinderung von Schleichverkehren durch punktuelle Sperrungen
•             Einrichtung einer flächendeckenden Tempo-30-Zone
•             Minderung des Verkehrslärms im Wohngebiet
•             Einführung der Parkraumbewirtschaftung
•             Steigerung der Attraktivität der umweltfreundlichen Mobilität durch Stärkung des ÖPNV und Radverkehrs
•             Zukunft des Bahnkörpers als Rasengleis oder kombinierte Tram-Bus-Trasse

Die Ergebnisse liegen nun vor und sollen allen interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern der Gartenstadt Drewitz am 9. April 2019 vorgestellt und gemeinsam bewertet werden.

Mittwoch, 13. März 2019

Drewitz in Paris: Städte als Akteure der Energiewende

Die Gartenstadt Drewitz und ihre preisgekrönte energieeffiziente Sanierung dienen nicht nur hierzulande, sondern auch international als Vorlage und Musterbeispiel für viele andere Projekte und Städte.

In Paris fand heute unter dem Titel "Städte als Akteure der Energiewende: Wärme und Energieeffizienz" eine Konferenz statt, bei der Gregor Heilmann, Leiter der Stabsstelle Energie, Umwelt und Stadtteilentwicklung bei der ProPotsdam, die Gartenstadt vorstellte.

Im Mittelpunkt standen dabei Fragen wie

•    Welche Fördermechanismen und Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für Energieeffizienz und erneuerbare Wärme in Deutschland und Frankreich?
•    Welche möglichen Synergien bestehen zwischen Energieeffizienz und der Entwicklung erneuerbarer Wärme?
•    Wie kann die lokale Akzeptanz der Projekte erhöht werden?

Organisiert wurde die zweisprachige Veranstaltung vom Deutsch-französischen Büro für die Energiewende (DFBEW). Sie richtete sich an alle Akteure des Energiesystems, besonders der Gebietskörperschaften und Städte, Wissenschaft, Institutionen und Presse.

Dienstag, 12. März 2019

"Stadt.Land.Überfluss." schließt mit spannender Diskussion ab

Äpfel ernten im Innenhof? Gurken pflücken auf dem Weg zur Bahn?

Öffentliche Grünflächen sowie Innenhöfe werden immer seltener mit Obst und Gemüse bepflanzt. Kann man das ändern?

Die "Wendeschleife", der Nachbarschaftstreff für den Klimaschutz in Potsdam-Drewitz, hat sich Gedanken dazu gemacht und will mit Akteuren und Bürgern ins Gespräch kommen.

Zum Abschluss der dreiteiligen Veranstaltungsreihe "Stadt.Land.Überfluss" lädt die Wendeschleife daher am 14. März 2019 zur Diskussion ein, um weiterzudenken und gegebenenfalls erste Praxisvorschläge zu sammeln. Das Motto des Abends: "Essbare Stadt". Räumlich geht es dabei zunächst um Drewitz, ohne dabei Handlungsoptionen für ganz Potsdam auszuschließen.

„Wir finden, Drewitz sollte seinem Beinamen ,Gartenstadt’ alle Ehre machen“, sagte Ribana Bergmann von der Wendeschleife vor wenigen Tagen den PNN. Und schob zugleich hinterher: „Warum also nicht über eine essbare Bepflanzung des grünen Kreuzes nachdenken?“

Los geht es um 18 Uhr im oskar., dem Begegnungszentrum der Gartenstadt Drewitz in der Oskar-Meßter-Straße 3-6.

Freitag, 8. März 2019

"Genau genommen habe ich 32 Chefs"

Seit mittlerweile drei Jahren geht der langjährige Turbine-Potsdam-Trainer Bernd Schröder in der "Wohnen in Potsdam"-Gesprächsreihe „Schröder fragt jetzt mal nach“ Themen auf den Grund, die die Potsdamer bewegen. Diesmal traf er Alexander Hollensteiner, den Geschäftsführer der Kammerakademie Potsdam (kurz KAP), zum Interview. Mit ihm unterhielt sich Bernd Schröder über die Demokratie in der KAP, welche Konkurrenz zu anderen Orchestern besteht und was die KAP mit der Gartenstadt verbindet.

Herr Hollensteiner, was unterscheidet die Kammerakademie Potsdam von anderen Orchestern?

Das Besondere an der Kammerakademie Potsdam ist, dass das Orchester demokratisch organisiert ist. Kein Musiker ist hier im klassischen Sinne angestellt, alle sind freiberufliche Musiker. Das bedeutet, das Orchester hat sich selbst zusammengefunden, als eigene Entscheidung. Andere Orchester sind eher hierarchisch aufgebaut, die Musiker angestellt und der Orchesterleiter entscheidet: „Heute wird Wagner gespielt, morgen Mozart.“ In der Kammerakademie dagegen wird alles gemeinsam entschieden. Die Kollegen organisieren sich selbst und wählen auch meine Position, die des Geschäftsführers, sowie die des Chefdirigenten. Genau genommen habe ich 32 Chefs.

In Potsdam gibt es bekanntlich noch weitere Orchester. Kommt man sich da in die Quere?

Wir haben uns damals Kammerakademie genannt, weil wir schon mit dem Namen deutlich machen wollten, dass wir anders sind und auch mehr als ein „normales“ Orchester. Wir verstehen uns nicht nur als Musikproduzent, sondern generell als Kunstproduzent. Wir konzipieren interdisziplinäre Formate, etwa mit Bildender Kunst im Museum Barberini oder mit Literatur. Meines Wissens sind wir auch das einzige Orchester weltweit, das in Kooperation mit einem Theater Oper selbst veranstaltet. Die Kammerakademie hat eine eigene Marke. Wir stehen für Themen wie Demokratie, Gleichberechtigung und für allerhöchste Qualität. Das, was wir machen, wo wir spielen, macht uns aus und ist unser Alleinstellungsmerkmal. Zurück zu ihrer Frage: Bezüglich der anderen Orchester kann ich sagen, dass ich mich über jedes Orchester freue, dass in Potsdam existiert. Es gibt auch verschiedene Fußballvereine, sei es in Potsdam oder in Berlin. Jeder Verein hat seine Ausrichtung, seine Stärken und das ist gut so. Ich finde, meine Kollegen von den anderen Orchestern, wie Ud Joffe oder Knut Andreas, machen eine tolle Arbeit.
Bernd Schröder mit Alexander Hollensteiner (r.).
Foto: Carolin Brüstel

Sie haben in einem Interview mal gesagt: „Wir wollen an die Spitze!“ Wie weit ist die KAP davon entfernt?

Das Bild der Spitze, das ich immer vor Augen habe, ist vergleichbar mit Grönemeyers Zitat: „Stillstand ist der Tod.“ Wir müssen uns stetig verbessern. Aber diese Spitze ist nur virtuell, dort werden und wollen wir auch nicht ankommen. Vielmehr wollen wir immer weiterkommen, immer neue Dinge erstreben. Die Spitze steigt dabei ebenso immer weiter in die Höhe. Wir sind immer auf dem Weg und nie am Ziel.

Besonderes gesellschaftliches Engagement verbindet das Orchester mit der Gartenstadt Drewitz. Wie kam es dazu?

Das begann schon vor meiner Zeit und fing eigentlich damit an, dass sich meine Vorgängerin Frauke Roth und die Leiterin der Stadtteilschule, Elvira Eichelbaum, sehr gut verstanden haben. Auch heute sind sie noch befreundet. So hat sich – ganz unkompliziert – ergeben, dass Frauke Roth mit dem Orchester in die Schule kam, um gemeinsam Musik zu machen. Diese Kooperation fing vor zehn Jahren an, noch bevor es das Gartenstadtkonzept gab. Als wir begannen, im Stadtteil zu arbeiten, gab es noch nichts von dem, was heute in Drewitz zu sehen ist. Als die Idee der Gartenstadt geboren wurde, waren wir schon aktiv im Stadtteil mit kleinen Konzerten und Aufführungen. Über die Jahre wurde das weiterentwickelt bis zu dem, was wir heute „Musik schafft Perspektive“ nennen, eine Initiative, die bereits von Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters mit dem BKMSonderpreis „Kultur öffnet Welten“ ausgezeichnet wurde. Dieses Bildungsprogramm ist seit fünf Jahren, seit der Wiedereröffnung der Grundschule, an der Stadtteilschule installiert. Wichtig ist dabei auch, dass das Programm nicht nur den Stadtteil, sondern auch uns als Orchester verändert. Wenn man über eine so lange Zeit kulturelle Bildungsarbeit in Drewitz macht, beeinflusst das einen. Diese Arbeit ist zugleich extrem herausfordernd, teilweise frustrierend und aber letztendlich unglaublich bereichernd hinsichtlich der Erfahrung, die wir dort sammeln.

Die Verschiebung der Neueröffnung des Schloßtheaters von 2019 auf voraussichtlich 2020 erfordert auch für die Kammerakademie sicherlich eine Umplanung. 

Konkret davon betroffen ist die diesjährige Winteroper, die eigentlich die Wiedereröffnung des Schlosstheaters markieren sollte. Geplant war es, „Titus“ von Mozart aufzuführen. Gemeinsam haben wir nun jedoch mit den Kollegen des Hans Otto Theaters entschieden, die Winteroper in der Friedenskirche aufzuführen. Aber das ist nicht so einfach. Man kann kein weltliches Opernstück wie „Titus“ in dieser besonderen Kirche aufführen. Daher müssen wir nun komplett umplanen und dafür haben wir sehr wenig Zeit. Da ist man dann als Manager gefragt. In den nächsten Wochen wissen wir mehr.


aus: "Wohnen in Potsdam" (März 2019), Seite 16. Die Langfassung des Interviews ist unter www.propotsdam.de zu finden.

Donnerstag, 7. März 2019

Tag der offenen Tür im Beratungs- und Freizeitzentrum der "Lebenshilfe"

Innerhalb der "Lebenshilfe" gibt es viele Bereiche, in denen ehrenamtliches Engagement möglich und notwendig ist. Dazu zählen unter anderem die Mitarbeit in Gremien, in Freizeitgruppen, im Familienentlastenden Dienst sowie die Organisation und Mitgestaltung von Festen und Ausflügen.

Die "Lebenshilfe Brandenburg-Potsdam" möchte diese Möglichkeiten am 8. März zwischen 10 und 18 Uhr im Rahmen eines Tags der offenen Tür, der in der Konrad-Wolf-Allee 17-19 in der Gartenstadt Drewitz stattfindet, vorstellen. Ein weiteres Schwerpunktthema des morgigen Tages wird auch das Mehrgenerationenwohnen sein, in dieser Hinsicht ist derzeit auch eine Kooperation mit dem Verein Soziale Stadt Potsdam angedacht.

Die Lebenshilfe ist ein gemeinnütziger Verein, der im Jahr 1958 von Eltern geistig behinderter Kinder, Fachleuten und Förderern in Marburg gegründet wurde. Die Räumlichkeiten in der Konrad-Wolf-Allee bedient sie seit dem 1. September 2018.

Mehr Informationen zum Verein unter www.lebenshilfe-brb.de/.

Dienstag, 5. März 2019

Kleine Anfrage zum Imbisswagen auf dem Ernst-Busch-Platz: Landeshauptstadt antwortet

Ende Januar 2019 hatte Jana Schulze, Linke-Politikerin und Stadtverordnete aus Potsdam, eine Kleine Anfrage zum Imbisswagen auf dem Ernst-Busch-Platz in der Gartenstadt Drewitz gestellt. Dabei ging es ihr vor allem um die hygienischen Bedingungen im und um den Imbisswagen herum.

Die Landeshauptstadt hat am 11. Februar auf die Kleine Anfrage reagiert und die Antwort nun
Blick auf den Ernst-Busch-Platz in Drewitz.
Foto: Benjamin Maltry
veröffentlicht. Darin heißt es etwa, dass im Jahr 2017 aufgrund von Hygieneverstößen eine Betriebsbeschränkung durch den Bereich Veterinär- und Lebensmittelüberwachung verfügt worden sei. Die Mängel seien aber innerhalb eines Monats beseitigt worden, sodass die Betriebsbeschränkung aufgehoben habe werden können.

Die Antwort auf die Kleine Anfrage (Drucksachen Nr. 19/SW/0111) ist über folgenden Link abrufbar: https://egov.potsdam.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=29332 *

*unten bei "Anlagen" auf "Antwort" klicken

Mittwoch, 27. Februar 2019

Lebensmittelver(SCH)wendung?

Veranstaltungsreihe „Stadt.Land.Überfluss.“ bringt Ernährungsfragen auf den Tisch

Die Stadtbevölkerung wächst, im Zuge des Energiehungers steigen Pachtpreise für Ackerland ins Bodenlose, Ackergifte belasten die Umwelt, Antibiotikaresistenzen breiten sich aus. Die Liste der weitreichenden Fehlentwicklung der aktuellen Nahrungsmitttelproduktion ließe sich noch fortschreiben.

Die "Wendeschleife", der Nachbarschaftstreff für den Klimaschutz in Potsdam-Drewitz, lädt mit einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe zur Diskussion und zur Partizipation um die Zukunft der Ernährung in der Stadt ein.

Nachdem es zum Auftakt um "Ökologisch und sozial faire Produktion in der Region" ging, dreht sich der zweite Teil der Reihe am 28.02. um das Thema "Eindämmung von Lebensmittelverschwendung".

Gemeinsam mit Tafel e.V. sowie Akteuren aus verschiedenen Initiativen ein, die sich mit der Abholung & Weitergabe von überschüssigen Lebensmitteln befassen, werden Antworten auf folgende Fragen gesucht:

• Warum wird Essen so massiv verschwendet?
• Wer verliert und wer profitiert?
• Welche gesellschaftsübergreifenden Möglichkeiten haben wir, eine Umverteilung zu organisieren?

Los geht es morgen um 18 Uhr im Mulitmediaraum des oskar. in der Oskar-Meßter-Straße 4-6 in 14880 Potsdam.

Abgeschlossen wird die Reihe übrigens am 14.03. mit einer Veranstaltung zum Thema "Essbare Stadt".

Mittwoch, 20. Februar 2019

Ministerin Karawanskij überreicht vierstelligen Lottomittel-Bescheid

Die „Potsdamer Theaterschatulle“ darf sich über eine unerwartete Finanzspritze freuen.

Die Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg Susanna Karawanskij überreichte ihr nämlich gestern im Begegungszentrum der Gartenstadt Drewitz, dem oskar., einen Förderbescheid in Höhe von 5.270 EUR.

Zwei Schauspielerinnen der Potsdamer Theaterschatulle und Tim Spotowitz, Leiter des oskar. und Träger des Vorhabens, nahmen den Zuwendungsbescheid aus den Händen der Ministerin entgegen. Mit der Förderung aus Lottomitteln soll die neue Aufführung der Gruppe in Drewitz finanziert werden.

Die Potsdamer Theaterschatulle ist eine Seniorentheatergruppe in Potsdam. Anlässlich ihres 10.
Viele fröhliche Gesichter gab es gestern im oskar., als Ministerin
Susanna Karawanskij den Förderbescheid übergab.
© Soziale Stadt Potsdam e.V.

Jubiläums realisiert die Gruppe in diesem Jahr das Stück "Orte erzählen Geschichten". Verschiedene Orte in Potsdam werden mit Musik, Gesang, Lyrik und Choreografischem belebt. Heraus kommt ein buntes Kaleidoskop der Stadt und ihrer Bewohner. „Ich freue mich, dieses wunderbare Projekt mit Lottomitteln unterstützen zu können. Dieses spezielle Projekt, das vor allem Seniorinnen und Senioren zusammenführt, fördert Zusammenhalt im Quartier und hält jung. Ich wünsche allen Beteiligten weiterhin viel Spaß und tolle Aufführungen“, erklärte Karawanskij.

Auch Tim Spotowitz zeigte sich begeistert: „Die Förderung ist ein wichtiger Baustein für die kulturelle Bildungsarbeit im oskar. Die Aufführungen der Potsdamer Theaterschatulle bringen Jung und Alt aus dem Quartier zusammen und machen auf Themen aufmerksam, die ohne das Engagement der Spielenden und ihrer Leiterin Sabine Mohr wohl nicht in der Öffentlichkeit diskutiert würden. Die Gruppe leistet damit einen wichtigen Beitrag zu sozialer und kultureller Teilhabe von allen Menschen in der Gartenstadt Drewitz.“

Aktuell arbeitet die Potsdamer Theaterschatulle an ihrer neuen Aufführung. Für neue Mitspieler*innen ist noch Platz, Interessierte können sich an info@oskar-drewitz.de oder Tel.: 0331-2019704 wenden.

Montag, 18. Februar 2019

"Kabinett vor Ort": Sozialministerin zu Gast in der Gartenstadt Drewitz

Die brandenburgische Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Susanna Karawanskij, besucht am Dienstag die Gartenstadt.

Wie jetzt bekannt wurde, wird sie am Rande von "Kabinett vor Ort" einen Lottomittelbescheid an das Projekt "Potsdamer Theaterschatulle" des Vereins Soziale Stadt Potsdam e.V. übergeben. Karawanskij ist Politikerin für die Partei Die Linke und leitet das Ministerium seit dem 19. September 2018. Sie trat damals die Nachfolge von Diana Golze an.

Der Termin findet um 16 uhr im oskar., dem Begegnungszentrum der Gartenstadt Drewitz, statt.

Die Potsdamer Theaterschatulle ist eine Theatergruppe in Potsdam. Sie besteht aus Seniorinnen und Senioren, die aktiv ihr Leben gestalten und sich kreativ mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. Seit 2014 hat die Gruppe in Drewitz eine neue Heimat gefunden. Unter der Leitung der Theaterpädagogin Sabine Mohr probt die Gruppe jede Woche im oskar.

Freitag, 8. Februar 2019

Neue Stern*Drewitz erschienen

In dieser Woche haben die Drewitzer und die Bewohner des Sterns die aktuelle Ausgabe der Stadtteilzeitung in ihren Postkästen gefunden.

Diesmal berichtet die Stern*Drewitz über die anstehende Wahl zur Bürgervertretung Drewitz, die Jahresauftaktklausur, mit der sich auch schon der Blog befasst hatte, das Förderprogramm „Soziale Stadt“ und das Stadtteilfrühstück, das im oskar. auf reges Interesse stößt.

Wie immer gibt es dazu jede Menge Tipps und Hinweise für Veranstaltungen und Freizeitangebote, insbesondere für die Wendeschleife und den Club 18.

Das Heft schließt mit einem Hinweis auf die Wahl zum Migrantenbeirat ab, diese findet wie auch die Wahl zur Bürgervertretung am 26. Mai 2019 statt.

Hier geht es zur aktuellen PDF-Ausgabe der Zeitung.

Donnerstag, 7. Februar 2019

Wahl des Migrantenbeirats: Jetzt bewerben!

Am 26. Mai 2019 findet in Potsdam die Wahl des Migrantenbeirates statt. Bis zum 10. April werden dafür Kandidatinnen und Kandidaten für die zukünftige Zusammensetzung des Beirates gesucht. Wählbar sind alle wahlberechtigten Potsdamer mit und ohne ausländischer Staatsbürgerschaft, die mindestens 18 Jahre alt sind und bereits seit mindestens drei Monaten ihren Hauptwohnsitz (bezogen auf den 26.5.2019) in Potsdam haben.

Potenzielle Kandidaten müssen von fünf für den Migrantenbeirat wahlberechtigten Potsdamern vorgeschlagen werden. Wer wahlberechtigt ist und wie gewählt wird, erfahren Sie unter www.potsdam.de/wahl-des-migrantenbeirates-der-landeshauptstadt-potsdam.

Wofür steht der Beirat?

Der Migrantenbeirat ist ein beratendes Organ der Stadtverordnetenversammlung und ihrer Ausschüsse. Die Mitglieder des Migrantenbeirates vertreten dort die Interessen der Potsdamer Bürgerinnen und Bürger mit ausländischem Pass. Die Arbeit des Migrantenbeirates fördert und unterstützt die gesellschaftliche und kulturelle Integration ausländischer Bürger.

Die Sitzungen des Migrantenbeirates sind in der Regel ein Mal im Monat. Termine können nach Vereinbarung mit jedem der Mitglieder getroffen werden.

Darüber hinaus hat der Migrantenbeirat 2005 den Integrationspreis der Landeshauptstadt Potsdam initiiert, der jährlich vergeben wird.