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Mittwoch, 19. Juni 2019

Grünes Kreuz erblüht jetzt vollständig


Pünktlich zur Eröffnung leuchtete die Blumenpracht im strahlenden Sonnenschein. Darüber freute sich auch Bernd Rubelt. Potsdams Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt gab heute (Mittwoch) Mittag offiziell den dritten und letzten Bauabschnitt des Grünen Kreuzes zwischen Konrad-Wolf-Allee und Hertha-Thiele-Weg als Querverbindung zum Konrad-Wolf-Park frei.

Für diesen Abschnitt musste ein Gebäude weichen, angesichts der Wohnungsnot auch in der Landeshauptstadt vielleicht eine mutige Maßnahme. „Aber wir haben Ersatz geschaffen“, sagte der Beigeordnete. „Und es gab sehr gute Gründe, denn mit dem Grünen Kreuz haben wir das Quartier geöffnet, eine Augenweide produziert und eine sehr hohe Aufenthaltsqualität geschaffen.“ Die Landeshauptstadt wolle damit ein Signal setzen: „Wir stehen zum Quartier.“

Die Anwohnerschaft habe sich intensiv an der Planung beteiligt, viele Wünsche und Anregungen seien berücksichtigt und umgesetzt. Auch die Drewitzer Bürgervertretung sei in den einzelnen Planungs- und Realisierungsphasen eingebunden gewesen, habe sie begleitet und unterstützt, so die Stadt in einer Pressemitteilung. Vor Ort lobte der Beigeordnete (Foto r.) die Kooperation mit allen Beteiligten, den Anwohnern wie den an der Realisierung beteiligten Firmen und Landschaftsarchitekten. „Wir haben gemeinsam eine gute Lösung mit den Menschen vor Ort gefunden und viel Kraft und Arbeit in die Verwirklichung gesteckt.“ 

Nach Angaben der Landeshauptstadt seien in diesem dritten Bauabschnitt 290 Quadratmeter Asphaltflächen neu hergestellt und 785 Quadratmeter Platzfläche geschaffen worden. 36 Beton-Sonderelemente seien eigens im Betonwerk angefertigt worden. Die Unikate dienten gleichzeitig als attraktive Hochbeet-Umrandungen und Sitzelemente. Dazu seien zehn neue Bäume gepflanzt und 1430 Sträucher gepflanzt worden, davon sind circa 900 Rosen.

Die Kosten von etwa 500.000 Euroseien vom Städtebau-Förderprogramm „Soziale Stadt – Am Stern/Drewitz“ getragen. Bund, Land und die Landeshauptstadt hätten somit je ein Drittel der Kosten getragen.
Das „Grüne Kreuz“ setzt sich aus dem Konrad-Wolf-Park und der Ost-West-Achse zwischen Priesterweg und Stern-Center zusammen. Der Konrad-Wolf-Park und der westliche Teil der Achse wurden als erster Bauabschnitt im Frühjahr 2014 fertiggestellt. Ein Jahr später wurde der östliche Teil der Achse abgeschlossen. 

Die Fertigstellung jetzt sei ein wichtiger Baustein in der Entwicklung der Gartenstadt. „Aber das ist noch nicht der Schlusspunkt, denn hier in Drewitz ist noch viel zu tun.“ Dank des Grünen Kreuzes habe sich auch die ökologische Situation vor Ort enorm verbessert. Die durchgängige Barrierefreiheit habe kein anderer Stadtteil vorzuweisen. „Auf all das können die Drewitzerinnen und Drewitzer stolz sein“, sagt Bernd Rubelt. 

Schade nur, dass bei der Eröffnung kaum Anwohner vorbeischauen konnten. Der Termin war verwaltungs- und pressefreundlich gelegt, auch Mitarbeiter von oskar. und Mieterberatung zeigten Präsenz. Für bunte Tupfer sorgten die zufällig vorbeikommenden Kleinen des Montessori-Kinderhauses. Sie machten sich bei über 30 Grad ganz unzeremoniell über die für die Erwachsenen bestimmten Eisgaben her.

Fotos: Torsten Bless

Montag, 18. Dezember 2017

Sanierung von Geh- und Radwegen in Drewitz

Aus SternDrewitz, Ausgabe 57

In Drewitz werden noch in diesem Jahr zwei Geh- und Radwege saniert. Zum einen wird die Hauptverbindung zwischen dem Havel-Nuthe-Center bis hin zur Gaußstraße erneuert. Eine neue Asphaltdecke sowie die Erneuerung und Weiterführung des Geländers entlang der Straßenbahntrasse werden zukünftig ein komfortableres und sichereres Gehen und Fahren ermöglichen. 

Zum anderen wird der kleine Weg zwischen der Sternstraße und der Gerlachstraße erneuert. Es wird die Pflasterung ausgetauscht, die Mastleuchten werden versetzt, so dass der Weg insgesamt etwas breiter wird. Zudem wird ein behindertengerechter Übergang in Richtung Sterncenter geschaffen.

Weiterhin steht als Baumaßnahme die Erneuerung der Fußgängerquerung an der Fritz-Lang-Straße zwischen dem Havel-Nuthe-Center und dem Ernst-Busch-Platz an. Hier wird die Umgestaltung im Wesentlichen für seh- und geheingeschränkte Personen optimiert. Ein sogenannter "liegender Polizist", eine Erhöhung der Fahrbahn im Querungsbereich, ermöglicht den Fußgängern eine barrierearme Querung der Straße. Die Sicherheit für die Fußgänger erhöht sich ebenfalls, da die Fahrzeuge verlangsamt über die Querungsstelle fahren werden. 

Ziel ist, die drei aufgezählten Baumaßnahmen noch in diesem Jahr fertig zu stellen. Finanziert werden die Baumaßnahmen aus dem Programm "Soziale Stadt Am Stern/Drewitz".

K. Karweina

Montag, 28. November 2016

Georg und das Mädchen vom Planeten Phi B

Illustration: Julia Maltry
Im Dreiklang von Orchester, Grundschule und Begegnungszentrum setzen die Kammerakademie Potsdam, die Grundschule "Am Priesterweg" und das Begegnungszentrum oskar. auch in diesem Jahr ein besonderes Projekt um: Zusammen machen sie Oper! Anlässlich der "Potsdamer Winteroper" – einer Kooperation der Kammerakademie Potsdam und des Hans Otto Theaters – entsteht eine eigene Fassung von, mit und für Drewitz.

Mit Georg Friedrich Händels Werk „Israel in Egypt“ wird 2016 ein Oratorium von  auf den Spielplan der "Potsdamer Winteroper"gesetzt. Damit aus dem biblischen Stoff eine Stadtteiloper wird, haben alle Schüler und Lehrer der Stadtteilschule bereits seit dem Frühjahr kreativ gearbeitet. Gemeinsam mit der Kammerakademie, dem künstlerischen Team und einer Spezialistin für Design Thinking wurden Ideen, Themen und Texte entwickelt. Herausgekommen ist das Stück "Georg und das Mädchen vom Planeten Phi B", in dem es um Heimat, Flucht, Ankommen, Natur und Wüste geht. Den Rahmen um diese Themen bildet die Musik aus Händels Meisterwerk, ergänzt durch Kompositionen, die speziell für "Stadtteil macht OPER!" geschrieben wurden.

Insgesamt 380 Kinder der Grundschule "Am Priesterweg" wirken in vier Besetzungen an den Aufführungen mit. Diese finden am Donnerstag, 15. Dezember, und am Freitag, 16. Dezember, jeweils um 10 und 18 Uhr in der Turnhalle der Stadtteilschule Drewitz statt.

Stadtteil macht OPER! findet im Rahmen des kulturellen Bildungsprogramms "Musik schafft Perspektive – Perspektivwechsel" der Kammerakademie Potsdam statt und wird unterstützt von der F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, dem Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt Am Stern/Drewitz", der ProPotsdam GmbH sowie dem Verein der Freunde und Förderer der Kammerakademie Potsdam.