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Montag, 12. September 2011

Szenario-Workshop: Stadtteilschule Drewitz

Drewitz: Stadtteilschule machen wir jetzt!

Aus der Dokumentation des Szenario-Workshops:

Gelingt die Stadtteilschule nicht, dann wird die Gartenstadt nicht gelingen. Das war das Fazit der fast dreißig Teilnehmer des zweieinhalbtägigen Workshops in der Grundschule „Am Priesterweg“. Um über die Entwicklung der Stadtteilschule in Drewitz zu diskutieren waren Lehrer und Eltern, Vertreter der Wohnungsunternehmen, der sozialen Träger im Wohngebiet und der Stadtverwaltung zusammen gekommen, ebenso Mitglieder der Drewitzer Bürgervertretung und des Stadtteilrates Stern/Drewitz/Kirchsteigfeld, Kommunalpolitiker und Vertreter von langjährigen Kooperationspartnern der Grundschule. Teilgenommen haben auch der Kommunale Immobilien Service und die Stadtkontor GmbH, die die Schule derzeit modernisieren und umbauen.

Das Konzept der Gartenstadt Drewitz umfasst neben städtebaulichen, energetischen, landschaftsgestaltenden und architektonischen Zielen auch – und vor allem – soziale Zielstellungen. Die soziale Infrastruktur soll gestärkt werden, die soziale Mischung der Bewohnerschaft soll erhalten bleiben und die Möglichkeiten für gute Nachbarschaften und gemeinschaftliches Leben sollen verbessert werden. Das Projekt Stadtteilschule stellt dabei das Schlüsselprojekt dar. Wenn man so will ist es das Flaggschiff der künftigen Gartenstadt Drewitz.

So unterschiedlich die Teilnehmer waren, so unterschiedlich waren ihre Ansichten und Meinungen zu dem, was die Stadtteilschule leisten soll, so unterschiedlich sind ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Vorhaben. Im Laufe der Zusammenarbeit während des Workshops ist allen Beteiligten klar geworden, dass die verschiedenen Anstrengungen nicht nebeneinander, sondern gemeinsam verfolgt werden müssen. Die Gründung eines Expertengremiums durch die Teilnehmer des Workshops und die inhaltlichen Ergebnisse des Workshops können dafür eine Basis bieten.

Der Workshop kam zu dem Schluss, dass schnell ein inhaltliches Profil der Stadtteilschule erarbeitet und der künftige Betreiber der Stadtteilschule gefunden werden muss. Das Expertengremium will sich dieser Erfordernisse annehmen. Ihr Credo: Die Stadtteilschule machen wir jetzt!

Die Herausforderung wird in den nächsten Monaten darin bestehen, die unterschiedlichen Ziele, die die verschiedenen Interessengruppen – Eltern, Lehrer, soziale Akteure, Stadtverwaltung usw. – mit der Einrichtung der Stadtteilschule verbinden, in einen in sich stimmigen und von allen Seiten akzeptierten Leistungskatalog zusammenzuführen. Die Lehrerschaft der Grundschule „Am Priesterweg“, die ProPotsdam und der Verein Soziale Stadt Potsdam werden daran mitwirken.

Die Dokumentation des Szenarioworkshops ist hier als PDF verfügbar.

Montag, 12. Oktober 2009

Szenario-Workshop: Die Zukunft beginnt jetzt!

Die PRO POTSDAM GmbH hat im Frühjahr 2009 ein Integriertes Entwicklungskonzept für den Stadtteil Drewitz erarbeitet. Anlass war der Bundeswettbewerb zur energetischen Erneuerung von Großsiedlungen.
Das Konzept sieht einen umfassenden Umbau des Stadtteils vor. Es umfasst sechs Teilkonzepte vom Städtebau über die Partizipation bis hin zu einem wohnungswirtschaftlichen und Finanzierungskonzept. Es wurde unter anderem belegt, dass sich eine städtebauliche und wohnungswirtschaftliche Umgestaltung des Stadtteils mit sozialen Zielstellungen verträgt.

Das mit einer silbernen Plakette ausgezeichnete Konzept, das im Juni der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, hat unterschiedliche Reaktionen – von begeistert bis skeptisch – ausgelöst. Alsbald zeichnete sich die Notwendigkeit ab, dass sich die Akteure in Drewitz eine gemeinsame Sicht auf den heutigen Zustand des Stadtteils und gemeinsame Ziele für dessen Entwicklung erarbeiten.

Die PRO POTSDAM GmbH hat daraufhin einen Zukunftsworkshop vorbereitet, zu dem sie gemeinsam mit der Stadt Potsdam, dem Verein Soziale Stadt Potsdam e. V. Und der STADTKONTOR GmbH eingeladen hat. Die Einladung richtete sich an Bewohner, ortsansässige Gewerbetreibende und Vertreter sozialer Einrichtungen, an die Wohnungswirtschaft, die Stadtpolitik und die Stadtverwaltung. Die Unity AG wurde mit der Durchführung beauftragt.

Die Szenario-Technik, die bei diesem Workshop zur Anwendung kam, dient der strategischen Planung von Prozessen und beruht auf der Analyse möglicher Entwicklungen der Zukunft. Sie gestattet es, viele Einflussfaktoren zu berücksichtigen. Die besondere Qualität dieser Technik besteht darin, dass die Dynamik jedes einzelnen Einflussfaktors beachtet werden kann und variabel in den Szenarien Eingang findet. Man muss nicht wissen, wie sich der demografische Wandel auf Drewitz tatsächlich auswirken wird, sondern kann dazu unterschiedliche Annahmen treffen. Indem diese unterschiedlichen Annahmen Eingang in die Analyse finden, spiegeln sie sich in verschiedenen Szenarien wieder.

Nach dreitägiger gemeinsamer Arbeit waren drei mögliche Szenarien formuliert, die die Teilnehmern die Folgen der verschiedenen Strategien zur Entwicklung des Stadtteils beschrieben. Am Ende hatten sie eine Wahl zu treffen, sich für eine der Strategien zu entscheiden. Die Wahl fiel eindeutig aus.

Aus der Abschlussdeklaration der Teilnehmer:


  1. Wir wollen, dass Kommunalpolitik und Wohnungswirtschaft ein klares Bekenntnis zu einer Entwicklung im Sinne es Gartenstadtkonzepts Drewitz abgeben.
  2. Wir wollen erreichen, dass durch Partizipation aller Akteure und Bewohner hinsichtlich der vorliegenden Konzepte Transparenz hergestellt wird, eine Auseinandersetzung stattfindet und eine Identifikation mit einem nachhaltigen Gesamtkonzept angestrebt wird.
  3. Wir wollen, dass langfristige Verbindlichkeiten und Zuständigkeiten der Akteure zur Umsetzung und Weiterentwicklung des zu erarbeitenden nachhaltigen Gesamtkonzepts inklusive Monitoring und Evaluierung vereinbart werden.
  4. Wir wollen, dass kurzfristig eine Qualifizierung und ein Ausbau der sozialen Infrastruktur erfolgt. Damit sollen insbesondere Familien, Kinder und Jugendliche gefördert werden. Langfristig soll das Miteinander und die Integration gestärkt werden.
  5. Wir wollen, dass zeitnah durch Einrichtung eines Stadtteilladens in Drewitz das Stadtteilmanagement die Bürgerbeteiligung stärkt, die Vernetzung der Akteure vorantreibt und die Kommunikation nach Innen und Außen sicherstellt.
  6. Wir wollen eine Allianz für Drewitz bilden. Die Zukunft beginnt jetzt!


Die Dokumentation des Workshops ist hier als PDF verfügbar.

Sonntag, 13. November 2005

Das 1. Internationale Sommercamp 2005

Die Stadt Potsdam hat im Sommer 2002 ein Stadtentwicklungskonzept vorgelegt. In diesem Konzept wurde der Raum Stern / Drewitz / Kirchsteigfeld als ein Raum definiert, dessen Gestaltung künftig zu den Schwerpunkten der Stadtentwicklung Potsdams gehören soll.
Ziel ist es, verschiedene Szenarien zu erarbeiten, wie über die Entwicklung des teilweise brachliegenden und teilweise untergenutzten Gewerbegebiets westlich des Sterncenters eine Verknüpfung der drei Wohngebiete zu einem Stadtteil funktionieren kann. Diese Verknüpfung soll sowohl funktional (Arbeit, Wohnen, Bildung, Freizeit, Verkehr, Erholung) als städtebaulich-gestalterisch erarbeitet werden. Die Funktion der neuen Nutzung/Gestaltung soll sowohl für das Entwurfsgebiet selbst, wie auch für die umliegenden Stadtteile bzw. Naturräume betont werden. Dabei soll auch die Beziehung zur Gesamtstadt Potsdam definiert werden.

Der Entwurf "Urbanisator" des Teams um den Holländer Edward H. Dolk schlug erstmals eine städtebauliche Korrektur des Stadtteils vor, die durch Neubau statt durch Abriss erreicht werden könnte.

Mehr Informationen unter  www.internationales-sommercamp.de
Die Dokumentation des Sommercamps 2005 ist hier als PDF verfügbar.

Die entstandenen Modelle der Projektgruppen im Überblick:

"Urbanisator"
Leitung: Professor Edward H. Dolk
"Fußball Camp"
Leitung: Prof. Karl-Heinz Winkens
"Seams"
Leitung: Prof. Matthias Altwicker
"Step by Step"
Leitung: Prof. Markus Löffler
"Fallow Land, Fallow Space"
Leitung: Prof. Sigismund Sliwinski
"Sandscape"
Leitung: Prof. Zamp Kelp